Hilfe, Hashimoto und Amalgam

01.05.07 21:01 #1
Neues Thema erstellen
Hilfe, Hashimoto und Amalgam

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.783
Seit: 26.04.04
Hallo Bodo -

Bei den Hashis gibt es anscheinend viele Affen: Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.
Diese Aussage finde ich sehr unfair, Bodo.

uma

Hilfe, Hashimoto und Amalgam
Männlich Bodo
Ich habe eine begründete Vermutung mit "anscheinend" verbunden.
Die Leute, die gemeint sind, wissen Bescheid. Die Anderen auch.

Liebe Grüße, Bodo

Hilfe, Hashimoto und Amalgam

Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Na ja, viele Leute sind sicher auch einfach nur verunsichert. Man hört ja ständig neue Erkenntnisse, die sich immer wieder widersprechen. Und gerade im Internet steht ja auch viel Schmarrn.
Aber wenn man in Internet-Foren Hilfe und Rat sucht, dann sollte man wohl auch mal Tipps überprüfen und annehmen und sie nicht von vornherein als falsch darstellen.

Hilfe, Hashimoto und Amalgam

Anne S. ist offline
Themenstarter Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Hallo jeannys,

Hier lese ich pauschal von Abwehr, von ´wer nicht hören will muss fühlen´ und ähnliches.
Beides wirkt auf mich herablassend und trägt nicht zu einer sachlichen Debatte bei.
Schade dass es so wirkt, es ist aber bestimmt nicht so gemeint.
Ich finde es um jeden Menschen schade, der wegen Amalgam leiden muss.
Ich lege beim Schreiben eben nicht jedes Wort auf die "Goldwaage", wie es jetzt bei dem einen oder anderen rüberkommt.

wenn ich das richtig sehe, lief die ´Diskussion´ in der Hauptsache zwischen dir (Anne) und ein bis zwei ´Kontrahenten´ ab. Das heißt, die heftigen Reaktionen betreffen einen absolut winzigen Anteil der Leute.
Ich finde es deshalb unrichtig und unpassend (auch in den anderen Postings), so sehr zu verallgemeinern.
Da hast Du recht.
Ich hatte auch das Gefühl, dass sich viele wohl heraushalten möchten, oder auch vor den " zwei Kontrahenten" Hemmungen haben.
Ich bin ja neu im Forum und habe keine Ahnung ob die Meinung dieser "2" mehr zählt, als die Meinung Anderer. Aber im Prinzip habe ich damit kein Problem. So schnell lasse ich mich dann doch nicht einschüchtern.

Hallo Lukas,
da wurdere ich mich mit Dir. Ich kenne die "Hormongötter" auch nur vom Hören-Sagen, hatte aber auch den Eindruck, dass auf deren Aussagen viel Wert gelegt wird.
Kennst Du Links, wo man das nachlesen kann?


Liebe Grüße
Anne S.

Hilfe, Hashimoto und Amalgam

michi2 ist offline
Beiträge: 115
Seit: 09.11.06
Hallo liebe Anne,

ich hab Deine Postings auch gelesen. Dachte mir fast, dass Du das bist. Du hast Dein möglichstes getan, um dort aufzuklären.
Wer sich Gedanken darüber machen will, der wird und wer es nicht will, dem kann man auch nicht helfen.
Für mich ist Forum nicht mehr passend, da ich meine SD-Erkrankung NICHT schulmedizinisch behandeln lasse und das mit großem Erfolg.
Es ist ein anstregender und langer Weg, aber ich hab mich nunmal dafür entschieden und bleib dabei und der Erfolg gibt mir bisher recht.

Lass Dir durch so was nicht die Energie rauben, die Du dringend für Dich selber brauchst.
Wer "aufwachen" will, der wird es tun und andere "schlafen" halt noch etwas länger.

Was für mich mal wieder ein Pluspunkt war, war die Aussage meiner Freundin und das geschah damals von Kollege zu Kollege sozusagen. Sie ist Physiotherapeutin in einer neurologischen Klinik und hat mit Ärztekollegen gesprochen. Würde sie nicht mit denen zusammenarbeiten, dann hätten die ihr das vermutlich auch nicht so gesagt, wie sie es gesagt haben (siehe unten). Ich hab auch schon von unseren Ärzten hier an meinem Arbeitpsplatz gehört: Ach, so ne Chemo, die bringt doch eh nix. Aber in den Patienten reinstopfen tun sie es trotzdem. Ich arbeite in einer Krebsnachsorgeklinik.

Das hab ich dort ins Forum reingestellt, ich steh dazu, was ich geschrieben habe. Mal kucken, ob noch was dazu kommt:

Vor einigen Wochen war ich wieder mit meiner Freundin essen und sie erzählte mir von ihren Sorgen um mich. Ich hab immer zu ihr gesagt: Vertrau mir, ich weiß was ich tue. Aber eine kleine Skepsis war trotzdem vorhanden.
Nun hat sie mir folgendes erzählt und das wiederum fand ich hammermäßig. Sie arbeitet u. a. mit mehreren Internisten zusammen und hat sich bei diesen eingehend erkundigt über Schilddrüsenerkrankungen und deren Behandlungsmethoden, die wirklich was bringen.
3 Ärzte und noch ein Bekannter aus ihrem direkten Freundeskreis haben alle, unabhängig, von einander zugeben: SCHILDDRÜSENERKRANKUNGEN KANN MAN IN DEN WENIGSTEN FÄLLEN SCHULMEDIZINISCH ERFOLGREICH THERAPIEREN! (Egal, ob OP, Radiojod oder Medikamente - es bringt so gut wie nie was, sondern macht es teilweise sogar noch schlimmer!) NATURHEILMEDIZINISCH SCHON EHER!

Naja, was ich sonst noch alles schreiben wollte, hab ich dann doch nicht getan.

Genetisch bedingt ist immer am einfachsten. Für den Patienten, für den Arzt, wenn man nicht mehr weiter weiß, dann muß man nicht weiter nachdenken. Ich war auch mal so drauf, bin es aber, seit ich die Quecksilberausleitung angefangen hab, nicht mehr. Genetisch vorbelastet und dadurch etwas "empfindlicher", ok, das lass ich mir gefallen. Aber das heißt noch lange nicht, dass man nix dagegen tun kann, um wieder gesund zu werden. Das denke ich.

Es gibt immer Gründe für eine Krankheit und es gibt auch die Möglichkeit, diese Krankheit zu "überwinden", wenn man an sich selber glaubt, das ist das Wichtigste dabei.

Ein mitunter langer Weg, aber mit passenden Therapeuten sicherlich möglich, es vielleicht zu schaffen.

Lieber Gruß Michaela

Hilfe, Hashimoto und Amalgam

michi2 ist offline
Beiträge: 115
Seit: 09.11.06
Ach ja, noch was. Es steht ja nicht nur Hashimoto im Verdacht, durch Quecksilber mit ausgelöst zu werden, sondern auch Morbus Basedow, den ich zur Zeit noch hab. Eigentlich grad wurscht, ob Unter- oder Überfunktion.

Der Lebensbericht von Dr. Mutter hat mir damals schon gereicht und sein Buch auch, um zu sehen, was los ist mit mir. Hab einige Anzeichen gefunden, die durchaus Sinn machten in Bezug auf Quecksilber im Körper.

Lieber Gruß Michaela

Hilfe, Hashimoto und Amalgam
Lukas
Zitat von Anne S. Beitrag anzeigen
Hallo Lukas,
da wurdere ich mich mit Dir. Ich kenne die "Hormongötter" auch nur vom Hören-Sagen, hatte aber auch den Eindruck, dass auf deren Aussagen viel Wert gelegt wird.
Kennst Du Links, wo man das nachlesen kann?


Hallo Anne,

ich kenne diese "Hormongötter" im In- und Ausland nicht nur vom Hörensagen sondern durch persönlichen Kontakt, Gespräche, Behandlung.

Links kann ich Dir keine angeben, aber Du brauchst ja nur ihre Namen in die SD-Forums-Suche einzugeben, um das über diese Ärzte Geschriebene zu finden.

Im über 20-seitigen Fragebogen des Dr. Hertoghe z.B. wird mehrfach gezielt nach Zahnzustand gefragt, nach Zahnfüllstoffen - und explizit nach Amalgam. Vermutlich kein Zufall.
Es wird allerdings mindestens genau so ausführlich auch nach anderweitigem Giftkontakt (Wohn-, Arbeits-, Umweltgifte) gefragt, und diese Gifte sind auch meiner Meinung nach als Krankheits(mit)auslöser/-verursacher nicht zu vernachlässigen.

Ich denke, dass zur Genüge erwiesen ist, dass Amalgam nicht als unbedenklich gelten kann, auch wenn es tatsächlich nicht jeden Träger schwerstkrank macht und ins Grab bringt.
Die erwiesene Nicht-Unbedenklichkeit sollte eigentlich ausreichend sein dafür, sich nach eher weniger bedenklichen Zahnfüllstoffen umzusehen (sofern es diese gibt). Auch sollte sie ausreichend sein dafür, einem Menschen Glauben zu schenken, der seine Gesundheitseinschränkungen bzw. Erkrankungen tatsächlich auf Amalgam zurückführt (und die vorhandene Belastung ja durchaus auch belegen kann).
Und alleine die berichteten gesundheitlichen Verbesserungen nach Amalgamentfernung und Schwermetallausleitung sollte eigentlich auch ausreichend sein dafür, diese Informationen anderen Kranken, auch SD-Kranken, nicht vorenthalten zu wollen, nur weil eine bestimmte Person damit bei sich selbst vielleicht keine Erfolge verzeichnen konnte.
Auch wenn zerstörtes SD-Gewebe vermutlich irreparabel zerstört ist und eine lebenslange Behandlung erfordert...

Ich denke allerdings auch, dass Amalgam nicht der Nabel der Welt ist, dass es nicht alleine verantwortlich ist für alles existierende Übel, wie das von manchen jedoch gerne behauptet wird.*** Es gibt genügend andere schwere Gifte, denen wir Menschen ausgesetzt sind (für gewöhnlich genauso selbstverschuldet-menschgemacht wie das Amalgam bzw. die daher rührenden Probleme), die sicher nicht weniger krankheitsfördernd bzw. -auslösend sind wie das Amalgam. Und diese Gifte richten sicher auch dann Schaden an, wenn kein Amalgam oder Quecksilber im Spiel ist.
Und genau so sicher reicht auch schon ein schweres Gift aus, um gesundheitlichen Schaden auszulösen, und es bedarf hierzu nicht eines Verbundes von mindestens so und so vielen Giften gleichzeitig (wie dies gerne von Seiten des Toxcenters behauptet wird).


*** Entsprechend hierzu: ein - angeblich! - verschobener Atlas = das Übel der Welt; Jod = der Todbringer Nummer Eins etc. etc. etc.


Liebe Grüße
Lukas

Hilfe, Hashimoto und Amalgam

michi2 ist offline
Beiträge: 115
Seit: 09.11.06
Hier gibt es ganz viele Infos von Umweltkranken für Umweltkranke und auch für Leute, die es dadurch vielleicht nicht werden, weil sie Infos und Tipps bekommen, um es zu vermeiden.

CSN - Chemical Sensitivity Network

Ich bin durch eine Freundin, die massiv an MCS leidet und mit 41 Jahren schon Frührentnerin ist, auf diese Seite aufmerksam gemacht worden.

Interessant ist, es kann jeden treffen.

Lieber Gruß Michaela

Hilfe, Hashimoto und Amalgam

Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.730
Seit: 05.10.06
Hallo Lukas,

es war mir eine Freude, deinen gut ausgewogenen Beitrag zu lesen.
Wir wissen, dass die Dosis das Gift macht und dass das Milieu entscheidend ist.
Natürlich ist Amalgam kein Stoff, der in den Mund gehört und trotzdem sind nicht alle Amalgamträger vergiftet. Wer schwere Symptome hatte und sich nach Ausbohrung und Ausleitung gut fühlt, beweist aber, dass er individuell das richtige getan hat.
Die Erhebung eines bestimmten Stoffes zu einem teuflischen Übel, der für mehr oder weniger alles verantwortlich ist, ist genauso fragwürdig, wie Methoden in den Himmel zu heben, die dem einen geholfen haben, dem anderen aber nicht.
Man muß sich selbst gründlichst informieren und Ärzten und HP`s ungefähr soviel Vertrauen entgegenbringen, wie dem Händler, der uns was verkaufen will. Wir sollten inzwischen akzeptieren, dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit und was wir für sie tun können, selbst übernehmen müssen. Der Mensch ist viel zu individuell, als dass man mit irgendeinem Medikament oder einer Methode bei allen, das gleiche Ergebnis erzielen könnte. Das mag manchmal zu Überforderungen führen, aber eine andere Lösung gibt es nicht.

Viele Grüße, Horaz

Hilfe, Hashimoto und Amalgam

Nirvana ist offline
Beiträge: 10
Seit: 05.05.07
Hallo Anne und alle anderen,

bin neu hier im Forum.
Als Hashi-Patientin war ich selbst lange Zeit in dem Hashi-Forum. Habe auch erlebt, wie schnell man dort weggebissen wird, wenn man mit "alternativen" Therapien oder "Ursachen" kommt. Es gibt dort ein paar "Rudelführer", die schwer schulmedizinisch eingestellt sind. Die meisten anderen Mitglieder mögen anderer Meinung sein, äußern dies aber nicht.

Ich weiß, dass viele aus dem Hashi-Forum meine Website besuchen und mich auch kontaktieren (meine Website behandelt das Thema Hashimoto aus naturheilkundlicher Perspektive: nirvanas-hashimoto.thyreopathie.de. Aber nur selten wird darüber im Hashi-Forum gesprochen. Und wenn, dann werden meine Web-Aussagen von diesen "schulmedi-zinischen Mitgliedern" in der Luft zerrissen oder hämisch abgeurteilt.


Noch etwas zum Amalgam:
Ich habe seit meinem 15. Lebensjahr Amalgam im Mund gehabt. Mit 45 Jahren wurde ich plötzlich fett, änderte zwanghaft meine Ernährung (von Vegetarismus auf Curry-Wurst; über diese Erfahrung habe ich geschrieben auf meiner Website: Hintergrund: Übergewicht und Toxine). Weitere 8 Jahre später brach Hashimoto aus.

Trotz diverser Beschwerden und zunehmender körperlicher und geistiger Schwäche seit 2002 fiel es auch mir sehr schwer, zu akzeptieren, dass Amalgam ein Problem für mich sein könnte, da ich es doch schon so viele Jahre im Mund hatte.

Zwei Natur-Ärzte und eine Heilpraktikerin haben mich auf Amalgam letztes Jahr angesprochen, da hat bei mir noch nix geklingelt (mein Hashi-Hirn mag auch einfach zu vergiftet gewesen sein ...)

Aber ich bin ja eine ausgeprägte Do-it-yourself-Frau und therapiere mich selbst. Als ich letztes Jahr meine diversen Entgiftungs- und Ausleitungs-therapien nach Monaten (aus finanziellen Gründen) beenden musste, und sich dann alle Beschwerden langsam wieder einstellten, begriff auch ich:
da muss eine Giftquelle im eigenen Organismus vorhanden sein.

Ein Eintrag in das Gästebuch auf meiner Website von einem Mann mit Hashi und Amalgamvergiftung war dann de Auslöser, meine Zähne machen zu lassen. Seitdem geht es mir kontinuierlich um so vieles besser, dass auch ich wage zu behaupten, wenn ich fertig bin mit der Entgiftung, dann bin ich wieder okay und gesund. (Wird allerdings noch eine Weile dauern.)

Insgesamt will ich damit sagen:

Irgendwann trifft es wohl die meisten, es ist halt ein Toxinfass, das sich mit jedem "Tropfen" von Giften - und davon haben wir heutzutage weiß Gott genug - weiter füllt. Man muss nur alt genug werden ...


Optionen Suchen


Themenübersicht