Eigenverantwortung bei Amalgambelastung

15.01.10 01:10 #1
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Eigenverantwortung bei Amalgambelastung

Oregano ist offline
Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
Einige verwechseln hier Schuld und Eigenverantwortlichkeit. Was hat es fuer eure Gesundheit fuer einen Belang, WER daran schuld ist?
Es mag keine Rolle mehr spielen, welcher Name hinter dem Amalgam-Leger steht. Aber trotzdem ist es wichtig zu erkennen, daß Zahnärzte damals und heute ohne Skrupel und Aufklärung (müßten sie eigentlich) über die Eigenschaften und Risiken von Amalgam diese Füllungen legen.
Also sind sie die ausführenden Kontakte zu den Patienten und damit auch in der Verantwortung.

Gruss,
Uta

Eigenverantwortung bei Amalgambelastung

Zitrone ist offline
Beiträge: 1.030
Seit: 12.10.09
Zahnaerzte damals wurden doch genauso belogen wie wir oder glaubst du, dass im Studium behandelt wurde, wie schaedlich Amalgam ist? Bis heute gibt es zahlreiche Studien, die angeblich belegen, dass Amalgam harmlos ist. Mein Zahnarzt hat sich ganz sicher nicht bewusst selbst vergiftet (und seine Patienten dazu). Ich denk mal, dass seine Frau sich auch wuenschte, dass sie sich 10 Jahre Leid: alle Symptome einer Amalgamvergiftung (damals schwere Depression genannt!, SCheidung, Suizid) gern erspart haette.

Die Fortbildung hakt. Das gebe ich zu. Zahnaerzte muessten eigentlich permanent auf dem neusten Stand sein. Als naechstes wird es um Nebenwirkungen von Komposite etc. gehen. Genauso ist es aber auch mit anderen Aerzten: der Endo, der mir sagt, dass ein TSH bis 7 voellig normal ist, die Aerztin, die ein schweres AD ohne Beipackzettel als "voellig harmlos - nehmen sie einfach so viel wie ihnen gut tut" rueber rueckt, die HP, die ohne mit der Wimper zu zucken, 6 Wochen merc. Tropfen in einen Mund mit 14 Amalgamfuellungen gibt, ... offensichtlich wissen sie einfach nicht, was sie da tun. Fuer mich ist das kein Amalgamspezifisches Problem, sondern ein generelles.

Und genau da setzt ja die Eigenverantwortung dann an.

Ich finde den Ansatz, die Bevoelkerung aufzuklaeren, bis schliesslich kein Mensch mehr Amalgam drin haben mag, am erfolgsversprechendsten und dieser Ansatz beruht wieder auf EIgenverantwortung.

Eigenverantwortung bei Amalgambelastung

Malve ist offline
Moderatorin
Beiträge: 22.783
Seit: 26.04.04
In diesem Zusammenhang fällt mir ein Beispiel von "Eigenverantwortung des Patienten" ein:

Mein Zahnarzt verarbeitet eigentlich kein Amalgam mehr in seiner Praxis. Auf gezielte Nachfrage meinerseits wurde mir jedoch gesagt, dass es Patienten gibt, die darauf bestehen, mit Amalgam versorgt zu werden. Deshalb habe man dieses Material nicht aus der Paxis verbannt...

Aufklärung in der breiten Bevölkerung scheint immer noch im Argen zu liegen.

Liebe Grüsse,
uma

Eigenverantwortung bei Amalgambelastung

Anne S. ist offline
Beiträge: 4.242
Seit: 28.03.05
Lieber Spooky,

wenn Du unbedingt meinst, Leute die sich für ein Amalgamverbot einsetzen als Fanatiker bezeichnen zu müssen, dann mach das eben, wenn es Dir gut tut.

In meinen Augen vertrittst Du genau die "scheinheilige Seriosität", mit der auch die Amalgamverbreiter ihre Seriosität zur Schau stellen.

Warum kommen eigentlich die meisten Menschen hier ins Forum, dass wir den sogenannten "Entscheidungsträgern".......die ja auch wirklich alles richtig machen ,
die Entscheidungen über unseren Körper alle überlassen?

Du besitzt anscheinend die Kompetenz, dich über alle hier zu erheben und zu urteilen wer seriös ist und wer nicht, das finde ich jetzt allerdings ziemlich beleidigend.

Von Dr. Erich Fechner gibt es so einen schönen Satz,

Der Staatsbürger ist in einem freiheitlichen Staate gewissermaßen die letzte Instanz, die beim Versagen des Staatsapparates berufen ist, in die Bresche zu springen und Aufgaben, die vom Staat nicht bewältigt werden, selber wahrzunehmen.
Wirtschaftliche Interessen und das Recht der freien Meinungsäusserung

Ich nehme mir jedenfalls das Recht heraus, die "Entscheidungsträger" eines besseren zu belehren und würde mir wünschen, das würden viel mehr tun, damit sich etwas ändert.

Ich denke keine Revolution für die Gerechtigkeit hätte in der Geschichte gefruchtet, wenn die Menschen weiter katzenbuckelnd der Seriosität der Oberen vertraut hätten.
Mit deinem Beispiel vom KFZ - Mechaniker belegst Du doch genau, wogegen sich die meisten hier wehren, dass nur die "Spezialisten" alles wissen und die Patienten blöd sind.

Für mich ist das Thema hier jedenfalls zu Ende, ich habe meine Meinung geschrieben und da kann jeder drüber denken wie er lustig ist.

Liebe Grüße
Anne S.
__________________
Den Herrn stets ernst zu nehmen, das ist Weisheit. Und alles Unrecht meiden, das ist Einsicht.

Eigenverantwortung bei Amalgambelastung

han ist offline
han
Beiträge: 276
Seit: 06.11.09
Zitat von Zitrone Beitrag anzeigen
Zahnaerzte damals wurden doch genauso belogen wie wir oder glaubst du, dass im Studium behandelt wurde, wie schaedlich Amalgam ist? Bis heute gibt es zahlreiche Studien, die angeblich belegen, dass Amalgam harmlos ist. Mein Zahnarzt hat sich ganz sicher nicht bewusst selbst vergiftet (und seine Patienten dazu). Ich denk mal, dass seine Frau sich auch wuenschte, dass sie sich 10 Jahre Leid: alle Symptome einer Amalgamvergiftung (damals schwere Depression genannt!, SCheidung, Suizid) gern erspart haette.

Die Fortbildung hakt. Das gebe ich zu. Zahnaerzte muessten eigentlich permanent auf dem neusten Stand sein. Als naechstes wird es um Nebenwirkungen von Komposite etc. gehen. Genauso ist es aber auch mit anderen Aerzten: der Endo, der mir sagt, dass ein TSH bis 7 voellig normal ist, die Aerztin, die ein schweres AD ohne Beipackzettel als "voellig harmlos - nehmen sie einfach so viel wie ihnen gut tut" rueber rueckt, die HP, die ohne mit der Wimper zu zucken, 6 Wochen merc. Tropfen in einen Mund mit 14 Amalgamfuellungen gibt, ... offensichtlich wissen sie einfach nicht, was sie da tun. Fuer mich ist das kein Amalgamspezifisches Problem, sondern ein generelles.

Und genau da setzt ja die Eigenverantwortung dann an.

Ich finde den Ansatz, die Bevoelkerung aufzuklaeren, bis schliesslich kein Mensch mehr Amalgam drin haben mag, am erfolgsversprechendsten und dieser Ansatz beruht wieder auf EIgenverantwortung.
Das mit der Eigenverantwortung ist so eine Sache.
Wie du schreibst sind ja sogar Ärzte unzureichend informiert. Wie soll da ein Patient mit seinen wenigen Kenntnissen im medizinischen Bereich Verantwortung übernehmen können?
Nein zu sagen zu den verschriebenen Medikamenten hat für den Patienten die Folge, das der Arzt dann sagt sie befolgen meine Anweisungen nicht. Als Patient stehst du dann dumm da mit der Verantwortung, die du tragen sollst. Der Arzt hat die Verantwortung in einem größeren Ausmaß zu tragen als ein Patient. Er ist derjenige, der studiert hat und sich auch Weiterbilden müßte. Tut er dies nicht stellt er grundsätzlich eine Gefahr für seine Patienten dar. Der ganze Ansatz in der medizinischen Versorgung müßte neu überdacht werden. Eine Diagnose kann nur erfolgen wenn ein Arzt Zeit hat die gesamten Beschwerden eines Patienten zu erfassen und diese auszuwerten (Wissen vorausgesetzt). Gerade für ein ärztliches Gespräch stellt die Krankenkasse aber nur einen sehr geringen Betrag zur Verfügung. Die Zeit für die Auswertung kann im Prinzip gar nicht abgerechnet werden. Wie kann man sich dann darüber wundern, dass die Kosten für die Verschreibung von Medikamenten so hoch sind.

Eigenverantwortung bei Amalgambelastung

Zitrone ist offline
Beiträge: 1.030
Seit: 12.10.09
@han: da hast du recht. Und das aergert mich auch. Und nur auf Zeitmangel (mir ist klar, dass Aerzte Zeitmangel haben - haben selbst welche ind er groesseren Familie, die eh schon kaum zuhaus noch sind: dennoch: man kann nicht alles darauf schieben).

@anne: Es werden lediglich Leute mit bestimmten fanatischen Aufklaerungstaktiken als solche bezeichnet (nicht alle Amalgamgegner). Ich finde es etwas grenzwertig, user hier im Forum mit Amalgamverbreitern zu vergleichen. Genauso finde ich es unpassend, die 3. Reich-Diskussion hier anzubringen (oder vorher kamst du mit dem Beispiel eines ermordeten Kindes). Mir wird ganz anders bei solchen Argumentationsweisen.

UND: mit BE-lehren kommt man nicht sehr weit. Ich weiss nicht, ob das in deiner Welt so funktioniert, aber wenn ein "angenommer" Laie einem "angenommenen" Experten von etwas fachlichem ueberzeugen will: dann muss man verdammt serioes auftreten und sachlich argumentieren, sonst kommt man keinen Deut voran. Zumindest das hab ich bei meiner Aerzterennerei schnell gelernt. Ueberzogene Emotionen (Wut, enttaeuschte oder verzweifelte Heulerei, Hypothesen, Verweise auf Inet Foren oder aehnliches machen einen bestenfalls zur Lachnummer in der Arztpraxis, schlimmstenfalls zum Psychofall). Da muss man leider anders vorgehen.

Ansonsten weiss ich nicht, was du willst: wir ziehen im Grunde alle an einem Strang, sind alle stinkesauer, dass es Amalgam ueberhaupt noch gibt: nur gehen wir offensichtlich alle etwas anders damit um und die Art der Aufklaerung wird offensichtlich auch von jedem etwas anders durchgefuehrt.

Amalgam & Persönlichkeitsentwicklung

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
Zitat von Louis Lewin Beitrag anzeigen
Im diesen Zustand harren beide Seiten aus, denn die Verantwortlichen interessiert es nicht die Bohne, wie du über sie denkst, weil du für sie Vieh bist. Die Superstars in dieser Welt wirst du nie im Fernsehen sehen und die werden dir auch nie zeigen, wie schön sie singen können.

Louis Lewin
Genauso sieht´s leider aus!

Zitat von Anne S. Beitrag anzeigen
Und ich bin eben der Meinung, diejenigen die heute noch für eine Verwendung von Amalgam eintreten, gehören bestraft, dass sind die Täter und machen aus anderen Menschen Opfer.
Das ist nun mal Tatsache, dass kann man drehen und wenden wie man es auch viel.
Und ich lasse mir auch nicht überstülpen, kein Opfer zu sein, bloß damit es keine Täter gibt.
Für mich ist "Opfer" sein nicht negativ belastet, sondern das "Täter" sein.
Absolute Zustimmung von meiner Seite!

Gruß
Rübe
__________________
Der Gesunde hat viele Wünsche, der Kranke/Vergiftete nur einen!

Eigenverantwortung bei Amalgambelastung

han ist offline
han
Beiträge: 276
Seit: 06.11.09
Zitat von Zitrone Beitrag anzeigen

UND: mit BE-lehren kommt man nicht sehr weit. Ich weiss nicht, ob das in deiner Welt so funktioniert, aber wenn ein "angenommer" Laie einem "angenommenen" Experten von etwas fachlichem ueberzeugen will: dann muss man verdammt serioes auftreten und sachlich argumentieren, sonst kommt man keinen Deut voran. Zumindest das hab ich bei meiner Aerzterennerei schnell gelernt. Ueberzogene Emotionen (Wut, enttaeuschte oder verzweifelte Heulerei, Hypothesen, Verweise auf Inet Foren oder aehnliches machen einen bestenfalls zur Lachnummer in der Arztpraxis, schlimmstenfalls zum Psychofall). Da muss man leider anders vorgehen.
Eine Metallbelastung wirkt sich ja vielfältig gesundheitlich aus - auch in der Denkfähigkeit und zum Beispiel dem Antrieb.
Wie soll eine solch belastete Person dies so optimal bewältigen können. Meiner Ansicht nach ist es für Personen mit einer solchen Vergiftung schwierig überhaupt etwas zu unternehmen. Geschweige denn gegen den Widerstand eines Arztes seine Meinung zu vertreten.
Hier im forum habe ich mal irgendwas gesehen über die Persönlichkeit von Menschen mit Amalgamvergiftungen. Eine akute Vergiftung ist eher selten, meist ist dies ein chronischer Prozess. Es ist ja dadurch auch schwierig überhaupt auf eine Vergiftung durch Amalgam zu kommen.

Eigenverantwortung bei Amalgambelastung

Spooky ist offline
Beiträge: 2.108
Seit: 13.12.06
Zitat von Zitrone Beitrag anzeigen
@han: da hast du recht. Und das aergert mich auch. Und nur auf Zeitmangel (mir ist klar, dass Aerzte Zeitmangel haben - haben selbst welche ind er groesseren Familie, die eh schon kaum zuhaus noch sind: dennoch: man kann nicht alles darauf schieben).

@anne: Es werden lediglich Leute mit bestimmten fanatischen Aufklaerungstaktiken als solche bezeichnet (nicht alle Amalgamgegner). Ich finde es etwas grenzwertig, user hier im Forum mit Amalgamverbreitern zu vergleichen. Genauso finde ich es unpassend, die 3. Reich-Diskussion hier anzubringen (oder vorher kamst du mit dem Beispiel eines ermordeten Kindes). Mir wird ganz anders bei solchen Argumentationsweisen.

UND: mit BE-lehren kommt man nicht sehr weit. Ich weiss nicht, ob das in deiner Welt so funktioniert, aber wenn ein "angenommer" Laie einem "angenommenen" Experten von etwas fachlichem ueberzeugen will: dann muss man verdammt serioes auftreten und sachlich argumentieren, sonst kommt man keinen Deut voran. Zumindest das hab ich bei meiner Aerzterennerei schnell gelernt. Ueberzogene Emotionen (Wut, enttaeuschte oder verzweifelte Heulerei, Hypothesen, Verweise auf Inet Foren oder aehnliches machen einen bestenfalls zur Lachnummer in der Arztpraxis, schlimmstenfalls zum Psychofall). Da muss man leider anders vorgehen.

Ansonsten weiss ich nicht, was du willst: wir ziehen im Grunde alle an einem Strang, sind alle stinkesauer, dass es Amalgam ueberhaupt noch gibt: nur gehen wir offensichtlich alle etwas anders damit um und die Art der Aufklaerung wird offensichtlich auch von jedem etwas anders durchgefuehrt.
Hallo Zitrone,

das wollte ich eigentlich damit zum Ausdruck bringen. Mehr sage ich dazu nicht. Ich brauche diesen emotional geführten Hick-Hack nicht um mein Ego aufzuwerten oder Zuspruch zu bekommen.

Ich wollte anfänglich über das wie diskutieren nicht ob es überhaupt Sinn macht.

Egal!

Gruß
Spooky

Eigenverantwortung bei Amalgambelastung

Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Ein englischer Artikel zum Thema: Interview: 'WHO can hardly ignore the decision to negotiate a mercury treaty' | Dental Tribune International

Die WHO scheint also auch Amalgam langsam vom Markt verschwinden lassen zu wollen (bloß nicht schnell, das könnte ja auffallen).

Angeblich sind die Herstellungskosten von gewissen alternativen Füllmaterialien sogar niedriger als die von Amalgam wenn sie lokal hergestellt werden (was in manchen Entwicklungsländern auch geschieht). Die ewige Begründung, Amalgam wäre billiger scheint also nicht unbedingt wahr zu sein.

Die Fortbildung hakt. Das gebe ich zu. Zahnaerzte muessten eigentlich permanent auf dem neusten Stand sein. Als naechstes wird es um Nebenwirkungen von Komposite etc. gehen. Genauso ist es aber auch mit anderen Aerzten: der Endo, der mir sagt, dass ein TSH bis 7 voellig normal ist, die Aerztin, die ein schweres AD ohne Beipackzettel als "voellig harmlos - nehmen sie einfach so viel wie ihnen gut tut" rueber rueckt, die HP, die ohne mit der Wimper zu zucken, 6 Wochen merc. Tropfen in einen Mund mit 14 Amalgamfuellungen gibt, ... offensichtlich wissen sie einfach nicht, was sie da tun. Fuer mich ist das kein Amalgamspezifisches Problem, sondern ein generelles.
Naja, Amalgam gehört zum Problemkreis Umweltverschmutzung. Letztlich geht es darum anzuerkennen wie nicht wenige Errungenschaften unserer Zivilisation schädliche Auswirkungen auf uns selbst und die Umwelt haben. Und das ist nicht leicht. Wir sind anscheinend, trotz mancher Fortschritte, noch nicht so weit. In gewissen Sinne ist das die hässliche Kehrseite unserer Gesellschaft, die niemand gerne anschaut - es sei denn, man wird durch tragische Ereignisse dazu gezwungen.

Ich würde es sogar Wahnsinn nennen, der nicht als solcher erkannt wird weil diese Verhaltensweise die vorherrschende ist.

Geändert von Stengel (18.01.10 um 22:06 Uhr)


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