Frage an Stengel: Quecksilber als Auslöser von Autoimmunerkrankungen

15.07.09 20:59 #1
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Frage an Stengel: Quecksilber als Auslöser von Autoimmunerkrankungen

Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Ich finde es nur irreführend und täuschend wenn Ärzte von einem "genetischem Fehler" bei Quecksilberempfindlichkeit sprechen. Das erscheint mir wie ein plumper Versuch Quecksilberverwendung und Umweltverschmutzung in unserer Gesellschaft zu rechtfertigen. Manche Leute sind empfindlicher, aber es ist kein "Genfehler". Der Mensch ist schlicht und einfach nicht dafür gemacht diesem Giftstoff ausgesetzt zu sein.

Die wirklich schlechten Gene sind schon längst in der Evolution ausgestorben. Der Grund für all diese chronisch-degenerativen Krankheiten, psychischen Störungen und Autoimmunität sollte als allererstes in der Umwelt und Schadstoffen gesucht werden. Das sind alles Zivilisationskrankheiten und kommen mehr oder weniger garnicht in anderen Bereichen der Welt vor.

Geändert von Stengel (12.08.09 um 15:01 Uhr)

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Oder beides.Sprich jemand hat gleichzeitig Gene, die zur Entstehung einer Autoimmunerkrankung beitragen (bei Hashimoto spielt übrigens Jodexzesse eine große Rolle) und zur Entstehung von Entzündungen aufgrunde einer Sensibilisierung auf Quecksilber.Bzw. vielleicht aktiviert die Sensibilisierung auf Quecksilber die Gene für Autoimmunerkrankungen?
Es ist für viele einfach zu traumatisch zu akzeptieren dass solche Schildrüsenerkrankungen Menschengemacht sind oft sogar von den Ärzten selbst und vom Gesundheitswesen und nicht einfach genetisch.

Echte genetische Erkrankungen sind sehr selten da diese schnell aussterben, Defekte Gene überleben nun mal nicht gut. Nur ein gesunder Körper kann den Überlebenskampf den es in den frühen Jahren der Menscheit gab überstehen.

Geändert von dmps123 (12.08.09 um 15:04 Uhr)

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Carrie ist offline
Beiträge: 3.747
Seit: 21.05.06
Ich meine gelesen zu haben, dass sogar die Ernährung die Gene beeinflussen kann. Gen"fehler" haben meiner Meinung nach meistens eine Ursache.
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Liebe Grüße Carrie

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Borrelia ist offline
Beiträge: 2.407
Seit: 31.07.08
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
Echte genetische Erkrankungen sind sehr selten da diese schnell aussterben, Defekte Gene überleben nun mal nicht gut.
Das wäre ja nur so,wenn Menschen mit Genen, die Autoimmunerkrankungen oder eine Quecksilber-Sensibilisierung fördern (z.B.), keine Kinder bekommen können.Leider (oder doch zum Glück!) können solche Menschen wohl Kinder bekommen (bin das beste Beispiel dafür:habe Hashimoto und 2 Kinder !) und diese Gene an sie weiter geben können.So finden sich Familien, wo solche AIs vermehrt auftreten.

Nichtsdestotrotz sind es nur Gene, die die Entstehung von Krankheiten fördern können, aber nicht müssen.Umwelteinflüsse wie Jodexzess und/oder Quecksilber-Sensibilisierung können die Entstehung solcher Krankheit bei genetisch prädisposierten Menschen anscheinend triggern.

A propos Quecksilber:man muß zwischen "Vergiftung" und "Sensibilisierung" unterscheiden!Sensibilisierung bedeutet m.E. nicht, daß hohe Quecksilbermengen (Vergiftung) im Körper durch Amalgamplomben freigesetzt werden, sondern nur, daß das Immunsytem "allergisch" , d.h. mit Entzündungen , darauf reagiert.Ob das Immunsytem auf Quecksilber so reagiert, scheint genetisch bedingt zu sein.Es gibt schliesslich genug Menschen mit Amalgamplomben, die keinerlei Beschwerden bzw. Entzündungen haben.
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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Das wäre ja nur so,wenn Menschen mit Genen, die Autoimmunerkrankungen oder eine Quecksilber-Sensibilisierung fördern (z.B.), keine Kinder bekommen können.Leider (oder doch zum Glück!) können solche Menschen wohl Kinder bekommen (bin das beste Beispiel dafür:habe Hashimoto und 2 Kinder !) und diese Gene an sie weiter geben können.So finden sich Familien, wo solche AIs vermehrt auftreten.
Ich glaube du hast mich falsch verstanden. Ich habe gemeint dass diese Erkrankungen nicht nur genetisch sein können.

In der heutigen Zeit spielt die natürliche Selektion natürlich keine Rolle mehr. In der Steinzeit war es aber nicht so. Der kranke und schwache ist schnell gestorben und konnte seine (kranken/defekten) Gene nicht mehr weitergeben.

Das wäre ja nur so,wenn Menschen mit Genen, die Autoimmunerkrankungen oder eine Quecksilber-Sensibilisierung fördern (z.B.), keine Kinder bekommen können
Wenn sie leichter vom Tiger gefressen werden können weil sie auf Grund ihrer Erkrankung eingeschränkt sind dann können sie ihre Gene nicht mehr weitergeben.

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IngVollm ist offline
Beiträge: 61
Seit: 07.06.08
Zitat von Stengel Beitrag anzeigen
Ich finde es nur irreführend und täuschend wenn Ärzte von einem "genetischem Fehler" bei Quecksilberempfindlichkeit sprechen. Das erscheint mir wie ein plumper Versuch Quecksilberverwendung und Umweltverschmutzung in unserer Gesellschaft zu rechtfertigen. Manche Leute sind empfindlicher, aber es ist kein "Genfehler". Der Mensch ist schlicht und einfach nicht dafür gemacht diesem Giftstoff ausgesetzt zu sein.

Die wirklich schlechten Gene sind schon längst in der Evolution ausgestorben. Der Grund für all diese chronisch-degenerativen Krankheiten, psychischen Störungen und Autoimmunität sollte als allererstes in der Umwelt und Schadstoffen gesucht werden. Das sind alles Zivilisationskrankheiten und kommen mehr oder weniger garnicht in anderen Bereichen der Welt vor.
Hallo Stengel,

ich kann Dir zu 100% zustimmen. Hinzufügen möchte ich, das nach meiner These, Auslöser der Autoimmunerkrankung das Ungleichgewicht zwischen oxidativen Stoffen und den antioxidativen Kräften ist. Früher waren AIs aus dem rheumatischen Formenkreis Krankheiten alter Leute. Im Alter lässt die körpereigene Herstellung von Enzymen wie z.B. Superoxiddismutase (SOD) nach und so haben freie Radikale nicht mehr mit so grosser Gegenwehr zu tun. Der Nährstoffgehalt der Lebensmittel war höher und die Umweltgifte nocht nicht so verbreitet. Heutzutage ist es umgekehrt, der Nährstoffgehalt ist geringer und die Umweltgifte stärker. Die Zellen können nicht mehr ausreichend vor oxidativem Stress geschützt werden und durch das Freiwerden von Antigenen aus den Mitochondrien greift das Immunsystem die eigenen Proteine an. Entzündungen entstehen und mit der Zeit ein degenerativer Prozess. Damit beginnt auch ein Teufelskreis, Entzündungen und Medikamente rauben dem Körper wichtige Stoffe wie z.B. Selen, Zink, Vitamin E usw.. Das bedeutet, man hat noch mehr Bedarf an Stoffen, die vorher schon ungenügend vorhanden waren. Ich habe zwar ohne Entgiftung meine Autoimmunerkrankungen im Griff, denke aber, das eine vorherige Entgiftung absolut Sinn macht, wenn es denn die Ursache für die schwache antioxidative Abwehr ist.

LG
Inge

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Borrelia ist offline
Beiträge: 2.407
Seit: 31.07.08
Zitat von dmps123 Beitrag anzeigen
In der heutigen Zeit spielt die natürliche Selektion natürlich keine Rolle mehr. In der Steinzeit war es aber nicht so. Der kranke und schwache ist schnell gestorben und konnte seine (kranken/defekten) Gene nicht mehr weitergeben.
Wenn es so gewesen wäre, dann wären also bereits alle Menschen mit "kranken" Genen verstorben!Leider ist es eine Tatsache, daß es heutzutage viele Menschen mit solchen Genen gibt.

Da genetisch bedingte Krankheit nicht immer gleich nach der Geburt ausbrechen, sondern sehr oft erst nach mehreren Jahrzehnten (Hashimoto bricht oft erst in den Wechseljahren aus oder erst nach der Entbindung-Zöliakie, Rheuma können auch erst nach 40-50 Jahren ausbrechen),können die Betroffenen vor der Erkrankung Kinder bekommen und ihnen die Gene weiter vererben.

Außerdem kann man sehr wohl mit Hashimoto, Rheuma, anderen AIs oder einer Quecksilber-Sensibilisierung nach Ausbruch der Krankheit Kinder bekommen!

So klug ist die Natur auch wieder nicht!
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Phil2k ist offline
Beiträge: 923
Seit: 28.10.08
Zitat von Borrelia Beitrag anzeigen
Wenn es so gewesen wäre, dann wären also bereits alle Menschen mit "kranken" Genen verstorben!Leider ist es eine Tatsache, daß es heutzutage viele Menschen mit solchen Genen gibt.

Da genetisch bedingte Krankheit nicht immer gleich nach der Geburt ausbrechen, sondern sehr oft erst nach mehreren Jahrzehnten (Hashimoto bricht oft erst in den Wechseljahren aus oder erst nach der Entbindung-Zöliakie, Rheuma können auch erst nach 40-50 Jahren ausbrechen),können die Betroffenen vor der Erkrankung Kinder bekommen und ihnen die Gene weiter vererben.

Außerdem kann man sehr wohl mit Hashimoto, Rheuma, anderen AIs oder einer Quecksilber-Sensibilisierung nach Ausbruch der Krankheit Kinder bekommen!

So klug ist die Natur auch wieder nicht!
Aber warum bist du dir sicher,dass der Ursprung genetisch bedingter Erkrankungen wirklich nur in den Genen zu suchen ist? Ich würde den Faktor Umweltbedingungen zum Beispiel vor genetischer Veränderung stellen. So wird beschrieben,dass Quecksilber die DNA Verändern kann. Auch hochfrequente Strahlung kann zu Strangbrüchen führen. Auch die familäre Häufung ist zu erklären. So haben Familien oftmals die gleichen Lebensbedingungen. Das heisst,dass zum Beispiel viel Süßes gegessen wird und daraus natürlich auch gehäufter Karies resultieren kann.
Ebenfalls werden auch Schwermetalle bei der Geburt "vererbt".
Anders geschrieben,einen objektiven Hinweis,ob und in wie fern genetische Veränderungen wirklich festgelegt sind,kannst du nicht erbringen,da die Probanden eben schon diesen Einflüsssen ausgesetzt sind. Ich möchte dich auch fragen,in wie weit man bereits von einer genetischen Disposition sprechen kann,wenn es doch nachweislich erst einen oder mehrere umweltbedingte Trigger geben muss? Das Beispiel Hashimoto hast du ja schon gebracht (Jod,Quecksilber). Hier muss klar unterschieden werden,zwischen genetischen Krankheiten,die vordefiniert sind und zwangsweise ausbrechen müssen und Krankheiten,die keinesfalls ausbrechen müssen,wenn gewisse Voraussetzungen gar nicht erfüllt werden. Du siehst jedoch schon am Beispiel Hashimoto,dass selbst beim letzen Fall der Körper eine gewisse,individuelle Pufferkapazität haben muss. Von daher würde ich Hashimoto nicht zu den evolutionären Selektionsprozessen zählen.
Natürlich mag es genetische Vererbungen geben,ich sehe deren Anzahl aber nicht ganz so hoch an,wie uns die Schulmedizin suggerieren möchte.
Hämochromatose mag hier beispielsweise eine vererbliche Ausnahme sein,denn ein erhöhter Eisenvorrat war in der Urzeit tatsächlich von Vorteil. Das gleiche gilt übrigens auch für die heterozygote Thalassämie,die vor Malarie schützt. Ein genetischer Vorteil,der allerdings durch den Nachteil einer möglichen homozygoten Ausprägung des Nachwuchses bei Paarung eingeschränkt wird. Diese "Krankheiten" sind im Sinne der Evolution also aus meiner Sicht gar nicht als Krankheiten zu bezeichnen,im Falle von Hämochromatose höchstens überholt und nicht mehr in die Zeit passend.
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Der Mann der Wissenschaft muss ständig bemüht sein,an seinen eigenen Wahrheiten zu zweifeln

Geändert von Phil2k (13.08.09 um 16:31 Uhr)

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Stengel ist offline
Beiträge: 1.482
Seit: 07.04.09
Hier mal ein Stoff zum nachdenken: Depressionsgene gibt es nicht da sie in der Steinzeit ausgestorben sind. Ein depressive Höhlenmensch hätte nicht überleben können.

Was es vermutlich gibt, dass sind Gene die empfindlich auf bestimmte Stoffe in der Umwelt machen. Warum sollte ein Höhenmensch quecksilberresistent sein wenn es damals nur in winzigsten Mengen vorgekommen ist?

Und was heuttzutage passiert ist folgendes (so ungefähr um ein Beispiel zu bringen): man stellt fest, Menschen mit Depression haben gehäuft dieses und jenes Gen. Dann nennt man dieses Gen das Depressionsgen. In Wahrheit ist das möglicherweise nur ein Gen dass sich in einer stärkeren Empfindlichkeit gegenüber den Schadstoffen die es in der Steinzeit nie gegeben hat, ausdrückt.

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Phil2k ist offline
Beiträge: 923
Seit: 28.10.08
Zitat von Stengel Beitrag anzeigen
Hier mal ein Stoff zum nachdenken: Depressionsgene gibt es nicht da sie in der Steinzeit ausgestorben sind. Ein depressive Höhlenmensch hätte nicht überleben können.

Was es vermutlich gibt, dass sind Gene die empfindlich auf bestimmte Stoffe in der Umwelt machen. Warum sollte ein Höhenmensch quecksilberresistent sein wenn es damals nur in winzigsten Mengen vorgekommen ist?

Und was heuttzutage passiert ist folgendes (so ungefähr um ein Beispiel zu bringen): man stellt fest, Menschen mit Depression haben gehäuft dieses und jenes Gen. Dann nennt man dieses Gen das Depressionsgen. In Wahrheit ist das möglicherweise nur ein Gen dass sich in einer stärkeren Empfindlichkeit gegenüber den Schadstoffen die es in der Steinzeit nie gegeben hat, ausdrückt.
Das ist m.E. korrekt. So werden genetische Dispositionen tatsächlich isoliert. Gibt es bei einer spezifischen Krankheit eine Häufung eines speziellen Gens,so kann dieses Gen für die Krankheit verantwortlich gemacht werden. Oft werden auch ganze Gensequenzen beschrieben. Allerdings sagt dies nur etwas über die mögliche Korrelation aus. Korrelation ist jedoch ungleich der Kausalität.
Weiteres Problem. Bei vielen "genetischen" Krankheiten wird niemals ein Gentest gemacht. So habe ich beispielsweise noch nie gehört,dass beispielsweise bei Haarausfall oder Hashimoto ein Gentest gemacht wurde. Das heisst,die Aussage beschränkt sich alleine aufs Auftreten bzw. Laborparameter,die mit vielen umweltbedingten Faktoren korrelieren. (Beispiel: TPO-AK und Quecksilber bzw. Selen) und vorhergegangenen Studien,die mit einer bestimmten Menge Probanden gemacht wurden. So können nur Wahrscheinlichkeiten beschrieben werden.
Auch die Beschreibung der androgenetischen Haarausfallmuster sind zwar spezifisch dargestellt,treten aber ebenso und gleich auf,wenn ein Spannungshaarausfall diagnostiziert wird und die Durchblutung/Nährstoffversorgung eingeschränkt ist. Das heisst,dass die Kausalität ebenso in der mangelnden Durchblutung und der Platzierung der Äderchen zu suchen ist.
Meines Erachtens kann es damit keinen Indikator für männlichen Haarausfall geben,da eine Minderdurchblutung und Nährstoffmangel bei Umweltbelastung sehr häufig beschrieben wird.
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Geändert von Phil2k (13.08.09 um 14:26 Uhr)


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