Fragen zu mir und Amalgam

12.08.08 22:06 #1
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Fragen zu mir und Amalgam

margie ist offline
Beiträge: 4.787
Seit: 02.01.05
Hallo Binnie,


Zitat v. Binnie:
U.v.a. nicht jeder der vom Amalgam krank geworden ist, hat Morbus Wilson!
Das ist richtig, es genügt für eine Ausscheidungsstörung für manche Schwermetalle aber schon, dass man Überträger für die Eisen- oder die Kupferspeicherkrankheit ist.
Da jeder 10. Mensch Überträger der Eisenspeicherkrankheit ist und mind. jeder 80. Mensch (es gibt auch Aussagen, wonach es mehr sind) Überträger der Kupferspeicherkrankheit ist, gibt es m. E. sehr viele Menschen, die aufgrund dieser Ausscheidungsstörung lebenslang Probleme mit der Ausscheidung von (einigen) Schwermetallen haben. Aber, wie ich oben schon schrieb, ist das ein Problem dieses angeborenen Gendefektes.

Ich weiß, diese (leidige) Diskussion wurde schon öfters geführt und ich wollte eigentlich diese auch nicht wieder neu entfachen. Aber durch verschiedene Fragen kommt man immer wieder auf dieses Thema....

Gruß
margie
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Binnie
Hallo Margie,

was mich bei Deinen Beiträgen nur immer wieder stört ist, dass Du die Auswirkungen des Quecksilbers versuchst zu verharmlosen, weil Dir entweder nicht bewusst ist, was diese sind, oder weil Du die Zusammenhänge nicht kennst, keine Ahnung.

Jedenfalls ist der Vergleich von Quecksilber mit für den Körper wichtigen Spurenelementen, wie auch Kupfer ein solches ist, für mich ein "medizinischer Faux-Pas" ohne gleichen.

Klar, für die wenigen, die von der Kupferspeicherkrankheit betroffen sind, stellt Kupfer natürlich gleichzeitig auch ein Problem dar! Aber Deine Vergleiche zwischen Quecksilber und Kupfer, mit den Grenzwerten usw., sind schlichtweg falsch!

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margie ist offline
Beiträge: 4.787
Seit: 02.01.05
Hallo Binnie,

ich habe nicht gesagt, dass die Giftigkeit von Quecksilber und Kupfer absolut identisch ist, also dass 1 µg Quecksilber genauso giftig ist wie 1 µg Kupfer.
Was ich mal angesprochen habe ist die Frage, ob es wirklich so ist, dass 1 µg Quecksilber so giftig sind wie 10µg Kupfer (Daunderer sieht den Grenzwert für Kupfer bei 500 µg/g Krea und den für Quecksilber bei 50 µg/g Krea, Unterschied also um das Zehnfache und andere Labore setzen den Grenzwert für Kupfer gar noch höher).


Ich glaube, dass weder Daunderer noch ein anderer genau sagen kann, ob nun 1µg Quecksilber und z. B. 3 µg Kupfer nicht genauso giftig sind, also ob der Faktor nun 1:3 oder 1:5 oder 1:10 ist.
Ich hatte ja auch mal den Dimaval-Test gemacht und hatte (1996) einen gar nicht sooo hohen Kupferwert, obwohl ich M. Wilson habe.
Ich folgere daraus, dass man schon bei nur leicht auffälligem Kupfer an M. Wilson denken sollte.
Dass sicher nicht jeder M. Wilson hat, der viel Kupfer hat, davon gehe sogar ich aus. (außerdem gibt es für erhöhtes Kupfer noch andere Krankheiten wie z. B. Cholestase, andere Leberkrankheiten, Pilleeinnahme bei Frauen, etc. etc).

Man muss auch bedenken, dass diese Urintests keine absolut zuverlässigen Werte ausweisen können. Die einen nehmen bei dem Test eine Ampulle DMPS, die anderen 2 Ampullen, wieder andere nehmen 3 Kapseln Dimaval und wieder andere 6 Kapseln...die Ergebnissse müssen dann auch unterschiedlich ausfallen und die Normwerte müssten dann immer auf die Dosis des DMPS angepasst werden, was ja auch nicht geschieht. Denn mit einer Ampulle DMPS scheide ich deutlich weniger Schwermetall aus wie mit 2 Ampullen. Auch kommt es noch darauf an, nach welcher Zeit man die Urinprobe nimmt. Die einen warten eine halbe Stunde, andere eine ganze, zwei oder gar 4 Stunden, auch dies wirkt sich auf die Werte aus.

Dass Quecksilber und vor allem auch Zinn giftig sind, ist ganz klar. Die Frage, die sich mir stellt, ist, ob der Grund für die gesundheitlichen Probleme, die manche damit haben, eben nicht tiefer liegt (ich meine damit einen evtl. Gendefekt auf die Speicherkrankheiten, d. h. Überträgereigenschaft für diese).



Gruß
margie
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Puistola ist offline
Beiträge: 983
Seit: 06.08.08
Zitat von Alanis Beitrag anzeigen
quecksilber macht verzagt und ängstlich.
Liebe Alanis, ich kenne diese Verzagtheit mehr als gut gut; Da muss ich mich nicht einlesen. Ich kenne auch das Quälende dieser Art von "Trost", die ich in Ruedis Posting glaube zu erkennen: Hinter diesem meist gutgemeinten Schubsen steht die Erwartung, dass man sich mit ein Bisschen gutem Willen zusammenreissen könne, dass alles doch bloss halb so schlimm sei, wenn man es richtig sehe. Das ist entwürdigend für den Verzagten, der ja nicht anders kann als verzagt sein, genau wegen der Folgen des Quecksilbers, der MCS oder HWS oder was auch immer. Das ist ja genau der Grund, warum solche Verzagten nicht zum Psychologen gehören. Der verweigert sich dem physischen Hintergrund der Krankheit, die Erniedrigung gipfelt dann in der Diagnose autistischer Tendenz; so mir geschehen. Das wenigstens tut der Schamane nicht, der betrommelt seinen Geldgeber gesamtheitlich ;-)

Hilfe liegt im Aufklären, Verstehen helfen, was mit einem geschehen soll bei einer Therapie. Hilfe liegt im Wissen. Als Illustration dazu diene ein Irrtum, der gestern gleich zweimal auftrat:
Es darf doch nicht sein, dass ein natriumempfindlicher Nierenkranker in Angst vor einer Therapie belassen wird, weil dort Salz verwendet werde, das angewendete Salz aber ein Magnesiumsalz ist. Da hilft nicht Trost und Druck, sondern Aufklärung über die Chemie der Salze. Ja natürlich ist es für den Verzagten auch dann noch schwierig, sich zu entscheiden, doch die Erniedrigung der Unwissenheit und des "sanften" Drucks entfällt.


Noch eine fragende Nebenbemerkung erlaube ich mir zu der Verzagtheit des Hg-Kranken:
Die wird wohl weniger durch das Hg direkt ausgelöst, als durch die vom Hg ausgelöste (oder umgekehrt?) Chemikaliensensitivität. Eine physiologisch zuträgliche Umwelt lindert die psychischen Effekte auch bei Hg-Kranken, ebenso wie bei MCS-,HWS- und anderen Kranken. Diser Umstand fällt bei Betrachtung nach dem eindimensionalen, schulmedizinnahen Ursachen-Wirkungsprinzip gerne unter den Tisch. Da bin ich sehr offen für die gesamtheitliche Sicht der Esotherik.

Puistola

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margie ist offline
Beiträge: 4.787
Seit: 02.01.05
siehe unten
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margie ist offline
Beiträge: 4.787
Seit: 02.01.05
Hallo Puistola,

Hilfe liegt im Aufklären, Verstehen helfen, was mit einem geschehen soll bei einer Therapie. Hilfe liegt im Wissen. Als Illustration dazu diene ein Irrtum, der gestern gleich zweimal auftrat:
Es darf doch nicht sein, dass ein natriumempfindlicher Nierenkranker in Angst vor einer Therapie belassen wird, weil dort Salz verwendet werde, das angewendete Salz aber ein Magnesiumsalz ist. Da hilft nicht Trost und Druck, sondern Aufklärung über die Chemie der Salze.
aber auch Magnesiumsulfat (Bittersalz) hat enorme Nebenwirkungen und erst Recht in höherer Dosierung.
Hier ein Link dazu:
Magnesiumsulfat - Nebenwirkungen - unerwünschte Wirkung - ellviva

Erhöhung des Blutmagnesiumspiegels und Magnesiumvergiftung mit Reflexausfällen, Herzrhythmusstörungen, Müdigkeit, Atembeschwerden, Muskelschwäche, Lähmungen, Erweiterungen der Blutgefäße, Koma, Verlangsamung des Herzschlags, Herzüberleitungsstörungen, Verlangsamung der Atemtätigkeit; Blutdrucksenkung, Erbrechen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Wärmegefühl, Gesichtsrötung, Schwindel, Unruhezustände, Breistühle, Durchfall, Erregung, Schwitzen, Schläfrigkeit, Störungen des Wasser-Elektrolyt-Haushalts, insbesondere Kaliumverlust, Herzfunktionsstörungen, Blähungen, Bauchkrämpfe, Stuhlinkontinenz, Darmträgheit, Kotsteinbildung.
Also ich würde behaupten, diese Liste ist nicht "ohne". Ja, ich finde darin auch den Kaliumverlust, den man auch bei anderen Salzen bekommt und der so gefährlich sein kann...

In anderen Fundstellen wird davor gewarnt, wenn man keine gesunden Nieren hat.

Gruß
margie
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Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
Zitat von Puistola Beitrag anzeigen
Hinter diesem meist gutgemeinten Schubsen steht die Erwartung, dass man sich mit ein Bisschen gutem Willen zusammenreissen könne, dass alles doch bloss halb so schlimm sei, wenn man es richtig sehe.
puis, ich weiß was du meinst, auch ich bin kein freund der ar***tritt-methode. ich denke aber auch nicht, dass Ruedi das so gemeint hat. möglicherweise hat sein posting nur eine assoziation bei dir ausgelöst, sowas kommt ja gerne vor, wenn man schlechte erfahrungen gemacht hat, ist mir auch schon so gegangen.
ich für meinen teil jedenfalls spreche von ermunterung und aufmunterung, nicht schubsen. dazwischen ist ein signifikanter unterschied, der den verzagten auch in keinster weise entwürdigt. im gegenteil. jeder hier kennt das problem (behaupte ich jetzt mal), zumindest jeder von den amalgamis. jeder amalgami braucht trost und zuspruch und das gefühl, mit seinen beschwerden ernst genommen zu werden, da er das ja von der schulmedizin bisher nicht erfahren hat.

sich psychologisch behandeln zu lassen steht jedem frei. das heißt aber nicht, dass man nicht versuchen sollte, die gründe der psychologischen störung zu hinterfragen. was war zuerst da, das ei oder die henne?
was die aufklärung betrifft, gebe ich dir vollkommen recht. und genau das versuchen wir hier ja auch so gut es eben unter laien geht. allerdings sind die unterschiedlichen meinungen manchmal nur schwer unter einen hut zu bringen, was eben daran liegt, dass es zu wenig einheitliche methoden der behandlung gibt und zu wenig ärzte, die sich ernsthaft mit diesem thema befassen.

Die wird wohl weniger durch das Hg direkt ausgelöst, als durch die vom Hg ausgelöste (oder umgekehrt?) Chemikaliensensitivität. Eine physiologisch zuträgliche Umwelt lindert die psychischen Effekte auch bei Hg-Kranken, ebenso wie bei MCS-,HWS- und anderen Kranken. Diser Umstand fällt bei Betrachtung nach dem eindimensionalen, schulmedizinnahen Ursachen-Wirkungsprinzip gerne unter den Tisch.
natürlich, das ist doch DER grundsatz von dr.mutter z.b. (und auch von daunderer). die vermeidung zusätzlicher chemischer belastung.

Da bin ich sehr offen für die gesamtheitliche Sicht der Esotherik.
ich hab nix gegen einen parallelen besuch beim schamanen. im gegenteil, der kann der seele sehr gut tun. aber manche dinge haben sich im körper so stark manifestiert, die kann man nicht mehr wegtrommeln, die müssen erstmal auf körperlicher ebene beseitigt werden.

Geändert von Alanis (18.08.08 um 11:47 Uhr)

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oli
Kann mir einer mal in kurzen Sätzen erklären, wie man nun genau ein MW diagnostiziert ?

Habe keine Lust die seitenweisen Beiträge durchzuforsten.

Danke, denn dann bin ich persönlich bereit, das mal zu akzeptieren.

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krebsbln ist offline
Themenstarter Beiträge: 63
Seit: 12.08.08

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Puistola ist offline
Beiträge: 983
Seit: 06.08.08
Zitat von Alanis Beitrag anzeigen
puistola, du solltest vielleicht mit der wortklauberei aufhören,
im übrigen sind wir deshalb schon völlig OFF-TOPIC
Alanis, wenn Du ein Anliegen vertrittst, mach das doch so klar, dass sich "Wortklaubereien" erübrigen. Dann musst Du hinterher nicht klagen und der Faden bleibt brav Ontopic.. Auch im Medizinischen wäre mehr Klarheit wünschenswert. Das ist meine Motivation, hier zu sein.

Zurück zum Thema - On Topic:
Ich will nicht Hg "ausleiten", sondern frage mich, ob nach der Amalgam-Sanierung meiner Zähne vor vielen Jahren noch Einwirkungen zurückgeblieben sind. Aufgrund des durchschlagenden Erfolges bei den lokalen Beschwerden (sehr schmerzhafter Lichen Ruber im Kontaktbereich des Amalgams innert weniger Tagen geheilt, nie wieder Aphten) bin ich überzeugt, dass das Quecksilber eine heftige Wirkung auf mich hatte. Ob noch anhaltende Wirkungen für meinen labilen Zustand mitverantwortlich sind, weiss ich nicht, weswegen ich hier beobachte und gelegentlich mitmache.
Bis jetzt habe ich mehr bedenkliches gelesen über die Hg-"Ausleitung" und bin verunsichert bezüglich meiner Selen-Einnahme, zu der ich mir zuvor überhaupt nichts gedacht habe. Der Medizinmann wird's wohl wissen, war meine Haltung. Ich werde das gelesene mit meinem Arzt besprechen. Ich bin froh, hier im Forum auf solche Fragen gestossen zu sein.

Schönen Abend wünscht
Puistola


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