Amalgamstudien

10.04.08 13:18 #1
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Amalgamstudien

Alanis ist offline
Beiträge: 2.343
Seit: 02.03.04
Zitat von Verena Beitrag anzeigen
Dass immer noch Studien darüber veranlasst werden, zeigt ja, dass da noch keine ganz eindeutigen Ergebnisse gab.
tut es das? oder handelt es sich hier lediglich um verschleierung und zeitschinden?
und die länder, die amalgam verboten haben, die sind alle blöd oder was?

und es einfach sang- und klanglos aus dem handel zu ziehen, kann es auch nicht sein. was ist denn mit den ganzen menschen, die krank geworden sind? kranksein ist heutzutage sehr teuer, schon für versicherte. aber wir müssen alles selber zahlen. findest du das fair?

gruß
alanis

Geändert von Alanis (13.04.08 um 15:27 Uhr)

Amalgamstudien

Rübe ist offline
Beiträge: 3.257
Seit: 22.11.07
@Verena: Hier hab ich noch eine ganz interessante Seite gefunden:

www.metallfreier-mund.de/40615.html

Lies Dir auch das erst mal in aller Ruhe durch.

Ach ja, hier natürlich auch noch sehr lesenswert:

Amalgam - Gesundheitspolitische Situation

Gruß
Rübe

Geändert von Rübe (13.04.08 um 14:32 Uhr)

Amalgamstudien

Horst1950 ist offline
Themenstarter Beiträge: 18
Seit: 02.04.08
Mir ist an Sachlichkeit gelegen. Wenn ich das Interview lese, frage ich mich allerdings, wie in Deutschland und der Schweiz ( Zürich) Wissenschaft bezahlt werden. Dafür dann 12 Jahre gebraucht...? Hier das Interview:

Aus:
CSN - Forum - Grte deutsche Amalgam-Studie abgeschlossen

dradio.de
Deutschlandfunk - Forschung Aktuell - Keine klare Empfehlung

FORSCHUNG AKTUELL

04.04.2008 · 16:35 Uhr

Amalgam ist als Zahnfüllung immer noch weitverbreitet. (Bild: AP)

Keine klare Empfehlung

Größte deutsche Amalgam-Studie abgeschlossen

Medizin. - Amalgam, das silbrige Material der Zahnfüllungen ist ins Gerede gekommen, schließlich enthält es das giftige Schwermetall Quecksilber. Ob Amalgam tatsächlich Folgen für die Gesundheit hat, sollte eine umfangreiche Erhebung herausfinden. Zwölf Jahre dauerte sie, Tausende von Menschen wurden befragt und untersucht, in München wurden heute die Ergebnisse vorgestellt. Der Leiter der Studie, Dieter Melchert, Privatdozent für Naturheilkunde am Klinikum rechts der Isar in München, berichtete darüber im Gespräch mit Marieke Degen.


Degen: Herr Melchert, wie schädlich ist Amalgam denn nun wirklich?

Melchert: Ja, ich kann jetzt weder Entwarnung geben, noch kann ich sagen, Amalgam wäre schädlich. Wir haben versucht, die Frage an menschlichen Zelltypen zunächst einmal abzuklären. Inwieweit kleine Dosierungen von Amalgam auf menschliche Zellen wirken. Da haben wir sehr unterschiedliche Ergebnisse gesehen. Bei Blutzellen war hier kaum ein Ergebnis zu erzielen. Bei den Lymphozyten, also Phagozyten, Fresszellen, wenn Sie so wollen, des Blutes, die haben doch empfindlich auf Amalgam reagiert, wenn man die Dosis erhöht hat. Diese Beobachtung bedeutet aber überhaupt nicht, dass das irgendeine Bedeutung letztendlich für den menschlichen Organismus hat.

Degen: Kern Ihrer Studie war ja auch, dass Sie sehr viele Patienten befragt haben. Patienten, die, wie sie dachten, Beschwerden hatten aufgrund von Amalgamfüllungen.

Melchert: Bei diesen Patienten haben wir eine Vielfalt von Symptomen festgestellt, bis ungefähr 300 Einzelsymptome. Es hat sich in erster Linie verdichtet auf Symptome, die man dem Zentralnervensystem zuschreiben darf: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen. Also das ist schon eine überzufällige Häufung an derartigen, allerdings unspezifischen Stresssymptomen, die wir alle in unserer Reizüberflutung heute in Gesellschaften westlicher Art haben.

Degen: Und Sie haben keinen Zusammenhang finden können zwischen den Beschwerden, die Sie gerade beschrieben haben, uns den Amalgamfüllungen?

Melchert: Das ist jetzt eine Studie gewesen, die wir mit 34 Zahnarztpraxen in ganz Deutschland durchgeführt haben, wobei wir knapp 5000 Patienten in diesen Praxen befragt haben. Und wir konnten keine Zusammenhänge zwischen Amalgamfüllungsflächen und den Beschwerden sehen. Das heißt also, man kann nicht sagen, wenn sehr viel Amalgam im Mund ist, das ist kein Wunder, dass Sie krank werden. Diese qualitativen Zusammenhänge sind Unsinn.

Degen: Sie haben ja jetzt erstmals überhaupt untersucht, welchen Nutzen es hat, die Füllungen zu entfernen. Wie sind Sie denn dabei vorgegangen?

Melchert: Wir haben es so gemacht, dass wir bei einer sehr hohen Zahl von Patienten, das waren 1200 Interessierte, so müsste man sagen, haben wir zum Schluss nur 90 Patienten für die Studie gewinnen können, und haben die in drei Gruppen zufällig eingeteilt. Also wir hatten 60, die Amalgam entfernt bekamen, und 30, die wenn Sie so wollen, ein Antistress-Programm, ein Gesundheitsprogramm, bekommen haben und Amalgam nicht entfernt bekamen. Und das Ergebnis war: Alle haben profitiert, also die Leute, die sich Amalgam haben entfernen lassen, als auch die, die einen Stressmanagement-Kurs gemacht haben, hatten eine deutliche Verringerung ihrer Beschwerden bekommen, aber man muss sagen, eben, es ist nicht nötig, unbedingt Amalgam zu entfernen, um solche Beschwerden dann zu lindern.

Degen: Wie erklären Sie sich denn jetzt diesen Effekt im Nachhinein? Wie kommt das zustande?

Melchert: Ja, ich kann es nur so erklären, dass die Unspezifität dieser Beschwerden in einer stressbetonten Gesellschaft nun so häufig sind - es ist ja nun immer so, dass es ein persönlicher Einfluss ist: die Leute meinen, dass es Amalgam wäre - dass auch durch Stressreduktion, durch Stressmanagement diese Symptome zu lindern sind, weil man eben die Stressoren besser managed. Das ist ein Erklärungsansatz. Der zweite ist, dass wir eben wissen, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen diesen unspezifischen Beschwerden und dem Spiegel, dem so genannten Quecksilberspiegel, korreliert. Wobei bei denen, wo nicht entfernt wurde, natürlich dieser anorganische Quecksilberspiegel im Blut oder im Speichel nicht absank.

Degen: Also sollten Zahnärzte jetzt wieder zu Amalgam greifen, wenn sie Zähne füllen?

Melchert: Ich bin jetzt selbst kein Zahnarzt, um das beantworten zu können. Ich würde jetzt hier keinen Freifahrtschein dem Amalgam gegeben, im Einzelfall können Schädigungen auftreten. Unverträglichkeitsfälle, und in seltenen Fällen, das ist nachgewiesen, auch tatsächliche Allergien auf dieses Füllungsmaterial. Das sind die Einzelfälle.

Degen: Und sie sind Grund genug, um Amalgam nicht unbedingt weiter einzusetzen, sagt Dieter Melchert vom Klinikum rechts der Isar.
© 2008 Deutschlandradio

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sikander ist offline
Beiträge: 20
Seit: 08.06.07
Zu Zitat Melchert: "Ja, ich kann jetzt weder Entwarnung geben, noch kann ich sagen, Amalgam wäre schädlich."

In der Pressekonferenz, die durch alle Medien ging und praktisch die Aussenwirkung der Studie festlegt, suggerieren sie "Entwarnung" und "die Mär" von der Schädlichkeit von Amalgam und in den persönlichen Statements, in denen man sie in die persönliche Verantwortung nehmen könnte, ziehen sie sich auf Allgemeinplätze zurück.

Die Studie selbst scheint sowieso ein derartiges Larifari zu sein, dass man sie da kaum festlegen kann.

Hier stinkt doch etwas ganz gewaltig!

Ich hoffe nur stark, dass diese Leute für diese Verantwortungslosigkeit und Feigheit im Umgang mit Ihrer Studie zur Rechenschaft gezogen werden!

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.690
Seit: 10.01.04
Ich hoffe nur stark, dass diese Leute für diese Verantwortungslosigkeit und Feigheit im Umgang mit Ihrer Studie zur Rechenschaft gezogen werden!
Das wäre schön, zumal da ja auch eine Menge Geld für kein Ergebnis verbraten wurde. Nur: wer könnte denn da zur Verantwortung ziehen?

Gruss,
Uta

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maarit ist offline
Beiträge: 425
Seit: 13.05.06
Die taz hatte gestern (23.08.08) einen Artikel zur neuesten Amalgamstudie drin. Ich finde ihn ganz gelungen, außer dass das Herausnehmen der A-Plomben empfohlen wird ohne auf die nötigen Schutzmaßnahmen hinzuweisen!
Einen Kommentar konnte ich dort nicht einstellen, versuche ich weiter!
Hier der Link:
www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/eine-tickende-zeitplombe/?src=TE&cHash=08a07f707c

Ich hänge den Artikel aber auch noch dran! Wer weiß, wie lang er im Internet bleibt...

Die Gefahr von Amalgam wird unterschätzt
Eine tickende Zeitplombe

Eine neue Studie zur angeblich überschätzten Gefährlichkeit von Amalgam belegt - gar nichts! Warum das quecksilberne Schwermetall nach wie vor ein unterschätztes Gesundheitsrisiko ist VON RALF BÖNT

Im vergangenen Monat verspeiste der italienische Landwirtschaftsminister Paolo De Castro demonstrativ eine Scheibe dioxinverseuchten Büffelmozzarella vor laufender Kamera. Man müsse schon 7 Kilo am Tag davon essen, um gesundheitliche Schäden davonzutragen, war seine Erklärung.

Aber er hatte sich mit seiner PR-Aktion vertan. Keine zwei Tage später war die neapolitanische Spezialität wegen Überschreitens der EU-Grenzwerte vom Markt. Wer wollte auch solchen Käse genießen oder ihn Kindern und Alten zumuten, die vielleicht nur 1 oder 2 Kilo vertrügen, bevor sie definitiv krank würden. Was war mit Schwangeren oder stillenden Frauen, denn vielleicht reichen ein paar hundert Gramm zur Schädigung des Kindes? Und was mit bereits Kranken, wie viel Dioxin vertragen sie? Genau würde man das nicht wissen können. Aber De Castro hatte de facto auch nur gesagt: Mir doch egal, ich bin noch gesund. Er konnte oder wollte sich einfach nicht vorstellen, krank zu sein.

Diesen Monat wurde in München eine neue Amalgamstudie vorgestellt. Sie wurde aus einem Fonds finanziert, in den die Degussa als ehemals größter Hersteller von Amalgam infolge einer Sammelklage wegen Körperverletzung eingezahlt hatte. Die Gutachter vom Zentrum für naturheilkundliche Forschung der TU München fanden "keinen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Amalgamfüllungen und den Beschwerden der Patienten". In der Presse wurde dies als "Entwarnung" verbreitet - ein Irrtum.

Man muss feststellen, dass die Aussage erstens wissenschaftlicher und zweitens juristischer Natur ist. Ein Zusammenhang wurde nicht widerlegt. Aber darauf kommt es nicht einmal an. Denn niemand kann erklären, weshalb ausgerechnet die Anzahl der verlegten Plomben die signifikante Variable sein soll für das Auftreten von Beschwerden. Wieso hat man nicht die Menge an verlegtem Quecksilber betrachtet, die vergangene Zeit seit der Verlegung, die gesamte Oberfläche der Plomben, den Grad ihrer Abnutzung oder die Anzahl von Defekten an den Plomben sowie die Qualität ihrer Reparaturen? Dies sind vermutlich viel relevantere Größen als die Zahl der Plomben allein. Dazu müsste man Risikogruppen betrachten, wollte man eine brauchbare Aussage haben.

Bekannt ist: Quecksilber ist das giftigste nichtradioaktive Element. Es schmilzt bei minus 38° Celsius. Darüber entstehender Quecksilberdampf ist vollkommen farb- und geruchlos. So wie inhalierter Alkohol etwa tausendmal giftiger ist als getrunkener, ist das Einatmen von Quecksilberdampf und -staub sehr viel gefährlicher als das Verschlucken dieses Schwermetalls. Der Königsweg zur Intoxikation ist die Lunge. Im Organismus agiert Quecksilber an vielen Stellen und blockiert den Stoffwechsel. Es dringt ungehindert über Bluthirnschranke und Zellwand in Gehirnzellen und das Zentrale Nervensystem ein und demoliert Koordination, Konzentration und Gedächtnis.

Natürlich setzt Amalgam nur geringste Mengen Quecksilber frei. Milliarden von Menschen leben nicht schlecht mit ihren Füllungen. Aber es ist leicht vorzustellen, dass die Abweichung - zahnärztlich als Unfall zu bezeichnen - hier zum Alltag gehört wie in anderen Lebensbereichen auch.

Der typische Fall sieht so aus: Eine 35-jährige Architektin geht zum Zahnarzt, der feststellt, dass mehrere alte Backenzahnplomben erneuert werden müssen. Er bohrt, die Assistentin saugt. Saugt sie wirklich? Ist es ein Lehrling oder nur ein Praktikant? Vielleicht fordert der Zahnarzt sie/ihn auf, sorgfältiger zu saugen. Nach zwei oder sechs Wochen fühlt die Frau sich unwohl, sie schläft schlecht, ist gereizt, zittert, isst nicht. Sie kann sich nicht konzentrieren, hat wiederkehrende Pilzinfektionen. Sie überlegt. Der Giftnotruf der Großstadt sagt, das Runterschlucken der Krümel beim Zahnarzt sei ungefährlich. Ihre Haare fallen aus. Ihre Freunde sagen, sie sei, wie so oft, überarbeitet. Sie kann ihre Arbeit nicht mehr machen. Der Arzt ist ratlos und überweist sie in die Psychosomatik, wo man das Problem kennt und eine Entgiftung in die Wege leitet, obwohl man sie nicht wirklich messen kann. Oder der Arzt misst selbst nach, stellt keine Vergiftung fest. Dann schickt er die Frau in die Psychiatrie, die sehr geduldig ist.

Statt nach ein paar Wochen können Symptome aber genauso gut erst nach Jahren auftreten. Erst 14 Jahre nach einem Unfall erreicht die Ausprägung ihren Höhepunkt: Bei fortschreitender Vergiftung stellt sich der Tremor mercurialis ein, eine neurologische Störung des Kleinhirns mit Zittern des ganzen Körpers. Der Betroffene fällt durch starke Reizbarkeit auf und braust wegen Kleinigkeiten auf. Er ist oft müde und erschöpft, kann aber nicht schlafen und wird von nervöser Unrast getrieben.

Verschlimmert sich das Bild, so spricht man vom Erethismus mercurialis, einer Übererregbarkeit des ganzen Nervensystems. Der Betroffene kann nicht mehr zwischen Gefühlswelt und Verstandeswelt vermitteln, er ist unfähig zu relativieren, alles bricht aus ihm heraus. Insgesamt kann man sagen, dass Quecksilber die Unterschiede aufhebt: zwischen Wachen und Schlafen, Hunger und Sattheit, Traurigkeit und Glücksgefühlen und so weiter. Nach einer Weile weicht das erste Bild mehr und mehr dem des ängstlichen, unentschlossenen, schüchternen, anämischen Menschen. Die Patienten leiden an Sprachstörungen und verminderter geistiger Aufnahmefähigkeit. Der treffendste Begriff, der alles zusammenfasst, ist Persönlichkeitsabbau.

Es gibt drei Dinge, die die Diagnose sehr schwierig machen: 1. Die fehlende zeitliche Korrelation zwischen Intoxikation und Symptom. 2. Die mangelnde Nachweisbarkeit, denn wirklich nachweisen kann man den Quecksilbergehalt nur an einem Würfelchen Hirnmasse. 3. Die Menge an Symptomen und ihr abwechselndes Auftreten.

Richtig verstanden wird die Vergiftung offenbar nur von Betroffenen. Der berühmteste ist der Berliner Chemiker Prof. Alfred Stock. In den 1920er-Jahren war seine ganze Arbeitsgruppe von Verdummung betroffen, bis der Toxikologe Louis Lewin ihn darauf aufmerksam machte, dass sein Labor besser von Quecksilber zu reinigen ist, mit dem täglich gearbeitet wurde. Stocks Aufsätze über den Quecksilberdampf finden sich im Internet und sind mit Abstand die luzidesten Beiträge zum Thema.

Amalgamiertes Quecksilber wurde in den USA als Zahnfüllstoff übrigens schon vor 170 Jahren eingesetzt. Nachdem sich in der Folge unerklärbare, diffuse körperliche Beschwerden häuften, wurde es 1840 von der amerikanischen Regierung verboten. Wissenschaftler berichteten über Nervenkrankheiten, die seit der Verwendung des Amalgams auftraten. Zahnärzte, wegen des Schwermetalls häufig auch "Quacksalber" genannt, wurden bei Zuwiderhandlung nicht nur aus dem US-Ärzteverband ausgeschlossen, zeitweilig stand auf die Verwendung von Amalgam sogar Gefängnisstrafe. Da Amalgam schon damals in seiner Eigenschaft als günstiger und gut zu verarbeitender Füllstoff überzeugte, wurde die Legierung trotz gesundheitlicher Bedenken um 1855 wieder zugelassen. Einige Jahrzehnte später führte man Amalgam auch in Europa ein, und mit ihm breitete sich das als "amerikanische Krankheit" bezeichnete Nervenleiden aus.

Heute aber ist weniger bekannt als im 19. Jahrhundert. Weil die Erkrankung so schleichend verläuft, ist sie selbst für den Kranken lange schwer als Erkrankung zu erkennen. Quecksilber ist an keinem Stoffwechselprozess beteiligt, wird nirgends benötigt und ist - eine Seltenheit - einfach nur giftig. Weil es aber überall im Körper wirkt, wird der Belastete an seinem schwächsten Punkt erwischt: Die Energieversorgung wird schleichend immer weiter herabgesetzt, bis Funktionen aussetzen. Milliarden gesunder Amalgamträger sind auch beeinträchtigt, können aber noch weniger Schlüsse ziehen, woher ihre alltäglichen Erkältungen, Allergien und die Alterskrankheiten rühren. Man hat sich daran gewöhnt.

Man kann sanft entgiften mit Koriander und Algen oder hart mit schwefelhaltigen Säuren wie DMPS und DMSA. Wer einen Test auf Quecksilber macht, bekommt nur eine brauchbare Aussage, wenn das Ergebnis positiv ist. Ein negatives Ergebnis besagt nichts, denn je chronischer die Vergiftung ist, desto langsamer wird man ausschwemmen können. Dazu gibt es sowieso keinen unteren No-effect-level, wie die Uni München herausfand. Und wer möchte schon 5 Prozent des beschriebenen Krankheitsbildes haben?

Wer zwei, drei Kapseln DMSA nimmt und sich nach ein paar Tagen besser fühlt, hat einen Anhaltspunkt. Aber Vorsicht: Dann beginnt der Giftpegel zu schwanken, weil der Körper umverteilt. Entfernen sollte man die Plomben auf jeden Fall, am besten, solange man gesund ist. Bei sauberer Arbeit des Arztes und Ausleitungsmaßnahmen gibt es keine Gefahr. Diese Gefahr ist allerdings dann vorhanden, wenn man noch andere Krankheiten, Schwachstellen oder Risiken hat, wie sie mit dem Alter zunehmen. Aber nicht nur im Alter: Bei Ratten ist eine Dosis von Quecksilber und Blei, die einzeln zu einer Mortalität von jeweils 1 Prozent führen, in Kombination zu 100 Prozent tödlich.
In Berlin zum Beispiel ist noch heute jede dritte häusliche Wasserleitung aus Blei.
Ich hab auch mal in Berlin gewohnt...das füllt mein Umweltfass weiter!
Gruß
maarit
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Kranksein ist Ausruhen vom Gesundsein....

Amalgamstudien

Einwurf ist offline
Beiträge: 30
Seit: 11.10.07
Dann wird sich auch Dir erschliessen, weshalb das so ist. Die Pharmas, ZA und Ärtze (mein HA sagte zu mir mal, er glaubt nicht dass meine Symptome vom Quecksilber verursacht werden) haben einfach eine immense Prozesslawine zu erwarten, wenn doch mal zugegeben werden sollte, dass Amalgam für diverse Krankheiten die Ursache ist.
Es geht einfach wie immer um´s liebe Geld.
Das ist natürlich völliger Unsinn. Wer nach dem Stand der Wissenschaft behandelt, kann selbstverständlich nachträglich NICHT belangt werden. Und der Stand der Wissenschaft war und ist nunmal der, dass Beweise für eine krankheitsverursachende Rolle von Amalgam fehlen. Es gibt also keine rechtliche Grundlage für Prozesse oder gar Prozesslawinen.

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Einwurf ist offline
Beiträge: 30
Seit: 11.10.07
Die Gefahr von Amalgam wird unterschätzt
Eine tickende Zeitplombe
Eine neue Studie zur angeblich überschätzten Gefährlichkeit von Amalgam belegt - gar nichts! Warum das quecksilberne Schwermetall nach wie vor ein unterschätztes Gesundheitsrisiko ist VON RALF BÖNT
Jaja, stimmt schon. Wer wohl sonst könnte medizinisch-wissenschaftliche Zusammenhänge besser erläutern, als ein Ex-Kfz-Mechaniker und freier Schriftsteller, der für die taz schreibt. Klaro. Wo kauft ihr eure Sonntagsbrötchen? Beim Schmied?

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Oregano ist gerade online
Beiträge: 63.690
Seit: 10.01.04
Hallo Einwurf,
ich finde Zynismus hier absolut nicht angebracht.
Wenn Du nicht daran glaubst, daß Amalgam bzw. das Quecksilber und die anderen Metalle darin Schaden anrichten, dann kannst Du das sachlich schreiben. Du bist mit der Meinung ja in bester Gesellschaft.

Es gibt massenhaft Studien, die zeigen, daß Quecksilber ein Gift ist und im Mund auch giftig wirkt. Man muss sie nur lesen und glauben. Schlimm ist eben, daß lieber geglaubt wird, daß Quecksilber unschädlich ist.

Gruss,
Uta
__________________
They tried to bury us. They didn't know we were seeds.

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Binnie
Für alle "Ungläubligen" gibt es hier 2 "hübsche" Filmchen zum Thema "Wirkung von Quecksilber besonders auf's Gehirn: Peter Kern | Praxis für Naturheilverfahren

Meine Vermutung ist ja auch die, dass Leute, die Amalgam im Mund haben, und keine körperlichen Beschwerden, dass bei denen das meiste dann wohl im Gehirn ist und bleibt... "dank" Apo E Genotyp 4...

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