Hilflos - Habe ich eine Quecksilbervergiftung ?

05.11.14 11:52 #1
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Hilflos - Habe ich eine Quecksilbervergiftung ?

MiglenaN ist offline
Beiträge: 1.299
Seit: 15.05.13
Zitat von Dalmatonio Beitrag anzeigen
Hallo,
ich möchte mich kurz vorstellen. Ich komme aus Berlin, bin 29 Jahre alt und habe seit einer Zahnextraktion von 2 Zähnen im Dezember 2012 erhebliche, gesundheitliche Probleme, jedoch konnte die Ursache bis heute nicht herausgefunden werden, bin dann aber nach einigen Internet-Recherchen auf die chronische Quecksilbervergiftung und dieses Forum gestoßen. Nun zu meiner Krankheitsgeschichte:

Bis zum Dezember 2012 nie gesundheitliche Probleme gehabt, außer dass ich sehr oft Wasser lassen muss, muss mindestens 10x mal am Tag, im Durchschnitt 15-20 mal (Urologe konnte nichts fesstellen)

Dezember 2012: Zahnextraktion von 2 toten Zähnen mit sehr großen schwarzen Füllungen (Amalgam ???):verlief nicht ganz einfach, der Zahnarzt musste viel rumsägen und den Zahn in Stücke brechen usw, also es kann sein dass er auch in den Füllungen rumgesägt hat, weiß es aber nicht genau, paar Tage später fleckiger Ausschlag unterm Brustbein (erst nach 6 Monaten wieder verschwunden), totale Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schmerzen der Lymphdrüsen am Hals und das ganze ging so über paar Wochen so, wurde aber besser,

Ab Februar 2013: ständiger Schleim im Hals/Rachen (auch im Sommer), den ich sogar oft aus dem Mund ausspucken musste (hatte sowas vorher noch nie), immer wieder schmerzende Lymphdrüsen an den Achseln und Hals, trotz Ausschlafens ständige Müdigkeit (bis heute), innerhalb von 6 Monaten 3x Herpes (vorher nur 1x Herpes gehabt vor Jahren), oft weicher, breiiger Stuhlgang,

September 2013: Großes Blutbild beim Hausarzt, Werte alle Top, ständige Müdigkeit immer noch vorhanden, ansonsten kaum Symptome außer gelegentliche Lympdrüsenschmerzen; Hausarzt kann mir auch nicht weiterhelfen,

Ab Dezember 2013: Immer Mehr Probleme im Mundraum treten auf (Blasen, Risse, kleine Wunden in der Schleimhaut ( hält bis heute an)), brennende Zunge, trockener Mund, kleiner weißlicher Belag hinten an der Zunge, wieder Herpes, blutendes, schmerzendes Zahnfleisch,

Ab Juni 2014: erhebliche Beschwerden fangen an: genau derselbe Ausschlag tritt wieder auf, sehr starke Müdigkeit,ungewollte Gewichtsabnahme, vermehrtes Schwitzen bei körperlicher Anstrengung, Kopfschmerzen, schlechtes Gedächtnis, Konzentrationsfähigkeit nimmt ab, kann kaum noch was für die Uni lernen, Sodbrennen,Appetitlosigkeit, Nachtschweiß, leicht erhöhte Temperatur,Lymphrüsen am ganzen Körper Schmerzen ( auch Leiste) schwarzer Schleier vor meinen Augen(bis heute)Augenarzt kann nichts fesstellen, wieder großes Blutbild + Untersuchung auf Infektionskrankheiten: alle Werte top außer leicht erhöhte Leberwerte : GPT 88, gamma-Gt: 62,
bemerke außerdem einen kleinen geschwollenen Lymphknoten unterhalb des linken Ohresetwas weiter unten, der bis heute so angeschwollen ist, außerdem einen schwarzen Rand am linken unteren Weißheitszahn genau am unteren Rand zwischen Zahn und Zahnfleisch,

Ab September 2014: zittrige Hände und Füße/Beine, Muskelzuckungen, ungewollte kurze Zuckungen von Fingern und Extremitäten, wieder ständiger Schleim im Rachenraum, stänig viel Luft im oberen Bauchraum was zu Atemnot führt, insbesondere nach Mahlzeiten, Aufstoßen und Blähungen, Mundzuckungen, gelegentlich Missempfindung im Gesicht,

soooo das wars erst mal, ich weiß es ist sehr viel (hab bestimmt noch etliche Symptome vergessen), aber ich wollte mir mal alles von der Seele schreiben... gerade seit Juni habe ich auch psychische Probleme, aufgrund der Beschwerden und der Tatsache, dass niemand mir helfen kann bzw. sagen kann was ich ab, jeder schiebt es auf die Psyche, das regt mich so sehr auf, ich spüre, dass irgendetwas in meinem Körper nicht stimmt,

habe letzte Woche einen DMPS-Test (300mg oral)bei meinem Hausarzt gemacht (Dr. Assheuer nimmt leider derzeit keine neuen Patienten mehr auf), hat mir gestern die Werte telefonisch mitgeteilt, er kann aber selber nichts mit den Werten anfangen und steht noch im Kontakt mit dem Labor,

Quecksilber: <1 mg/l
Kreatinin: 256 mg/dl
Kupfer: 5 mg/l bzw. 2 mg/Kreatinin
Zink: 600 mg/l bzw. 287 mg/Kreatinin

bin mir aber bei den Einheiten und auch den Werten nicht 100% nicht sicher, finde die auch etwas seltsam
Bin mittwerweile echt hilflos und verzweifelt und weiß nicht mehr weiter, mein jetziger Zustand ist erbärmlich.
Ich würde mich echt freuen, wenn jemand etwas zu meinem Fall sagen könnte und vielleicht noch ein Tipp hat. Die endgültigen, richtigen Werte werde ich hier nochmal posten.

Vielen Dank im Voraus und liebe Grüße aus Berlin
Hallo Dalmatonio,

wie aus Deinem Bericht ersichtlich, traten Deine Beschwerden nach der Entfernung der Zähne (die mit Amalgam gefüllt waren) auf. Wenn Du Dir inzwischen ganz sicher bist, dass es Amalgam war, dann kann das in Verbindung mit den Ergebnissen aus dem LTT (Allergie-Test), die Du oben eingestellt hast, zumindest einen Teil Deiner ganzen Symptomatik erklären.

Wenn anorganisches Quecksilber aus Amalgam freigesetzt wird, kann es durch Bakterien aus Mund, Darm etc. in Methylquecksilber umgewandelt werden (laut Fachliteratur - Dr. Mutter und Co.). Da bei Dir laut LTT eine Allergie im Sinne einer Typ IV Sensibilisierung vorliegt, könnte das freigesetzte Quecksilber Deine Beschwerden ausgelöst haben (zumal ja die Lymphknoten-Symptome meines Erachtens besonders aussagekräftig sind bezüglich einer Aktivierung des Immunsystems, übrigens auch der Hautausschlag).

Deshalb steht in Deinem obigen LTT-Befund, dass "somit nicht auszuschließen ist, dass eine Amalgam-bedingte klinische Symptomatik aufgrund einer Methylquecksilber-Sensibilisierung besteht" (Zitat Dr. Volker von Baehr in Deinem LTT-Bericht).

http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...ml#post1040150

Freundliche Grüße
Miglena
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Geändert von MiglenaN (20.11.14 um 12:24 Uhr)

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margie ist offline
Beiträge: 4.787
Seit: 02.01.05
Wenn Du Dir inzwischen ganz sicher bist, dass es Amalgam war, dann kann das in Verbindung mit den Ergebnissen aus dem LTT (Allergie-Test), die Du oben eingestellt hast, zumindest einen Teil Deiner ganzen Symptomatik erklären.
Einen Teil der Beschwerden kann man damit vielleicht erklären, den anderen Teil sehe ich in der noch nicht diagnostizierten Leberkrankheit:
Einer GPT von 82 und einer deutlichen Fettleber liegt in den meisten Fällen eine Leberkrankheit zugrunde.
Die Leberkrankheit könnte dann wiederum erklären, wenn die Entgiftung nicht o.k. ist.
Aber dann wäre sinnvoll, die Leberkrankheit als erstes zu behandeln bzw. erst mal zu diagnostizieren.

lg
margie
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MiglenaN ist offline
Beiträge: 1.299
Seit: 15.05.13
Hallo Margie,

ich bin ganz Deiner Meinung. Trotzdem ist es wichtig, Allergien abzuklären, denn, hätte Dalmatonio rechtzeitig davon gewusst, wäre ihm viel Leid erspart geblieben, denn er hätte eine andere sicherere Vorgehensweise gewählt. Außerdem können Allergien zu Autoimmunkrankheiten führen, die Organschäden als Folge haben können. Ich hatte das Glück, rechtzeitig von meiner Gold-Allergie erfahren zu haben, bevor mir das Gold in den Mund implantiert werden konnte. Wer weiß, wie krank ich heute wäre. Meine Mutter hat auch eine Goldallergie, auf die sie erst durch mich aufmerksam gemacht wurde. Ich scheine sie von ihr geerbt zu haben. Meine Oma hatte schwere rheumatoide Arthritis und starb an einer autoimmunen Blutkrankheit (Antikörper gegen Erythrozyten). Ich vermute, dass es auch am Gold lag.

Ich würde deshalb immer Allergien ausschließen lassen. Und selbstverständlich sollte man die Leber genau unter die Lupe nehmen, denn wenn diese nicht richtig funktioniert, dann kann man viele Krankheiten bekommen.

Freundliche Grüße
Miglena
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AW: Hilflos - Habe ich eine Quecksilbervergiftung ?

margie ist offline
Beiträge: 4.787
Seit: 02.01.05
Hallo Miglena,

natürlich sollte man Allergien untersuchen lassen und wo möglich auch beachten.
Und eine Allergie kann natürlich auch zu Symptomen führen.
Nur glaube ich nicht, dass alle Symptome von Dalmatonio von evtl. Allergien kommen, denn er hat etliche ganz lebertypische Symptome.

Leberkranke haben auch oft Allergien.
Ich selbst habe rd. 8 Allergiepässe mit bestimmt 30 verschiedenen Allergien und ich bin leberkrank. So gut wie alle Allergien wurden vor der Behandlung meiner Leberkrankheit festgestellt.
Auch mein leberkranker Vater war multiallergisch...

Auch die Goldallergie, die Du hast, habe ich, wenngleich ich Goldringe an der Hand problemlos tragen konnte. Nur am Ohr hatte ich leichte Reaktionen auf Goldohrringe.
Goldringe trage ich nun nicht mehr, weil ich mir sage, auch wenn ich keine offensichtlichen Reaktionen an der Hand hatte, ich dennoch die Goldallergie nicht außer Acht lasse.

Ich behaupte sogar, dass die Allergieneigung bei einer behandelbaren Leberkrankheit sich bessern kann, wenn der Zustand der Leber sich bessert. Ich war früher, bevor meine Leberkrankheit behandelt wurde, viel allergischer veranlagt.

Und die von mir angesprochene Eisenspeicherkrankheit ist behandelbar (ebenso die Kupferspeicherkrankheit).
Aber auch bei anderen Leberkrankheiten gibt es Behandlungskonzepte.

lg
margie
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Felis ist offline
Beiträge: 5.382
Seit: 14.08.10
Blunsi, hallo.
Mir ging es um die Aussage, ab wann von einer Belastung zu sprechen sei.
Von einer Giftbelastung durch ein so toxisches Material ist zu sprechen, ab dem Moment, da das Zeug im Mund ist.
Alles andere von dir angesprochene, kennen Betroffene nur zu gut.
Steht aber auf einem anderen Blatt.Und ich bin kein Neuling im Thema.Ich habe die Folgen davon zu tragen
Aber, nun - es ist Dalmatonios Thread.Und den zerschiesse ich nicht weiter.

Nur kann ich solche Aussagen nicht einfach stehen lassen.Auch das ewige "die Dosis mache hier das Gift".Ja, wo ist denn dann der wirkliche unbedenkliche Grenzwert im Mund - für kleine Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene? Mit diesen oder jenen genetischen Vorbelastungen oder anderen toxischen Belastungen?
Bei Null!

Und im Mund sitzt es dauerhaft. Es dampft aus, er gibt Abrieb, es sitzt im Zentrum. Atmung, Lunge, Schilddrüse, Hirn usw usw.
Es ist müßig hier weiter zu diskutieren.


Die Frage ist halt, welche Konsequenzen Du dann daraus ziehst. Außerdem werde ich regelmäßig immer noch schräg angeschaut, wenn ich sage, dass ich stark durch Amalgam belastet bin. Dann heißt es oft nur "ich hatte auch Amalgam im Mund, habe aber keine Probleme". Wenn ich dann jedoch genauer nachfrage, wieviele Füllungen, dann sind es doch meist nur maximal 5 Stück oder so. Das können wohl viele noch tolerieren.
Ohne nochmal weiterdiskutieren zu wollen, nur als Frage: Wie lange tolerieren und wer weiss das schon genau, ob es toleriert wird oder in Jahren Prozesse im Körper dadurch ablaufen, die schädigen.Gibt genug Studien.

Hysterie in dem Zusammenhang hat jedenfalls schon viele ins Verderben geführt. Überstürzt die Füllungen von einem ZA entfernen lassen, der mit den Risiken nicht wirklich vertraut ist
Von Hysterie sprach ich nicht und das meinte ich auch nicht.Und stimmt: Entfernung will gut vorbereitet sein.Sie kann entscheiden, ob Vorschädigungen in Katastrophen enden oder in Besserungen.

Das war's von mir dazu.

Tschüß, Felis
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Was man liebt, das möchte man bewahren.

Geändert von Felis (21.11.14 um 07:30 Uhr)

Hilflos - Habe ich eine Quecksilbervergiftung ?

Dalmatonio ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 04.11.14
Hallo an Alle,

nach langer Zeit melde mich mal wieder und kann euch kurz berichten, was in der Zwischenzeit passiert ist:

1. DMPS-Test zeigte keinerlei Auffälligkeiten.

2. Eine durchgeführte DVT im Mundbereich zeigte, dass die Entzündung an den betroffenen Stellen immer noch vorhanden ist und sich der Knochen zurückentwickelt bzw. nicht gebildet hat. Der ganzheitlich praktizierende Zahnarzt riet mir zunächst, einen bestimmten Heilpraktiker aufzusuchen der mich quasi für den vorzunehmenden Eingriff beim Kieferchirurgen aufpäppeln bzw. vorbereiten soll (Vitamine, Mineralstoffe usw.), bei der dann die entzündeten Stellen im Kieferknochen "gereinigt" werden sollen. Was haltet ihr davon ? Die OP am Kiefer ist wohl notwendig und werde ich auf jeden Fall auch vornehmen lassen, da dies womöglich die Ursache meiner ganzen Beschwerden sein kann. Aber ob der Besuch beim Heilpraktiker hilfreich ist, bezweifle ich irgendwie. Anbei findet ihr die Befunde der DVT.

3. Ich war bei einem Hepatologen, der nach einer Blutuntersuchung sämtliche Autoimmunkrankheiten und Grunderkrankungen der Leber ausschließen konnte. Jedoch konnte ich beim Blutbild mehrere Werte erkennen, die erhöht sind, auf die er aber kaum eingegangen ist. Was sagt ihr zu den Werten im Anhang ?

Bin irgendwie immer noch ziemlich ratlos, hab das Gefühl, dass ich keinen Schritt weiter gekommen bin. Fühle immer noch sehr schlapp und abgeschlagen und der einzige Anhaltspunkt ist die bestehende Entzündung im Kieferknochen. Habe noch einen Termin bei einem anderen ganzheitlichen Zahnarzt, um mir eine weitere Meinung einholen zu können. Aber dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Vielleicht hat ja noch jemand einen weiteren Rat für mich.

Viele Grüße aus Berlin
Dalmatonio
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AW: Hilflos - Habe ich eine Quecksilbervergiftung ?

Dalmatonio ist offline
Themenstarter Beiträge: 14
Seit: 04.11.14
aso was ich noch vergaß: der Nuklearmediziner stellte eine latente Schilddrüsenunterunktion bei mir fest, die ich mit Hormontabletten und Vitamin D-Tabletten therapiere.

AW: Hilflos - Habe ich eine Quecksilbervergiftung ?

margie ist offline
Beiträge: 4.787
Seit: 02.01.05
Hallo Dalmatonio,

Du hast neben den erhöhten Leberwerten auch ein deutlich zu hohes IgM.
Daher habe ich mal danach gegoogelt und bin u. a. auf diese Seite gestoßen, worin einige Ursachen dafür genannt werden.
IgM – Immunglobuline M | Apotheken Umschau

Es gibt für diese IgM-Erhöhung eine Reihe möglicher Ursachen wie Infektionen, Gallenerkrankungen, aber auch eine spezielle Form der Leukämie.
Ein alleiniger IgM-Anstieg ist bei speziellen Gallenwegserkrankungen zu finden (chronisch-destruierende Cholangitis und primäre biliäre Zirrhose).
Bei einer speziellen Form der Leukämie (Morbus Waldenström), werden vermehrt Plasmazellen gebildet, die ausschließlich IgM produzieren – dies führt typischerweise zu einer hohen IgM-Konzentration im Blut.
Ich würde daher aufklären lassen, woher bei Dir dieser relativ hohe IgM-Wert kommt.
Die in dem Link genannten Gallenwegserkrankungen kann man auch über Bestimmung von Antikörpern untersuchen.
Hier zu den beiden genannten Gallenwegserkrankungen zwei Auszüge aus Links dazu:

Primär sklerosierende Cholangitis - Deutsche Leberhilfe e.V.
Wie kann man eine PSC diagnostizieren?

Häufig sind bei PSC die alkalische Phosphatase und die Gamma-GT erhöht. Ebenso können verschiedene Autoantikörper messbar sein. Es gibt jedoch keine eindeutigen Blutwerte, mit denen allein man eine PSC feststellen oder ausschließen könnte. Besonders wichtig ist es für die Diagnose, die Gallenwege innerhalb und außerhalb der Leber zu untersuchen. Um die Gallengänge bildhaft darzustellen, wird heute häufig an erster Stelle eine MRCP (Magnetresonanz-Cholangiopankreatikographie) durchgeführt. Diese ist nicht-invasiv und hat daher weniger Risiken als die ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie). Die ERCP kann dann sinnvoll sein, wenn man auch Gewebeproben entnehmen oder therapeutisch an den Gallengängen eingreifen will. Eine Leberpunktion ist weniger spezifisch für eine PSC, kann aber in einigen Fällen die Diagnose unterstützen und feststellen, inwieweit die Leber bereits vernarbt ist.

Wie wird PSC behandelt?

Viele PSC-Patienten erhalten Ursodeoxycholsäure (UDC) in Form von Tabletten. UDC kann erhöhte Leberwerte bei PSC verbessern und möglicherweise einem Gallengangskrebs vorbeugen.
Primär biliäre Zirrhose - DocCheck Flexikon
Diagnostik

Bei klinischem Verdacht auf eine primär biliäre Zirrhose erfolgt die weitere Diagnostik labormedizinisch. Bei über 90 % der Patienten finden sich AMA (Anti-M2). Weiterhin finden sich PDH-E2-Antikörper und ANA. Das Gesamt-IgM ist häufig stark erhöht, zusätzlich finden sich eine Hypercholesterinämie und als Zeichen der Cholestase Erhöhungen des Bilirubins, der Gamma-GT und der Alkalische Phosphatase.

Bei einem Teil der Patienten gelingt der Nachweis einer genetischen Disposition mit Assoziation der Erkrankung zu den Genotypen HLA-DR8 und HLA-C4A-Q0.

Ist die Labordiagnostik nicht aufschlussreich, wird die Diagnose durch Entnahme einer Leberbiopsie pathologisch gesichert.

Therapie

Es besteht derzeit (2006) kein kausaler Therapieansatz für die primär biliäre Zirrhose. Ein empirischer Grundpfeiler der Therapie ist die Gabe von Urodesoxycholsäure (UDCA) in einer Dosierung von 15 mg/kg KG. Sie verbessert die Cholestase, verbessert jedoch nicht die Prognose der Erkrankung. Meistens erfolgt zusätzlich die Gabe von Glukokortikoiden, diese ist jedoch nicht evidenzbasiert.
Ich würde den Hepatologen fragen, ob er beide Krankheiten denn auch ausgeschlossen hat.
Wurden z. B. die AMA bestimmt? ANA wurden bestimmt, wie man aus dem Befund erkennen kann. Aber auch die AMA?

Wurde denn bei Dir schon die in dem obigen Link genannte spezielle Leukämie-Form ausgeschlossen?
Ich meine diesen Morbus Waldenström.
Wenn ich nach Symptomen dieser Krankheit googele, entdecke ich doch ein paar Symptome, die Du weiter oben genannt hast - was aber nichts heißen muss.
Siehe hier unter Symptome:
Morbus Waldenström - DocCheck Flexikon
Nur würde ich an Deiner Stelle auch das ausschließen lassen. Denn wenn Du etwas abhaken kannst, ist das auch schon etwas wert.
Und falls Du wirklich betroffen sein solltest, so ist es wichtig, davon so früh als möglich zu erfahren, denn bei solchen Krankheiten kann man im frühen Stadium immer mehr erreichen, als im Spätstadium.
Aber ich denke aufgrund Deines jungen Alters ist die letztgenannte Krankheit eher unwahrscheinlich.

Ich vermute, dass Dein Problem doch eher in einer evtl. noch nicht überprüften Leberkrankheit liegen könnte.

Die in beiden Links zu den Leberkrankheiten genannte Gallensäure Urodesoxycholsäure nehme ich auch. Sie hat bei mir die Leberwerte sehr deutlich verbessert, vor allem die GLDH, die bei Dir wohl nicht mit untersucht wurde.

lg
margie
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“Das Fleisch, das wir essen, ist ein 2-5 Tage alter Leichnam.” - Volker E. Pilgrim, Schriftsteller

AW: Hilflos - Habe ich eine Quecksilbervergiftung ?

Willibald ist offline
Beiträge: 5
Seit: 17.03.15
Hallo Dalmatonio,

Ich habe hier eben in einem neuen Thread

http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...chlorella.html

Links zu Artikeln hereingestellt die Dich interessieren könnten. Sieh Dir einmal insbesondere den Symptombildvergleich gegen Ende des zweiten Artikels an. Kommt Dir das vielleicht bekannt vor? Wahrscheinlich nicht ganz so extrem bei Dir, aber von der Richtung her?

Die Leber reagiert auf chronische Hg-Intox jedenfalls empfindlich, u.a. mit vergrößerter Fettleber, siehe „Druck im Bereich der Leber“. Laborwert GPT erhöht deutet auch u.a. auf eine Vergiftung. Siehe u.a. https://www.gesundheit.gv.at/Portal....2_ALAT_HK.html

Erhöhter IgM kann fast alles sein, der Zahnherd genauso wie eine Vergiftung u.v.m.

Nach meiner Einschätzung ist Dein Zustand mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Amalgam zurückzuführen, zumindest als entscheidender Co-Faktor. Ich rate Dir dringend Dich an Dr. Mutter zu wenden. Bestell Dir aber vorher seine Bücher und lies die. Der ist total überbucht und macht das als Voraussetzung, weil er nicht ständig alles immer wieder neun erklären kann. (Das ist keine Schleichwerbung – sondern logisch nachvollziehbar)

Integrative Medizin - Detox Klinik @ Tagesklinik :: Ärzte

Wenn Du alles richtig machst solltest Du mit seiner Hilfe eine Chance haben wieder gesund zu werden.

Alles Gute!
Willi

AW: Hilflos - Habe ich eine Quecksilbervergiftung ?

Willibald ist offline
Beiträge: 5
Seit: 17.03.15
Ergänzung:

Dass Hg nach DMPS negativ ist schließt nicht zwingend die Beteiligung des Hg aus, da Hg seine eigene Entgiftung blockiert, das heißt, je stärker die Vergiftungsreaktion, desto niedriger die klinischen Werte, das ist bei chronischen Vergiftungen verkehrt proportional, was aber nur die Wenigsten wissen und berücksichtigen. (Eine normale Korrelation besteht nur bei nicht vorgeschädigtem Organismus bei akuter Vergiftung. Je chronischer und je stärker die Belastung, desto unverlässlicher die Werte.)

Die Sensibilität für Hg ist unterschiedlich und von der genetischen Prädisposition und den Co-Faktoren bestimmt. Eine Schwäche im Häm-Metabolismus führt offenbar zu einer extremen Sensibilität für dieses Gift. Ein Indiz, ob Dich dieses Szenario betrifft, könnte ein HPU-Test liefern, jedenfalls nach dem Modell in Artikel eins.


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