Ich bin der Neue...Meine Geschichte

26.07.13 00:22 #1
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Innuendo ist offline
Beiträge: 236
Seit: 25.07.13
Ein nettes Hallo an alle hier....

Ich möchte mich hier kurz vorstellen. Ich bin 33 Jahre, komme aus dem nördlichem Brandenburg und bin hier wegen dem ganzen Quecksilber- und Amalgamwissen das hier zur Verfügung steht.
Ich habe mich hier über viele Monate sehr belesen und konnte ergänzend zu anderen Seiten hier immer viele gute Brücken finden und "Medizinisches" durch dieses Forum besser verstehen. Heute ist der Tag an dem ich auch "eingreifen" und vielleicht etwas zurück geben möchte.

Zu meiner Geschichte:

Ich hatte bis dies Jahr 9 Amalgamfüllungen, die meisten noch aus der Ostzeit vom fleissigem Schulzahnarzt. Sonst sind bis jetzt keine weiteren, körperlichen Gebrechen bekannt. (Allergien, Unverträglichkeiten usw.)

Beschwerden:

seit 1995 erstmals leichte Konzentrationsstörungen im Matheunterricht.

1996 erste Panikattacken, die sich bis ca. 2000 hinzogen und sich dann während der Trennung aus einer bösen, bösen Beziehung eher in die Richtung leichte Depression und Passivität wandelten.

2003 - 2007 grosse Befreiungsphase auch durch viel Feiern, Alkohol, Frauen, Drogen unterschiedlichtester Art (die Drogen, nicht die Frauen, die waren alle weiblich) Panik trat kaum auf, Anspannung sehr selten. Erlebt habe ich diese Zeit als eine Art "Selbstbehandlung". Auch wenn Drogen wirklich nie eine gute Wahl sind, habe ich dadurch sehr viele Blockaden überwinden können und mein inneres "Ich", welches nur mein Spiegel im Bad kannte, nach aussen gekehrt. Und das war wirklich sehr befreiend, diese Schüchternheitsblockaden aufzubrechen und sich charismatisch, aktiv in die Aussenwelt einzubringen. Nicht mehr nur dieses ewige re-agieren statt zu agieren. Vieles selber zu beeinflussen als sich immer nur nach anderen zu richten weil die Kraft fehlt dominant zu sein. Was aber immer subtil in meiner Persönlichkeit vorhanden war.
Ich habe einiges experimentiert und mir ging es nie ums "High" sein sondern darum mich selber mit allen meinen tollen Eigenschaften aus mich herauszulocken und mich selber "lebendig" kennzulernen. Dafür bevorzugte ich Amphetamine, die anderen Sachen sagten mir gar nicht zu. Passt wohl auch mit der Dopaminausschütternden Wirkung wie bei Ritalin, dabei werden ja auch nur Blockaden gelöst und der "Energiefluss im Gehirn" wird angekurbelt. So fühlte sich diese Sache für mich an. Aber ich war nie dumm und habe ständig alles in mich reingeschaufelt. Ich habe ständig auf eine gesunde Ernährung geachtet und dies kam meist nur an den Wochenenden vor, in ruhigen Phasen alle 2-3 Monate, in stärkeren Phasen ca 2 Mal die Woche. Ab 2005 nahm dies aber sehr stark ab, aber auch Monate danach fühlte ich mich noch gut.

2005 - 2008 Kam eine Phase mit viel Alkohol, nie täglich. Aber durch Umzug und einen anderen Freundeskreis schön häufiger und manchmal auch exzessiv.

2010 Ab Herbst stellten sich seltsame Symptome ein: Herzrythmusstörungen, starke Schwäche, Schwitzen, Schlaflosigkeit, Schwindel, erneute Starke Anspannung. Das steigerte sich bis in den Frühling 2011 wo ich bei der Gartenarbeit auf einmal Ewigkeiten einen starken Schwindel hatte und mir war ununterbrochen Schwarz vor Augen, dazu später das Gefühl trotz Atmung zu ersticken. (Sowas ist schrecklich!) Ich legte mich in Schocklage und rief den Krankenwagen. Wurde ins nächstgelegene Krankenhaus gebracht und untersucht. Diese starken Symptome klangen nach und nach die nächsten Stunden ab. Starke Schwäche und Schwindel blieb. Es folgte Ultraschall, Herzkatheter wegen Verdacht auf Herzmuskelentzündung (Im Ultraschall waren Flecken) es wurde jedoch nichts gefunden. Ein Pharmaliebender Arzt sagte mir ich hätte zu hohen Blutdruck und müsse jetzt für immer Blutdrucktabletten nehmen. (Aufgrund des Blutdrucks im KH-Auffenthalt, hatte ich später nicht mehr. Nahm die auch nicht ein weil mir noch schwindliger davon wurde)
Es folgte Neurologie, Antidepressiva (Paroxetin). Davon ging es mir 4 Wochen echt schlecht...starker Durchfall, Schwitzen, Schwindel, und Selbstmordgedanken durch ein seltsamen "Ende-Gefühl" (jetzt kann ich verstehen warum sich viele beim Einschleichen von AD das Leben nehmen) Ich erklärte dies Frau Doktor..."immer schön weiter nehmen" kam als Antwort. Einige starke Symptome sind davon wirklich abgeklungen wie, starker Druck-Krampf im Kopf und die Unruhe. Ansonsten ging es mir schlechter davon, ich konnte mich nicht konzentrieren (Kopf auf Urlaub) und war wie tot, keine Freude, keine Trauer....nichts. Als wären in meinem Kopf nur Strohballen. Setzte die nach 6 Monaten ab, nach den Entzugserscheinungen (Blitze in den Augen und Herzem) ging es mir besser. Ich fing wieder an zu arbeiten, 3 Monate später wieder starke Anspannung, Johanniskraut (Laif612) half mir gut. Ich konnte damit 1 Jahr durchgehend arbeiten.
In dieser Zeit las ich sehr viel im Internet über meine Symptome und wurde nach und nach auf Amalgam Aufmerksam.Das ganze Programm Klinghardt, Daunderer, Mutter, Cutler und dieses Forum hier.

2013, März: Ausbohren einer Amalgamfüllung. Nach ca 2 Wochen, stärkere Anspannung, Schwitzen, Brennen an Händen und Füssen. Blaue Hände. Manchmal Brennen im Kopf.Starke Schwäche. Ab ca 20.04. arbeitsunfähig.
Ich hatte ja zu diesem Zeitpunkt sehr viel gelesen zur Ausleitung und eine HNO Ärztin, die auch mit Kiniolodings arbeitet empfahl mir Chlorella dar es wohl bei sehr vielen half. Ich wusste von Daunderers Chlorellakritik, die mir auch logisch erschien aber wollte dem eine Chance geben. Es war nicht gut, ich nahm wie besprochen 2 Wochen Chlorellas ein, ohne Bärlauch und Koriander und mir gings noch viel schlechter! Das Brennen ging jetzt bis in die Augen, weiter in den Kopf, Zittern...es war schlimm. Habe es abgesetzt. Machte vorm ausbohren einen Urin1 und Stuhltest beim Labor Bremen. Urin: Quecksilber 0.5 micrg von 1.0, Palladium nachweisbar, leicht Platin und Indium. Stuhl: 20 micrg/kg. von 10.

2013 10.06. : Ich suchte mir eine andere Zahnärztin, die Amalgamgegnerin war und lies mir mit Kofferdamm und Goldmaske für die Nase im UK 5 Füllungen mit Kunststoff ersetzen. Keine spürbare Verschlechterung. Zu tun hatte nur mit meinen ganzen Blockaden und Ängsten, da ich ja nich von Arzt zu Arzt geschickt wurde. Durchfall -> Darmspiegelung (ok) -> Darmflora tot -> Mutaflor und Paidoflor wurde verordnet. Wurde zunächst besser, Duchfall war aber wieder da als die letzten Tabletten noch nicht aufgebraucht waren.
Mein Hausarzt ist zum Glück sehr offen und ich schilderte ihm meine Amalgamvermutungen.Er war etwas skeptisch, aber nach ausdrucken einiger Literatur (Labor Bayer, Daunderer usw) und meines Stuhltestes lies er sich zu einem DMPS Test überreden. Jedoch nicht i.v. sondern mit 4 Dimavalkapseln. Habe ich gut vertragen, einen Tag später war ich sogar etwas freier im Kopf und die Besserung steigerte sich bis 19.07. da bin ich mir aber auch nicht sicher ob diese Steigerung vom DMPS kam oder von den Darmfloratabletten.
Werte: Quecksilber: 23.5 micrg/crea. sonst nur Nickel etwas erhöht. Palladium, Platin und Indium weiter grenzwertig nachweisbar, auch im Stuhl. Quecksilber im Stuhl: 29 micrg/kg

2013 20.06. : Ausbohren des OK (3 Füllungen) mit Kofferdamm und Goldmaske. Dazu 1 Dimaval und am Tag später nochmal 2 Dimaval. Zunächst trat wieder dieses "Brennen" stark auf. Im Hals, Nasennebenhöhlenbereich und Stirn. Dieses Brennen wanderte dann die nächsten Tage durch den Kopf bis zum Hinterkopf und wandelte sich dann in einen Druckkopfschmerz und später in Nackenverspannung. Diese Wanderung fand ich Interressant, da hier ja auch viele von Nackenproblemen schreiben. Ich denke vielleicht ist das eine gute Reaktion des Körpers Gehirnquecksilber dort zu "verstauen". Es ging mir nach und nach etwas besser. Ich konnte wieder einkaufen ohne an der Kasse zu Hyperventilieren und auch wieder alleine zu Hause sein. (Ich hielt mich sehr viel bei meinen Eltern auf, aus Angst vor "Vorfällen".) Sehr gut ging es mir letzte Woche so 12.07. bis 19.07. Ich hatte regelmäßig abends ein "Wohlfühlgefühl" Ich dachte schon mir hätte jemand Drogen untergeschummelt, da ich das nicht kenne. Ich ging immer davon aus, so stark fühlt man nur als Kind und aks Erwachsener hat man nur noch so "Freudeimpulse"

2013 19.07. Es ging mir zunächst gut, dann gegen Mittag im Imbiss beim bezahlen: starke Unruhe, Schwindel, "Gehirnkrampf", starke Nackenanspannung, zugeschnürrte Luftzufuhr. Normalerweise legt sich das wenn ich so eine Situation verlasse, aber hatte das Gefühl ich bekomme keine Luft mehr und am Auto setzte ein starkes "Beben" ein mit Zittern...bekam mich aber beruhigt aber war total erschöpft und fertig davon. Nachmittags noch mal starke Anspannung und schlimmer Panikattacke. Falls es jemand nicht kennt in diesen Fällen kann die Vagusnervstimmulation über Atmung hilfreich sein. Das beruhigt allmählich.
Seit diesem Tag kann ich wieder nicht mehr einkaufen, nicht mal Geld vom Automaten holen. Sobald eine "zielgerichtete" Tätigkeit anliegt die Konzentration erfordert setzt sofort wieder starke Anspannung ein, mit Luftnot und steigendem Zittern bis beben...Beruhigung dauert länger als sonst. Also geht alles wieder von vorne los.

Habe gestern wieder Dimaval bekommen, 3 Stück genommen, nach einer Stunde wurde mir sehr warm und eine Art "Knirschen" im Nacken/Genick glaubte ich zu spüren mit einem erleichterndem Gefühl. Konzentrationsstörungen halten weiter an.... Schwindel weniger.


So...ich hoffe ich habe mit dem Text niemand abgeschreckt (Höre mich halt gerne reden...glaube ich. ) und hoffe nicht gesteinigt zu werden wegen den Drogengeschichten. Das war nunmal so und wie gesagt ich erlebte es nicht als "Sünde" sondern als eine Art Selbsttherapie.

Freue mich auf eine schöne Zeit hier.....

Innuendo

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
2013 10.06. : Ich suchte mir eine andere Zahnärztin, die Amalgamgegnerin war und lies mir mit Kofferdamm und Goldmaske für die Nase im UK 5 Füllungen mit Kunststoff ersetzen
Ich wäre mir nicht sicher ob eine Goldmaske ausreicht, ich würde eine Nasensonde verwenden. Unsachgemässes Entfernen sollte man auf jeden Fall vermeiden ist nicht zu unterschätzen!

lg

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Innuendo ist offline
Themenstarter Beiträge: 236
Seit: 25.07.13
Hallo dmps123...

Ja ich weiss was du meinst. Ich habe mir genug Gedanken deswegen gemacht. Aber kam zu dem Schluss, dass eine Nasensonde mit Sauerstoff trotzdem nebenbei noch Hg aufnehmen kann. Und durch den reinen Sauerstoff entsteht auch immer HgO das darf man nicht vergessen, das ist Liquorgängig und deswegen auch nicht so gewünscht von mir. Eine Nasenmaske hält einiges fern und diese war zudem mit Gold beschichtet, das schien mir recht logisch um das meiste Hg fern zu halten. Hier nähere Infos zu der Maske...
Wir über uns

Gruß Innuendo....
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Ich:"Ich habe Streptokokken" Fr Dok:"Dann machen Sie doch mal mehr Sport."

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dmps123 ist offline
Beiträge: 3.880
Seit: 05.09.08
Zitat von Innuendo Beitrag anzeigen
Hallo dmps123...

Ja ich weiss was du meinst. Ich habe mir genug Gedanken deswegen gemacht. Aber kam zu dem Schluss, dass eine Nasensonde mit Sauerstoff trotzdem nebenbei noch Hg aufnehmen kann. Und durch den reinen Sauerstoff entsteht auch immer HgO das darf man nicht vergessen, das ist Liquorgängig und deswegen auch nicht so gewünscht von mir. Eine Nasenmaske hält einiges fern und diese war zudem mit Gold beschichtet, das schien mir recht logisch um das meiste Hg fern zu halten. Hier nähere Infos zu der Maske...
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Gruß Innuendo....
Und durch den reinen Sauerstoff entsteht auch immer HgO das darf man nicht vergessen, das ist Liquorgängig und deswegen auch nicht so gewünscht von mir
Man muss keinen reinen Sauerstoff bekommen, Pressluft reicht ohne weiteres aus. Du brauchst ja sonst auch keinen reinen Sauerstoff, warum dann bei der Entfernung?

Das der Sauerstoff die BHS öffnet und das Hg dadurch ins Gehirn kann halte ich aus verschiedenen Gründen für falsch auch wenn dieses fragwürdige Gerücht in der Amalgamszene herumgeisterst.

Hg0 das beim Bohren entsteht ist de facto bereits gegeben.

Quecksilberdampf ist Hg0 und nichts anderes das ohne weiteres die BHS passiert. Deswegen verwenden wir ja eine externe Quelle zum Atmen damit wir diesen nicht inhalieren und ins Gehirn aufnehmen.

Inwiefern eine Goldmaske reicht oder nicht kann ich nicht beurteilen aber nur weil auf der Seite der Zahnarztpraxis steht das es effektiv ist muss es nicht stimmen.

Vielleicht gibt man einfach nur die Produktbeschreibung wieder.

lg

Geändert von dmps123 (27.07.13 um 08:56 Uhr)

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Innuendo ist offline
Themenstarter Beiträge: 236
Seit: 25.07.13
Das mit der Goldmaske war meine eigene Entscheidung, die Praxis hatte damit nichts zu tun. Das hatte einfach nur was mit Logik zu tun. Ich dachte mir wenn diese Quecksilberteilchen da rumschwirren was wäre denen lieber..? Einfach so in meine Nase zu flattern um dann in meinem Gehirn munter Schaden anzurichten, oder würden die ein tolles, anziehendes Metall wie Gold besser finden und sich daran binden? Man weiss ja auch von Daunderer ect..dass Gold-Quecksilberverbindungen eines der stärksten Verbindungen ist und sich schwer wieder löst. Die Philipinischen Goldsucher arbeiten ja auch mit Quecksilber um Gold zu finden und dieses funktioniert ja auch sehr effizient. Zudem verdampft da das Quecksilber nicht aus der Goldverbindung sondern muss über freiem Feuer gereinigt werden um das pure Gold zu bekommen.

Es gibt sehr viele Ideen welche wohl die beste wäre um bei der Amalgamentfernung die Atmung zu schützen..man muss sich entscheiden, dabei hilft einem kein Arzt usw. Und diese Variante erschien mir sehr logisch und praktisch und zudem auch praktisch umzusetzen und bezahlbar.

gruß...
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Ich bin der Neue...Meine Geschichte

Innuendo ist offline
Themenstarter Beiträge: 236
Seit: 25.07.13
Mal als Nachtrag....

ich habe im Forum zur Pulsdosis DMSA und DMPS mitgewirkt mit folgenden Erfahrungen:

http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...icrotrace.html

Und zusätzlich DMPS auf Kassenrezept bekommen:

http://www.symptome.ch/vbboard/amalg...senrezept.html

Und einige Dinge im Bezug auf Aminosäuren UND Magnesium herausgefunden:

http://www.symptome.ch/vbboard/erfol...saeuren-9.html

Ich habe einen weiteren Urin- und Stuhltest auf Hg gemacht und das Urinergebnis bekommen:

Urintest: Juni 2013 10.1 ug/l, 23.5 ug/ gKrea ; Dezember 2013 2.5 ug/l, 1.4 ug/ gKrea

Stuhltest: Juni 2013 29 ug/kg; Dezember ...wird nachgetragen
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Amalgam und Titan

reingefallen ist offline
Beiträge: 28
Seit: 28.11.13
Lieber "Ich bin der Neue",

als ich Deine Geschichte las, dachte ich, es sei meine eigene. Besonders die Atemprobleme, die Du schilderst, quälen auch mich. Das Gefühl, nicht genug Luft zu bekommen, nach Luft zu schnappen, der Ring um die Brust, die Seufzer und danach gleich wieder das Erstickungsgefühl, sie sind mit die schlimmsten Symptome und führen zu Panik oder stark depressiven Gefühlen mit Todesgedanken.

Ich habe im Jahr 2001 wegen Verdachts auf MS mein Gebiß sanieren lassen - eine Altmetallsammlung mit galvanischen Strömen und viel Amalgam. Ich glaube, die Sanierung fand nicht optimal statt, denn die kurzfristige Besserung wich einem dreijährigen Martyrium mit schlimmsten Befürchtungen (ALS), da die Symptome entsprechend ausfielen. Ich kann es mir ersparen, diese hier zu schildern. Ich habe aber immer wieder gute Phasen dazwischen gehabt, manchmal nur wenige Stunden, dann Tage, und Anfang 2005 fühlte ich mich wieder gesund.

Das blieb so bis Ende 2011. Nach einem Kopfunfall (schwerer Sturz mit Nasenbeinbruch) flammten die Vergiftungssymptome wieder auf, behandelt wurde ich wegen des HWS-Traumas. Im Herbst 2011 fühlte ich mich wieder soweit hergestellt, daß ich eine Radfernreise und eine mehrtägige Fußwanderung unternehmen konnte.

Zahnprobleme und -verlust führten mich in eine Arztpraxis, wo man offensichtlich mit Implantaten die besten Geschäfte macht. Ich wurde überredet, mir Implantate setzen zu lassen, da die vorhandenen Zahnstümpfe zu klein seien (Lüge, wie ich inzwischen weiß). Ich ließ mich - rückblickend ein Akt geistiger Verwirrung - überreden, mir anstatt fünf biologischen Zahnwurzeln (vier davon gesund und fest im Kiefer verankert) fünf Titanimplantate setzen zu lassen. In Wahrheit hätte ein einziges Implantat genügt, um eine gute prothetische Versorgung zu gewährleisten. Doch ich habe wohl mein Gehirn ausgeschaltet gehabt, und so wurde im Februar der Eingriff vorgenommen. Wohlgemerkt: Der Zahnarzt war von meiner Vorgeschichte mit Amalgam und neurologischen Symptomen unterrichtet!

Schon 14 Tage nach dem Eingriff spürte ich eine Veränderung mit mir vorgehen: übergroße Erschöpfung, Unlust mich körperlich anzustrengen (ich bin ein ausgesprochener Bewegungsmensch, habe mehrere 100-km-Läufe mit guten Ergebnissen bestritten, Marathons, Bergwanderungen etc.) und - absolut neu: ein seltsamer Schmerz im linken Oberschenkel. Ich konnte beim Radfahren nicht mehr richtig treten, der Schmerz strahlte irgendwie von der Leiste aus. Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich dachte: das sind die Implantate! Und gleich darauf verwarf ich diesen Gedanken wieder, denn es hat ja eine Menge Geld gekostet. Ich fühlte mich nicht wirklich krank, es gab viele Tage, an denen ich gar nichts spürte.

Im April wurden die Implantate freigelegt. Danach ging es gesundheitlich bergab. (Ich habe da schon täglich Aufzeichnungen gemacht, da mich die Ahnung nicht mehr losließ, daß die Implantate die Ursache für meinen seltsamen Zustand sein könnten.)
Im Mai wurden die Abutments (Aufbauten) eingeschraubt und ein Langzeitprovisorium gesetzt. Das war der Startschuß für ein Leiden, das inzwischen mein Leben zerrüttet. Alle überwunden geglaubten neurologischen Symptome incl. starker Atemnot, Schluckbeschwerden, leichter Zungenlähmung, Zittern, Muskelzucken etc. setzten wieder ein, alles linksbetont, ich fühlte mich wie durchgeschnitten. Neu hinzu kamen Schmerzen, vor allem im linken Oberschenkel, in der linken Schultermuskulatur, hinter den Schulterblättern etc. Ich will hier nicht alle Symptome schildern, sonst wird der Text zu lang.

Inzwischen bin ich unfähig, meinem Beruf nachzugehen. Ich lebe vom Lesen und Schreiben, dazu bin ich kaum noch in der Lage. Ich weine und habe Endgedanken, bin voller Schmerzen, kann keinen Sport mehr betreiben und habe mich jetzt an die Kieferchirurgie des hiesigen Landeskrankenhauses gewendet mit der Bitte, mir zu helfen. Diese Hilfe kann - soweit ich sehe - nur mehr darin bestehen, alle fünf Implantate operativ zu entfernen und durch eine herausnehmbare Totalprothese zu ersetzen.

Alle anderen Maßnahmen - Ausleitung etc - habe ich seit Sommer ohne jeden Erfolg praktiziert, alles hat viel Geld gekostet, aber keine Besserung erbracht.

Im Internet findet man viele widersprüchlichen Angaben zu Implantaten. Ich frage mich jetzt, weshalb die Vergiftung nun wieder so virulent geworden ist. Ob im Kiefer Metalldepots waren, die nun wieder aufgerührt worden sind, oder ob Meridiane gereizt sind, ob etwa ein "Antennenproblem" besteht ... niemand hat darauf eine Antwort.

Mich haben die Zahngeschichten ruiniert, wobei der finanzielle Ruin (ich habe ja eine teure Vorgeschichte) noch das kleinere Problem ist - lieber arm, aber gesund, als wohlhabend, und schwerkrank.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht: daß nach einer überstandenen Amalgamvergiftung Implantate zu neuer Erkrankung führt, die sogar schlimmer als alles Vorangegangene ist?

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Innuendo ist offline
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Seit: 25.07.13
Hallo "reingefallen"...

Das ist wirklich eine schlimme Geschichte, die du da durch hast. :(
Das mit der Atemnot habe ich für mich als eine Art Tetanie diagnostiziert. Dabei soll ein Kalziummangel im Blut die Ursache für Anspannung, Unruhe, Kribbeln und auch Atemnot bis zum Hyperventilieren sein. Ich denke eher das es sich dabei um ein Ungleichgewicht von Kalzium und Magnesium im Körper handelt.
Kalzium ist für die Erregung der Zellen zuständig und Magnesium für deren Entspannung. Zudem steuert Magnesium den Haushalt der Elektrolyte im Ganzem. Ich habe erst versucht mir Kalzium zuzuführen ohne besonderen Erfolg, dann die 2. Methode, Magnesium. Hiervon bekam ich zunächst starken Schwindel und etwas Kopfstechen, aber bereits 1-2 Stunden nach der Einnahme ging es mir sehr, sehr gut. Ich denke, das Magnesium alles erstmal beruhigt und "regelt" hat. So ein Ungleichgewicht kann auch bestehen wenn die blutwerte normal sind. Wenn die Nieren bei dir gut arbeiten würde ich es einfach mal versuchen. Auch die Krämpfe im Schlund und Schmerzen sind Kalziumproblemen zuzuschreiben. Magnesium wird ja auch bei Tetanien und Dystonien verwendet. Sogar im Epilepsiebreich. Ich denke, das bei mir dieses Ungleichgewicht zustande kam, da ich seit Jahren oft Durchfall oder wässrigen Stuhl habe und auch ständig schwitze -> aufgrund des Versuches des Körpers zu entgiften. Da gehen natürlich auch immer viele gute Sachen mit raus.

Zum anderem wirst du sicher noch Quecksilber im Körper haben und da ist Titan wirklich unangebracht. Es gab auch mal irgendwo ein Video von Dr. Mutter über das Thema Titan. Ich würde an deiner Stelle keine weiteren Chelatoren nehmen und versuchen den Körper erstmal wieder auf Fordermann zu bringen. Mit Nieren- und Leberunterstützung. Zinkreiche Ernährung, Magnesium, Kalzium, Elektrolyte. Öfter Medizinische Kohle (nicht mehr als 1 mal die Woche) und vielleicht einmal im Monat eine Rizinuskur. Zu Rizinus findest du hier auch einen riesigen Eintrag und das hat auf natürliche Weise vielen Menschen geholfen.

So bist du erst auf einem sachten Weg, dass der Körper unterstützt und regeneriert wird. Keine grossen Experimente. Viele Einträge hier klingen verlockend aber vieles ist auch Plazebo oder nicht für jeden geeignet.

Und gute Besserung!

Gruß Innuendo
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Innuendo ist offline
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Nachtrag...

mein Erfolgsbericht mit Magnesium.

http://www.symptome.ch/vbboard/erfol...tml#post970268
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Innuendo ist offline
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Neuigkeiten...das HG im Stuhl ist um 99% gesunken! Im Juni noch 29 ug/Kg jetzt auf 0.5 ug/Kg.
Pulsdosis mit DMPS/DMSA und 1 Tag später Kohle für 2 Tage scheint effizient zu sein.

Innuendo
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