Mein Mann trinkt sich zu Tode!

18.10.11 11:26 #1
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Bianka42 ist offline
Beiträge: 4
Seit: 17.10.11
ich bin seit 11 Jahren verheiratet.Mein Mann hat immer schon getrunken,aber in den letzten 2 Jahren ist er richtig alkoholkrank geworden.Alle 3-4 Wochen wird er zur Entgiftung eingeliefert und wenn er wieder raus kommt greift er sofort wieder zur Flasche!Er nimmt keine Therapievorschläge an,im Gegenteil, er sagt er säuft sich lieber tot. wir haben 3 Kinder und mein verstand sagt mir
klar und deutlich das ich ihn fallen lassen muß, aber aus irgend einem Grund
schaffe ich das nicht.Wer kann mir einen Rat geben!!


mein mann trinkt sich zu Tode!
kopf
hey,
sicherlich werdet ihr schon über trennung gesprochen haben ,des öfteren .
also , wenn ja ,gibt es hier vorläufe .mache ihm doch deutlich , dass es hier auch um verantwortung den kindern gegenüber geht .
sage ihm , dass es für dich kein problem mit der alkoholkrankheit an sich gibt, sondern das es dich mehr belastet ,dass er sie unbehandelt lässt.

hier gibt es irgendwann probleme . handelst du nicht ,bist du deinen kindern gegenüber eine "täterin ".das sollte bewusst sein.

du schreibst von "fallen lassen " , was du vielleicht tun müsstest.
es scheint dir sehr schwer zu fallen ,schon die gedanken daran .
eine interessante frage ist allerdings ,wer hier wen fallen lässt .

dein mann scheint seine familie "fallen gelassen"zu haben .
also ,du bist nicht der hauptakteur bei diesen problemen .

ich finde das verhalten deines mannes hochaggressiv !
er scheint keinerlei rücksicht auf seine kinder zu nehmen und agiert sich völlig aus .

es ist auf keinen fall eine menschliche untat ,wenn du hier zum schutz deiner kinder die konsequenzen ziehst .
im gegenteil ,es ist eine pflicht .
LG

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Oregano ist offline
Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
Hallo Bianka,

vom Verstand her scheint Dir klar zu sein, was zu tun ist. Aber das GEfühl hinkt hinterher?
Vielleicht wäre eine Selbsthilfegruppe eine Hilfe für Dich, um Klarheit und Unterstützung zu bekommen?:

Folgende Punkte sollten Sie für sich verinnerlichen:
Ich kann an der Trinkerei des Abhängigen nichts ändern. Ich drohe und kontrolliere nicht mehr. Ich verwöhne und versorge den Abhängigen nicht mehr länger. Ich werde für den Abhängigen nicht mehr lügen und ich lasse mich auf keinerlei Diskussionen mit dem Abhängigen ein.
Ich verstehe, dass er/sie krank ist. Aber ich werde sein/ihr Verhalten nicht tolerieren. Ich setze klare Grenzen, was ich in Kauf nehme und was nicht. Außerdem sage ich verbindlich, was ich tun werde, wenn er an seinem Verhalten nichts ändert.
Ich tue etwas für mich. Ich besuche eine Selbsthilfegruppe, in der ich mich mit anderen Angehörigen austauschen kann. Ich möchte glücklich und zufrieden leben, auch wenn der andere sich nicht ändert. Ich unternehme Dinge, die mir Spaß machen.
Hilfe für Angehörige von Alkoholkranken

Auf der Seite wird auch die "Co-Abhängigkeit" angesprochen:
Co-AlkoholikerIn? Selbsttest

Hier gibt es ein extra Forum für Angehörige: Co-Abhngige und Angehrige von Alkoholikern - Alkohol: - Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum

Al-Anon Familiengruppen - Alateen: Suche nach Gruppen
Wecarelife - Angehörige von Alkoholkranken

Grüsse,
Oregano

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Therakk ist offline
Beiträge: 1.690
Seit: 07.08.10
Liebe Bianca,
Wenn du bleibst wird sich nichts ändern, wenn du gehst ändert sich was....

Meine ExFrau war in einer ähnlichen Situation (zwar noch nicht so schlimm) und hat das beste für uns alle getan: Sie ist gegangen.

Liebe Grüsse
Therakk
__________________
Wir leben in der Annahme, dass wir denken, wobei es genauso möglich ist, dass wir gedacht werden

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Bianka42 ist offline
Themenstarter Beiträge: 4
Seit: 17.10.11
Danke für die netten Antworten.Nächsten montag werde ich das erste mal zu einer Suchtgruppe für Angehörige gehen! Hab zwar ein bisschen Angst, aber ich möcte es diesmal wirklich schaffen.

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
Hallo Bianka,

Du wirst das schaffen !. Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dir überlegst, daß alle, die in so einer Gruppe zusammen kommen, ja die gleichen Ängste und Erfahrungen haben wie Du auch .

Grüsse,
Oregano

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kopf
Kopf Hoch !!!

Liebe Grüsse !!

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ischae ist offline
Beiträge: 44
Seit: 17.10.11
Ich drücke Dir die Daumen, das du in der Gruppe die Hilfe findest, die nötig ist um zu erkennen, das Du Euch allem am meisten hilfst, wenn Du deinen Mann erstmal verlässt.
Ich schreibe bewusst : Erstmal, denn vielleich rüttelt ihn das dahingehend auf, das er einsieht, das er Alkoholkrank ist und mehr tun muss als gelegentliche Entgiftungen.
__________________
Es gibt nix Gutes, ausser man tut es :-)

Geändert von ischae (20.10.11 um 21:45 Uhr)

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zui11 ist offline
Beiträge: 732
Seit: 14.06.09
habt ihr schon mal was von dem Medikament Baclofen gehört ? Es eliminiert das Verlangen nach Alkohol (und auch Kokain bspw.) bei -soviel ich jetzt weiss- ungefähr 80% der Anwender. Google: Baclofen Alkohol
__________________
Meine Beiträge geben persönliche Ansichten wieder und stellen keine Ratschläge dar.

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Oregano ist offline
Beiträge: 63.704
Seit: 10.01.04
Hallo zui,

schau' mal hier: http://www.symptome.ch/vbboard/alkoh...-baclofen.html

Grüsse,
oregano


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