Ich kann nicht mehr.Wieder eine Nacht auf der Intensivstation

28.05.11 20:31 #1
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FeelIt ist offline
Beiträge: 306
Seit: 14.10.09
Hey ihr lieben,


eigentlich wollte ich hier nie über mein Alkoholproblem schreiben, aber ich kann einfach nicht mehr!
Ich versuch's alles so kurz wie möglich zu halten.
Angefangen hat alles ca. mit 16.
Endlich auch zu den "großen" gehören, Bier und irgendwelches Mischzeug kaufen könnnen, das war toll!
Zu den Disco besuchen, die jetzt natürlich jedes Wochenende anstanden, musste natürlich auch vorgetrunken werden.
Alles so weit ok, die ersten Monate waren kein problem,am Wochenende Abends getrunken, evtl. mit nem leichten Kater aufgewacht aber das leben ging weiter.
Dann kam anstatt das Bier der Vodka dazu, das war ein Fehler.
Natürlich muss man sich mit 16 als junges Mädel beweisen, das man genauso viel trinken kann wie die Jung's & das konnte ich!
Jeder der meinen Namen hörte, sagte nur noch "säuferin" im sinne von, die verträgt nen Stiefel.
Das Zeug floss in Mengen, die Morgenden danach waren grauenvoll, die Hände Zitterten, der Tag war im A****.
Mitte 16 dann der erste Intensiev aufenthalt mit 2,4 Promille.
Ich konnte aber noch normal sprechen und gehen, bin durch eine Polizeikontrolle ins Krankenhaus gekommen.
Am nächsten Morgen dann das erste mal ein Gespräch mit einem Psychologen gehabt, der mir dann sagte , das, dass nicht normal sei, das ich mit 16 und schlanker Figur normalerweise nicht so viel vertragen darf.
Zu der Zeit kamen viel verdrängte erinnerungen hoch, mit denen ich nicht klar kam/ komme.
Ausserdem gab es auch sonst viele Probleme.
Keine Woche später, dann der zweite Intensiev aufenthalt, wieder Gespräch, diesmal aber mit einem nächsten Termien.
Meine Eltern hatten nicht viel zu sagen, sie schimpften mit mir, baten mir aber auch keine hilfe an.Ich war alleine mit meinen ängsten und problemen.
Ca. zwei Wochen später, wieder Intensiev aufenthalt.
Ich war Fixiert weil ich wehrig war, meine Eltern wurden in der Nacht angerufen, sie kamen dann auch.
Meine Mutter schlug -trotz das ich in der Fixierung lag- auf mich ein.
Mein Vater sagte garnichts und die Ärzte waren hilflos, meine Eltern sagten ich solle mitkommen, doch ich wollte nicht und so blieb ich die Nacht da.
Am nächsten Tag wurde ich dann in die Kinder und Jugendpsychatrie eingewiesen.
Drei Monate Martyrium und der erste Entzug gingen los, viele Tränen sind geflossen, viele Tage habe ich im Time Out Raum ( Ein kleiner Raum mit einer rund um die Uhr überwachung und Nachts einer Matratze,Kopfkissen und Decke ) verbracht, so wie im Intensievzimmer (rund um die Uhr Überwachung und keine Mobiliar ausser einem Bett.)
In der Zeit fing ich an mich selbstzuverletzten und hatte meinen ersten Selbstmordversuch.
Nach den drei Monaten bin ich dann ohne Nennenswerte verbesserrung wieder Nachhause, wo der ganze sch* wieder von vorne anfing.
Ich hab keinen Anschluss mehr an die 11 Klasse gefunden, bin von einer sehr guten Schülerin zu einer der schlechtesten geworden.
Das saufen ging weiter.
Zwischen meinen 16 und 18 Lebnsjahr folgten ETLICHE Intensiev aufenthalte mit teils lebensbedrohlichen ausmassen.
Über 3 Promille waren keine seltenheit mehr.
Atem aussetzer, mehrere Tage Koma, Entzugserscheinungen,Unterkühlung.
Errinnerungslücken, wo ich am nächsten Tag mit Blutigen Sachen aufgewacht bin und selbst keine Schramme hatte.
Nächte in der Ausnüchterungszelle gehörten bald einfach dazu.
Mit 18 hab ich dann Mitte der 12 die Schule geschmissen, ich kam nicht mehr mit, konnte nicht mehr lernen, es ging garnichts mehr.
Unterstützung von Zuhause, Fehlanzeige!
Dann kam der zweite "Offizielle" Selbstmorversuch, wieder Psychatrie für ein paar Tage, dann wieder Nachhause.
So ging das dann ne Zeit lang, Intensiev, Psychatrie, Zuhause. Intensiev, Psychatrie, Zuhause.
Irgendwann wurde es den Psychatern und Ärzten zu "Bunt" , keiner wollte das mehr verantworten, so bekam ich einen Beschluss für mehrere Monate und es kam wieder ein Entzug.
Nach vielen gesprächen und Therapie Stunden wieder nach draussen.
Sofort wieder angefangen zu trinken.
In der Zeit zwischen meinem 18 und 21 Lebensjahr mehrere Intensiev aufenthalte, Selbstmordversuche,2 Reanimationen, etliche Beschlüsse und Monate in der Psychatrie und sonst eine sehr "Ich" Zerstörerisches leben geführt.
In der Zeit vom 16 bis 21 Lebensjahr hab ich sicherlich schon 100 Intensiev Aufentahlte hinter mir, wenn nicht mehr -.-

Es gab immer Zeiten wo es besser klappte,es gab, bzw. gibt völlig Katastrophale Monate wo nichts mehr geht.
Die Ärzte sagen ich sei Austherapiert.
Wenn ich jetzt auf die Intensiev komme, kann ich am nächsten Morgen einfach wieder gehen.
Das war früher nicht möglich, meistens wurd ich dann gleich eingewiesen.
Selbst als ich im Januar von mir aus, Nachts dort hingegangen bin, um einen Entzug zu beginnen ( ich konnte einfach nicht mehr ) wurde ich wieder weggeschickt, mit der Bemerkung; ich soll mich auf die Warteliste setzen lassen.
Bei meinem letzten Aufenthalt, wurde mir zugesichert, das wenn ich einen Entzug machen will, denn IMMER anfangen kann, wenn ich will!

Meine Mutter trinkt schon seit 30 Jahren so gut wie jeden Abend, früher war es Immer eine Flasche Wein, heute ist auch nur mal nen "Gläschen".
Wir kamen oft aneinnander wenn sie betrunken war, sie hat die aggression dann einfach an mir ausgelassen.
Meine Geschwister wollen davon nichts wissen.
Von meiner Mutter der Bruder war Alkohliker, jetzt ist er seit Jahren trocken.

Das ist so in etwa meine Trinker "Karriere"
Jetzt zum eigentlichen Punkt.
Ich kann und ich will auch nicht mehr trinken, aber ich schaffe das einfach nicht.
Jede Therapie die ich bis jetzt gemacht hab, war in etwa gleich aufgebaut und hat mich 0 weiter gebracht.
Mir muss niemand sagen, das Alkohol nicht gut für mich ist (fange Teilweise an zu Krampfen).Mir muss auch niemand sagen, was ich für ein Trinktyp bin, wann ich trinke, ab wann ich meinen Kontrollverlust bekomme und das wenn ich so weiter mache, bald sterben werde.Wobei die Ärzte mir schon mit 16 gesagt haben, ich werd keine 20
Ich will das einfach nicht mehr und ich bin mir auch darüber im Klaren was mit mir passieren kann, was die Folgen sind etc.
Und trotzdem bekomme ich es einfach nicht hin, einfach nichts zu trinken
Ich will nicht mehr auf die Intensiev, ich will nicht mehr Morgens aufwachen und wissen der Tag ist eh gelaufen, ich will nicht mehr meine Familie traurig machen,Ich will das alles nicht mehr :(


Tut mir leid, das es vielleicht doch etwas wirr geschrieben ist und evtl. auch Rechtschreibfehler drin sind.
Aber wie oben geschrieben, bin ich erst vor 2 Std von der Intensiev gekommen und bin doch noch etwas "verwirrt"


Lg FeelIt, die ganz schön mit sich zu Kämpfen hat ...
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Nischka ist offline
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Hallo FeelIt,
Deine Geschichte macht mich sehr betroffen. Es tut mir leid, daß Du dermaßen zu kämpfen hast.
Mir blieb die Frage: Wie alt bist Du jetzt?
Was machst Du tagsüber, kannst Du arbeiten?
Hast Du Depressionen?
Kannst Du in etwa schreiben, warum Du den Impuls zu trinken hast bzw. was früher der Anlaß war?
Möchtest Du Dich "wegbeamen"?
Was fehlt Dir, was hättest Du gerne, damit es Dir bessergeht?
Was waren die Gründe, warum Du gute Phasen hattest?

Ich habe gehört, daß es verschiedene Arten von Projekten gibt, für Menschen unter und über 20, im Ausland, in denen sie völlig aufgehen (nicht alle sind so ideal, aber man könnte evtl. danach suchen), d. h. sie fühlen sich gebraucht, sehen einen Sinn, packen mit an, es geht ihnen gut. Könnte so etwas evtl. ein Gegengewicht sein - ein so ganz anderes Leben, was die "alten Muster" vergessen läßt?
Könntest Du Dir vorstellen, für ein Jahr oder so Dein jetziges Leben komplett hinter Dir zu lassen und weit weg etwas Sinnvolles zu tun? Da, wo es keinen Alkohol gibt?
Ich bin mir sicher, daß dies so manchen Menschen geholfen hat, in neue "Puschen" zu steigen.

Ich wünsche Dir mehr Verständnis und Liebe von Deiner Umwelt!

Viele Grüße
**Nischka**
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Stell Dir vor, es gibt Funk, und keiner nutzt ihn :-D

Ich kann nicht mehr.Wieder eine Nacht auf der Intensiev.

FeelIt ist offline
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Hallo Nischka


Ich bin 21
Zur Zeit arbeite ich nicht, hab durch den verlust meines Führerscheins in diesem Jahr auch meine Arbeit verloren.
Fange dieses Jahr aber eine Ausbildung an ( 1.7 oder 1.8) jeh nachdem ob ich noch am Knie Operiert werden muss.
Ansonsten ist mein Tag nicht wirklich strukturiert, da ich einfach nichts zu tun hab, die einzigste Pflicht die ich hab ist mein Pferd,was aber keine Pflicht ist sondern Balsam für die Seele
Ohne ihn, wär das leben für mich nur noch schlimmer.
Ansonsten bin ich eher Nachts wach als am Tag, weil ich zur Zeit die Helligkeit, die Menschen, das leben nicht ertragen kann.
Ich geh dann Nachts spazieren, einfach diese ruhe und vielleicht ist es auch vor den Problemen "weglaufen"....
Ich würd nicht sagen das ich Depressionen hab, mir gehts schlecht, weil die Umstände so sind, wie sie sind und das ist das, was mich traurig macht.
Ja, man könnte sagen ich möchte mich "wegbeamen" einfach mal für nen paar Stunden nichts mehr merken nichts fühlen, nicht denken.
Zur Zeit ist es so , das ich z.B vor der Disco was trinke und beim trinken dann den "Impuls" bekomme, ach ist doch eh alles sch* egal, trink bis du nichts mehr spürst, trink einfach!
Ich denke dann nicht mehr über die Konsequenzen nach, will einfach nur meine ruhe, ein bisschen spaß für ein Paar Stunden, aber das ist dann meist schon zu viel, und der Abend ist gelaufen, und endet dann irgendwo ,wo man nicht sein möchte.
Ehrlich gesagt kann ich dir nicht bennen was mir fehlt, ich weiß es selber nicht
Meine Mutter hat immer zu mir gesagt; wenn ich eine Ausbildung hab und meine eigenes Geld verdiene, meine eigene Wohnung und ein geregelten Tagesablauf hab, dann würde alles besser.
Aber weisst Du was?
Ich kann mich noch nichtmal über die Ausbildungsstelle freuen, es ist zwar mein "Traumbetrieb" und auch mein Traumjob, aber es macht mich nicht glücklich, in keinster weise -.-
An "gute" Phasen kann ich mich schon garnicht mehr erinnern, ich glaub die gab es schon seit Jahren nicht mehr.
Ich hab so große angst davor, das ich wegen diesem Sch* Alkohol meine Ausbildungsstele verliere, nur weil ich es nicht auf die Reihe bekomme.
Ich weiß wirklich nicht, was ich dann machen würde.
Letzte Woche Mittwoch, bin ich Nachts heulend auf der Straße zusammengebrochen,ich konnte einfach nicht mehr.
In der Stunde war ich fest entschlossen mir das leben zu nehmen...
Ich denke seit dem Täglich daran, das ich jetzt schon tot sein könnte, und der "Gedanke" erfreut mich irgendwie.
Zur Zeit ist die lust am leben wirklich weg, und das ist keine Phase, das ist schon lange so.
Das ist kein leben, das ist exestieren mehr nicht.
Vor den anderen die Maske aufsetzen und das wars.
Ach, und das mit den Projekten kommt für mich nicht in Frage
Einmal wegen dem Pferd und zweitens wegen der Ausbildung,trotzdem Danke (:


Lg FeelIt
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Nischka ist offline
Beiträge: 1.507
Seit: 02.01.11
Ansonsten ist mein Tag nicht wirklich strukturiert, da ich einfach nichts zu tun hab, die einzigste Pflicht die ich hab ist mein Pferd,was aber keine Pflicht ist sondern Balsam für die Seele
Das versteh ich total gut!
Kannst Du Dich, wenn Du mit dem Pferd bist, fühlen? Nimmst Du dann anders wahr, fühlst Du Dich geborgen, kannst Du fühlen?
Ansonsten bin ich eher Nachts wach als am Tag, weil ich zur Zeit die Helligkeit, die Menschen, das leben nicht ertragen kann.
Ich geh dann Nachts spazieren, einfach diese ruhe und vielleicht ist es auch vor den Problemen "weglaufen"....
Wenn Du die Helligkeit und die Menschen und das Leben nicht gut ertragen kannst, würde ich sagen, daß Du durch irgendwelche Faktoren überreizt bist und die "Abwesenheit von Reizen" suchst. Ist das richtig formuliert?

Ich würd nicht sagen das ich Depressionen hab, mir gehts schlecht, weil die Umstände so sind, wie sie sind und das ist das, was mich traurig macht.
Ich frage mich, ob es wirklich "nur" die Umstände sind. Denn wenn Du diese ändern könntest, dann würde es Dir doch bessergehen, oder?
Welche Umstände sind dies, wenn Du das schreiben magst (oder meinst Du die mit dem Alkohol - sind die evtl. eher die Folge?)

Ja, man könnte sagen ich möchte mich "wegbeamen" einfach mal für nen paar Stunden nichts mehr merken nichts fühlen, nicht denken.
Nichts merken, fühlen, denken, das heißt - wie ich das verstehe - daß Dein Merken, Fühlen, Denken Dir nicht guttun, also negativ sind.

Ich denke dann nicht mehr über die Konsequenzen nach, will einfach nur meine ruhe, ein bisschen spaß für ein Paar Stunden,
Hast Du Spaß, wenn Du trinkst? Ist es so, daß Du Dich dann lockerer fühlst?

Ehrlich gesagt kann ich dir nicht bennen was mir fehlt, ich weiß es selber nicht
Könnte es sein, daß Dir das fehlt, was Du - evtl. - mit Deinem Pferd hast?
Liebe, Wärme, Geborgenheit, Dich "bei Dir" fühlen?
Meine Mutter hat immer zu mir gesagt; wenn ich eine Ausbildung hab und meine eigenes Geld verdiene, meine eigene Wohnung und ein geregelten Tagesablauf hab, dann würde alles besser.
Ich weiß, so und ähnlich denken oft Außenstehende. Sie können sich nicht wirklich einfühlen. Ich habe so etwas früher sehr breit erlebt.

Aber weisst Du was?
Ich kann mich noch nichtmal über die Ausbildungsstelle freuen, es ist zwar mein "Traumbetrieb" und auch mein Traumjob, aber es macht mich nicht glücklich, in keinster weise -.-
Theoretisch, wenn es wirklich nur um die Umstände ginge, dann würde es Dir doch bessergehen mit Ausbildung im Traumbetrieb, oder?

Letzte Woche Mittwoch, bin ich Nachts heulend auf der Straße zusammengebrochen,ich konnte einfach nicht mehr.
In der Stunde war ich fest entschlossen mir das leben zu nehmen...
Ich denke seit dem Täglich daran, das ich jetzt schon tot sein könnte, und der "Gedanke" erfreut mich irgendwie.
Zur Zeit ist die lust am leben wirklich weg, und das ist keine Phase, das ist schon lange so.
Das ist kein leben, das ist exestieren mehr nicht.
Worauf ich hinauswill:
Ich finde schon, daß es wie eine Depression klingt. Ist natürlich die Frage, wie man Depression definiert. Sicherlich gibt es noch so einige andere Begriffe dafür. Grundlegende Düsterkeit oder Gemütsverdunkelung wäre meiner z. B.

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten für Auslöser für dieses Lebensgefühl, das Du beschreibst. Ich habe eine Erklärung zum ersten Mal gefunden vor etlichen Jahren in dem Buch "Impfungen, der Großangriff auf Gehirn und Seele" von Harris Coulter.
Er beschreibt darin genau solche Gemütsverstimmungen. Dabei bezieht er sich allerdings nicht auf Umstände, sondern speziell auf Impfungen und deren Nachwirkungen, die - unbehandelt - lange nachwirken können.
Ich bin darauf gestoßen, weil ich ewig gesucht habe nach etwas ähnlichen Verstimmungen bzw. deren Ursachen bei mir selbst als junger Mensch. Ich habe zwar nicht zum Alkohol gegriffen, aber ich habe gelitten wie sonst etwas. Ich habe allzu lange gedacht, daß meine Kindheit und die Umstände die Ursache seien und bin daher in die falsche Richtung gelaufen.

Ich plädiere noch heute für homöopathische Konstitutionstherapie, ich habe sie selbst 25 Jahre mitgemacht, was ein sehr langer Zeitraum ist. Heute sehe ich die blinden Flecken in der Homöopathie, ihre Risiken, aber auch Chancen.

Hätte ich damals gewußt, daß bei mir (neben Kindheitstraumata) Impfungen und Amalgam - des weiteren Antibiotikagaben und Holzschutzmittel - Auslöser dieses Lebensüberdrusses gewesen sind, hätte ich anders vorgehen können. Ich hätte spezielle hom. Mittel bekommen können (durch einen impfschadenerfahrenen Homöopathen), hätte mir ein Zuviel an Psychotherapie sparen können, und ich hätte entgiften können.

Nochmal zu Harris Coulters Buch: Er beschreibt die neurologischen Störungen und Schädigungen, die durch Impfungen hervorgerufen werden können. Ich meine, daß es eben heutzutage nicht nur Impfungen sind, sondern noch x andere Faktoren eine Rolle spielen können, die neurologische Störungen (wie eben auch Gemütsverdunkelungen) hervorrufen können, eben auch die bereits genannten und in hohem Maße auch die Mobilfunkstrahlung bzw. Mikrowellenstrahlung (was eigentlich heißt: kein Handy, Schnurlostelefon, WLAN nutzen).

Ich hoffe, ich schreibe hier nicht zuviel, was Dich überfordert.
Es ist mir nur wichtig, Dich darauf aufmerksam zu machen, was alles sein kann, was ich aus eigener Erfahrung weiß. Und ich hoffe natürlich, daß ich Dir damit einen Denkanstoß geben kann und hauptsächlich: eine Hoffnung. Eine Hoffnung, daß auch Du eine Chance hast, nach mehr Ursachen als den Umständen zu suchen und fündig zu werden und etwas zu tun.
Früher lebten Menschen auch in sehr schwierigen Umständen wie z. B. Krieg, Hunger, Vertreibung, Traumata durch Verlust der Familienangehörigen und vieles mehr. Sie mußten nicht zwangsläufig ihr Leben so fristen wie Du seit einigen Jahren. Viele sind doch immer noch irgendwie stabil daraus hervorgegangen. Das sieht man an den älteren Generationen, sie haben auch ihre Zipperlein, aber meist längst nicht so durchschlagend wie die jüngeren Generationen.
Ich habe gerade Charlie Chaplin gelesen. Er hatte eine äußerst schwere Kindheit, in Dreck und Armut und Einsamkeit. Ja, er war als Erwachsener melancholisch. Aber er war nicht durchweg unglücklich und mußte sich nicht permanent betäuben, weil das Leben für ihn so unerträglich gewesen wäre.

Ich beobachte wirklich weithin, daß die Menschen durch so vieles dermaßen überreizt sind, daß sie kleinste Impulse oder auch natürliche Impulse wie Helligkeit oder eine kleine Geräuschkulisse nicht mehr ertragen können. Und das ist absolut ernstzunehmen.

Ich würde Dir vorschlagen, wenn es Dir möglich ist, hier im Forum oder sonst im Internet mal nach alternativen Heilmethoden zu suchen, wie z. B. Homöopathie.
Oder vielleicht auch: Cranio-Sacral-Behandlungen. Meine Tochter hatte eine sehr angespannte und irgendwie auch depressive Zeit. Immer wenn sie vom Cranio-Sacral-Behandler wiederkam, war sie völlig entspannt, wie auf einer Wolke, ihr Blick war völlig ruhig und anwesend. Sie fühlte sich rundum wohl.

Und ein weiterer Vorschlag wäre, daß Du jemanden suchst, der/die Dir beistehen könnte bei einem "anderen Weg", vielleicht jemand aus einer Selbsthilfegruppe oder evtl. eine Hausärztin, die die Alternativmedizin begrüßt. Vielleicht brauchst Du eine Amalgam-Entgiftung?
Evtl. können Dir Schüßlersalze weiterhelfen, das sind potenzierte Mineralien. Diese können wirklich manches Mal Wunder wirken, wenn sie richtig eingesetzt werden (Buchtip: Lebensquell Schüßlersalze von Monika Helmke Hausen). Aber ich hab schon so viel geschrieben, das genauer zu beschreiben, ist mir gerade zuviel.

Der Weg benötigt sicherlich Geduld und viel Aufmerksamkeit. Aber ich meine, daß Du es schaffen kannst, mit netter, liebevoller Unterstützung.

Ach, und das mit den Projekten kommt für mich nicht in Frage
Einmal wegen dem Pferd und zweitens wegen der Ausbildung,trotzdem Danke
Das mit den Projekten, daß das nicht in Frage kommt, das ergibt sich aus Deinen weiteren Schilderungen. Wenn man keine guten Phasen oder Momente mehr hat, dann nützt Äußeres nicht mehr unbedingt was, dann braucht man wohl erstmal handfestere Unterstützung.

Ich hoffe sehr, daß irgendeiner meiner Tips Dir weiterhelfen kann, und wenn es ein einziger Schritt ist. Ich wünsche Dir, daß Du baldigst Deinen Lebensfaden, Deine Lebenslust - zumindest erstmal momenteweise - wieder aufnehmen kannst.

ALLES ALLES GUTE Dir!!!

**Nischka**

P. S. Was mir noch einfällt als Tip: Vergleich Dich nie mit anderen und laß Dich nie mit anderen vergleichen, das tut weh.
Wenn jemand sagt: Das oder jenes "mußt Du" schaffen oder können, dann sei Dir sicher, daß er/sie das nicht wissen kann!
Leider lese ich selbst hier im Forum manchmal solche Dinge.
Sei Dir Dein eigener Maßstab, konzentrier Dich nur auf Dich und laß Dir nichts aufschwätzen, was nicht zu Dir
paßt/gehört.
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Geändert von Nischka (29.05.11 um 08:11 Uhr)

Ich kann nicht mehr.Wieder eine Nacht auf der Intensiev.

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
FeelIt,
niemand ausser dir kann aufhören. Dafür gibt es diverse Angebote für Alkoholentzugstherapien, die alle über viele Monate gehen.
Ich bin sicher, Du weisst darüber selbst bestens Bescheid.

Es ist einzig von deinem Willen abhängig und von niemand anderem.
Wenn Du dich zugrunde richten musst, obwohl Du genau weisst, wie schlecht all deine Werte schon sind, dann ist das deine Sache. Denn Du bist volljährig und für dich selbst verantwortlich.

Hier diverse Threads zu eröffnen, wie schlecht es dir geht und all deine Werte sind und dann sowas zu schreiben
Zitat von FeelIt
Wobei die Ärzte mir schon mit 16 gesagt haben, ich werd keine 20
gibt mir eigentlich nur das Gefühl, dass dir der Ernst deiner Situation trotz 100 Intensivaufenthalten nicht klar ist. Die geben aber sicher wunderbare Gründe sich erneut die Kanne zu geben.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Ich kann nicht mehr.Wieder eine Nacht auf der Intensiev.

FeelIt ist offline
Themenstarter Beiträge: 306
Seit: 14.10.09
Hallo Nischka,

ich werd erstmal den Beitrag von "nicht der papa" beantworten, weil du ja doch einiges geschrieben hast und ich auch deinen Beitrag "vernünftig" beantworten möchte.


Hallo nicht der papa,

über die Diversen Angebote für Alkoholiker weiss ich bescheid.
Wie oben geschrieben, hab ich auch schon mehrere Therapien gemacht , die auch mehrere Monate gingen.
Zugrunde richten will ich mich nicht mehr, nicht der papa.
Und ich weiß das einzig und alleine, ich damit aufhören muss,aber ich schaff es nicht.
Ich meine, wie stellst Du dir das vor?
Nur weil man weiss, hey, deine Werte sind schlecht, die Ärzte geben dir eine kurze lebenserwartung, meinst Du, das alleine hällt einem von der Sucht ab?
Ich bin mir im klaren darüber, was das ganze für Risiken für mich hat, aber deswegen fällt es mir nicht leichter, nichts zu trinken.
So einfach ist das nicht
Ich will nicht mehr trinken, und das was du Zitiert hast, ist einfach eine Art "humor" von mir, mit der ganzen Sache umzugehen.


Lg FeelIt
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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Zitat von FeelIt Beitrag anzeigen
Und ich weiß das einzig und alleine, ich damit aufhören muss,aber ich schaff es nicht.

Lg FeelIt
Wer sagt- ich kann nicht, der sagt ich will nicht.

Warum willst Du in deinem tiefsten Inneren letztlich doch nicht? Das ist die Frage, die Du dir stellen musst. Nicht für mich bitte, sondern für dich.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

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Männlich Bodo
Hallo FeelIt.


Zitat von FeelIt Beitrag anzeigen
über die Diversen Angebote für Alkoholiker weiss ich bescheid.
Wie oben geschrieben, hab ich auch schon mehrere Therapien gemacht
, die auch mehrere Monate gingen. Zugrunde richten will ich mich nicht mehr . . .
Ich bin seit Dezember 2008 trockener Alkoholiker und werde im August 44 Jahre alt.
Vom Saufen kam ich nur weg, weil ich ein beinahe tödliches Alkohol-Delir entwickelte,
welches sich derart tief einprägte, dass ich endgültig vom Saufen-Müssen geheilt bin.

Ich nehme Dir ab, dass Du es wirklich schaffen willst, ohne Alkohol zu leben.
Lasse Dir mitteilen: Es geht, es geht sogar wunderbar, ein Leben ohne Alk ist viel besser.

Ich rate Dir jetzt nicht zu den Anonymen Alkoholikern oder vergleichbaren Vereinen.
Ich möchte Dir die Fleckenbühler vorstellen - lese Dir die Seiten einfach mal in Ruhe durch.

Vielleicht spricht Dich das Angebot an: Es würde mich für Dich freuen!





HGB

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Nischka ist offline
Beiträge: 1.507
Seit: 02.01.11
Hallo ndp,
alle Menschen haben einen unterschiedlich starken Willen, und alle haben ein unterschiedlich großes Paket zu tragen. Man kann nicht alle mit demselben Maßstab messen. "Wer sagt, ich kann nicht, der sagt ich will nicht",
das ist schlicht und einfach nicht wahr.
Ein Rollstuhlfahrer (um mal ein sichtbareres Beispiel zu nennen) kann nicht laufen, das ist Fakt.
Und Menschen mit neurologischen Schädigungen (durch Impfungen, Zahnmetalle, Funkstrahlung u. v. m.) leiden häufig unter der Schwächung ihres Willens, und ihr Paket, was sie zu tragen haben, ist häufig größer als das, was sie zu tragen vermögen.
Manche haben Glück, ihr Paket mit der Hilfe von anderen tragen zu können, manche haben Glück, die richtige Behandlungsmethode zu finden.

Ich kenne wirklich viele Menschen, die mit massiven gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben, sich nach Leibeskräften bemühen, hier und dort mal einen Erfolg einfahren, eine Hoffnung, aber nur wenige kommen weitergehender da raus.

Ich halte nichts von dem Konzept der Allmacht des Menschen und entsprechend von dem: Wenn Du nur willst, dann kannst Du.
Meiner Erfahrung nach sagen das nur Menschen, die ihr Schäfchen einigermaßen im Trockenen haben oder ins Trockene bringen konnten.
Würde die Allmacht funktionieren, würde unsere Welt wirklich anders aussehen. Es sei denn, man unterstellt den Menschenmassen, daß sie alle nicht wirklich wollen (ich meine nicht nur gesundheiliche Probleme, sondern auch Krieg, Hunger, Armut etc.).

Nichtsdestotrotz ist es natürlich wichtig, daß FeelIt sich nach bestem Wissen und Gewissen bemüht, immer und immer wieder das innere Licht aufzusuchen - sofern möglich - also auch den Willen, um Stück für Stück etwas auf die Reihe zu kriegen. Es ist aber mit Sicherheit nicht leicht. Und jeder Schritt wäre einer Gratulation würdig. So sehe ich das.

"True love is born from understanding" steht auf einer Postkarte, die ich habe, ich schätze diesen Satz sehr. Andere Menschen verstehen heißt auch - finde ich - sich zu bemühen, in sie hineinzuversetzen. Und wenn es nicht geht, und das ist oftmals so bei schweren Erkrankungen, dann finde ich Respekt sehr wichtig gegenüber dem, was ich nicht verstehe, statt gewissermaßen von oben herab über den anderen zu urteilen oder ihm/ihr die eigenen Konzepte darzulegen, die für einen selbst funktionieren mögen, aber nicht übertragbar sind.

FeelIt,
wenn Du den Impuls hast zu trinken, gäbe es da irgendeine Idee, was Du in solchen Momenten stattdessen tun kannst oder essen oder trinken kannst?
Oder etwas, womit Du Dich schnell beschäftigen, also ablenken kannst?
Vielleicht nützt es auch etwas, buchstäblich jedes Mal, wenn Du diesen Impuls hast, Dir sofort intensiv vor Augen zu halten, was die Folgen sind. Die kennst Du ja in- und auswendig.
Und könnte es Dir helfen, wenn Du Dich erstmal aus "alkoholischem Umfeld" heraushältst, also die Orte meidest, an denen Du immer wieder verführt bist?
Gibt es irgendetwas, das Dir sehr wichtig ist, worauf Du Dich konzentrieren könntest (Pferd, schreiben, bestimmte Musik hören und eintauchen, Sport, Spaziergänge mit jemandem wegen Ablenkung oder oder)?

Sind so Gedanken, die ich hatte.

Alles Gute!!
**Nischka**
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nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.535
Seit: 18.11.09
Sorry Nischka, was soll das? Thema verfehlt.
FeelIt ist keine Rollstuhlfahrerin, der ich geschrieben habe sie müsste nur aufstehen wollen, dann könnte sie laufen. Sondern Alk. Und kein Alk schafft es, wenn er nicht will. Ein Alk der sagt ich kann nicht, der sagt ich will nicht. Auch wenn das ein unbewusstes Nicht Wollen ist.

Wie Bodo schon geschrieben hat, muss es einem Alk meist erst richtig, richtig schlecht gehen, er muss ganz unten sein, dass er endgültig kapiert was Sache ist.
FeelIt war um die 100x auf der Intensiv und ich weiss, was das bedeutet. Da war jedes Mal ein traumatisches Erlebnis.
Da ist mir gestern schon durch den Kopf gegangen, wenn das noch nicht schlimm genug für sie war, was muss noch kommen?
Geht es ihr noch zu gut?
Muss sie erst alles verlieren? Vielleicht.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Geändert von nicht der papa (30.05.11 um 11:53 Uhr)


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