Als alkoholkrank gilt man...

05.10.10 20:15 #1
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Als alkoholkrank gilt man...

zarandra ist offline
Beiträge: 37
Seit: 23.08.09
Ich habe ja erwähnt, dass ich es für möglich halte, dass beispielsweise eine Gesamtmenge von 10 Gramm Alkohol unbedenklich ist. Aber da man dies schon durch die Ernährung und leichten Getränken wie Apfelsaft oder Traubensaft aufnimmt, kann man vom gesundheitlichen Aspekt die alkoholischen Getränke wirklich ersatzlos streichen.

Dass in deiner Familie einige trotz Alkoholkonsum alt wurden (ich habe in einerm deiner Postings gelesen, dass dies nur auf einer Seite der Familie war), mag ich Dir ja aufrichtig gönnen. Auch meine Oma war Kettenraucherin und wurde 89. Wahrscheinlich hätte sie aber ein sehr viel schöneres Leben im Alter gehabt, wenn sie keine Probleme mit Atmen gehabt hätte. Und dann kenne ich wieder andere, die wegen des Rauchens schon mit 50 einen Teil der Lunge rausnehmen mussten und eine, die mit 46 Kehlkopfkrebs bekam.

Mich stört es sehr, wie Du von der Landhaus-Wein-Stimmung in Frankreich redest und dabei den Anschein erwecken möchtest, dass es nur mit Alkohol idyllisch sein kann. Auch sonst zweifle ich daran, dass das französische Landleben so idyllisch ist, wie Du da den Anschein erwecken möchtest. Vielleicht für Millionäre, aber nicht einmal das ist sicher. So ein Leben kann man sich vielleicht ab 70 vorstellen, aber Ich kenne sogar einen überaus guten und reichen Weinbauern in Italien, dem man es schon an der Gesichtsfarbe anmerkt, dass da keine Zelle in seinem Körper existiert, die nicht vom Alkohol durchtränkt ist. Obwohl er sein Können gut beherrscht, haben wir die geschäftlichen Beziehungen abgebrochen, da aus einem zuverlässigen, aufrichtigen Geschäftspartner ein unpünktlicher, unzuverlässiger, energieloser Mann geworden ist. Ein Aussenstehender kann schon sagen, dem gehts ja gut, der hat ja sein Geld, aber ich bezweifle, dass es das Ziel eines Menschen sein kann, dahinzuvegetieren.

Aber so sucht halt jeder seine Wünsche zu erfüllen und den Sinn des Lebens herauszufinden. Es ist ja Dein Recht, dass Du für Dich das Gefühl hast, dass die Beduselung dazugehören muss. Für mich muss es das nicht und ich bin froh darüber. Dann aber den Menschen weismachen wollen, dass man Wein trinken muss, um gesund und glücklich zu sein, finde ich völlig daneben.

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Therakk ist offline
Beiträge: 1.690
Seit: 07.08.10
Jeder wie er meint. Ich dachte auch lange es ist Okay so ein, zwei Gläschen....das war Okay, damals.
Heute denk ich halt Alkohol ist scheisse und sobald ein Gläschen getrunken ist ist die Wahrnehmung beeinträchtigt. Das ist ebenso Okay

Jeder wie er meint.

Aber zum Thema wann man als Alkoholkrank gilt...wenn man sich den ganzen Tag über schon freut aufs tägliche Feierabendbierchen sollte man sich schon mal überdenken. Ist es der Feierabend auf den man sich freut oder ist es der Alk.........

Lg Ich

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Also wenn man schon als krank gilt wenn man ein Glas (was weiß ich )trinkt, dann überspitzt man die Fragestellung.
Jeder soll das für sich entscheiden.
Ich freue mich auf ein Essen und auf mein Wein. Sehe auch keinen Grund warum ich darauf verzichten sollte. Wenn man natürlich jedes Stück Käse benutzt um was zu trinken, sieht das schon etwas anders aus. Wenn jemand nicht mehr zuverlässig arbeitet, dann hat derjenige ein Problem. Aber ich kenne viele Italiener die auch ohne Wein nicht so zuverlässig sind. Haben eine andere Einstellung dazu. Verstehe auch nicht ganz warum man mit 70 sich das leisten könnte oder man Millionär sein muss um ein glückliches Leben zu haben. Mit 70 ist das wohl egal, weil man eh bald in die Kiste springt? Seltsame Ansichten. Gerade bei älteren Personen tritt häufig eine Form von Alkoholkrankheit auf. Sie müssen oft den Notdienst holen oder landen sogar ins Krankenhaus.
Übrigens die Familienseite von mir die immer Gesundheit gepredigt hat...hatte die schlechteren Karten. War vielleicht Zufall.

Die Europäer trinken mehr Alkohol als irgendjemand sonst auf der Welt. Das belegt eine aktuellen Studie, die das Institut für Alkohol-Studien in London im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt hat.
www.dialog-on.at/news_318_1.html

Woran liegt das? Lebe wieder in einem Weinanbaugebiet. Aber hier trinkt man weniger. Obwohl in fast allen Häusern, Liköre und auch Wein selbst hergestellt wird. Auch Bier ist hier sehr beliebt. Trotzdem wird Literweise Coca getrunken und andere Limonaden. Gefärbter Zucker pur.


2. 2. Schlüsselfaktoren

Mangelnde Hygiene, unsauberes Trinkwasser, unzureichende Ernährung und mangelnde ärztliche Versorgung begrenzen die Lebenserwartung in der Hauptsache. Dies galt für die vorindustrielle Zeit und gilt heute noch für weite Teile der Dritten Welt.

Dort, wo diese Verhältnisse auf einem akzeptablen Niveau sind, gelten nun nachstehende 5 Schlüsselfaktoren als bedeutsam:

1. Rauchen
2. Übergewicht
3. Bluthochdruck
4. Diabetes
5. mangelnde regelmäßige Bewegung.

So liegt die Spanne der statistischen Lebenserwartung einer 70-jährigen Person, 90 Jahre alt zu werden, zwischen 5 % und 54 %, je nachdem wie günstig oder ungünstig vorstehende Faktoren gegeben sind [7]. Alkoholkonsum und Cholesterinspiegel wurden vor dieser Untersuchung als ebenfalls bestimmende Faktoren betrachtet, ihr Einfluss wurde nun im Vergleich als wesentlich geringfügiger erkannt.
Wapedia - Wiki: Lebenserwartung
LG, Difi
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Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt! -- Einstein --

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Carlina ist offline
Themenstarter Beiträge: 560
Seit: 17.01.06
...und wie ist es nun, wenn man lange Zeit regelmäßig Alkohol zu sich genommen ...wie kann man dem Körper dann helfen sich davon zu erholen/reinigen?
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Schöne Zeit wünscht Carlina

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Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Nicht einfach zu beantworten.

Wenn jemand täglich ein Glas Bier oder Wein trinkt, trinkt er regelmäßig Alkohol. Aber in einer Menge wo der Körper kein Problem hat. Da muss man weder dem Körper helfen noch reinigen. Reinigen hört sich eh für mich ulkig an. Wäschegang und alles ist wieder sauber. Einfach aufhören zu trinken und sehen was dann passiert. Wenn man noch im Bereich ist...wird der Körper es einfach abbauen.

Wenn jeder nur eine Zigarette rauchen würde, gäbe es auch da nicht das Thema. Die Lunge muss einiges verarbeiten.

Wann gilt man Alkoholkrank? Das ist ein schleichender Prozess. Oft nicht erkennbar. Oder erst wenn es zu spät ist. Aber leicht erkennbar. Keinen Tropfen anrühren.

LG, Difi
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Carlina ist offline
Themenstarter Beiträge: 560
Seit: 17.01.06
Danke Difi, das hast schön geschrieben. ...das mit dem reinigen, da kam ich drauf weil ich kürzlich was hörte das ein Heilpraktiker einer Bekannten eine Entgiftung vorgeschlagen hat, das der Körper von den "Schlacken" und so befreit/gereinigt werden soll, allerdings jetzt nicht im Bezug wegen Alkohol sondern Medikamenten.

Alkohol genießen, mich selber beobachten, wann genug, auch mal wieder längere Zeit/Monate gar nichts, wenn ich das nicht im Griff habe, sollte ich es wirklich ganz sein lassen.
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Schöne Zeit wünscht Carlina

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zarandra ist offline
Beiträge: 37
Seit: 23.08.09
Mich stört es einfach, dass hier der Anschein erweckt werden möchte, dass man nur Probleme mit Alkohol hat, wenn man schon am Morgen an der Flasche hängt oder Unmengen von Alkohol täglich trinkt. Das stimmt eben nicht und genau mit so Bildern im Kopf belügen sich Millionen von Deutschen selbst, wenn sie ihren Alkoholkonsum herunterspielen. Man denkt dann immer gleich an die Bettler am Strassenrand oder an die komischen Typen, die schon am Morgen in der Beiz hocken und sagt sich dann: "Nöööö, bei mir ist doch alles in Ordnung! Sooo schlimm ist es bei mir doch noch lange nicht." Allerdings misst man sich als regelmässiger Trinker (auch wenn es kontrollierbare Mengen sind) nie an die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung, die vielleicht höchstens 1-2 mal in der Woche wenig Alkohol trinken.

Allerdings ist die Alkoholsucht eben ein schleichender Prozess. Ich stelle es mir so vor wie ein riesiger Meeresstrudel, der sich dann so dreht und einem in der Mitte in die Tiefe zieht. Am Anfang kann man schon noch gut wegschwimmen, mit der Zeit kämpft man aber nicht mehr dagegen an und lässt sich langsam hineinziehen (wie es im Leben und im Alltag halt so geht), aber plötzlich ist man schon näher am Abgrund, als man denkt und es gibt kein Entkommen mehr. Zur Selbstüberschätzung neigen ja bekanntlich alle Menschen.

Ausserdem finde ich die Alkoholsucht eben bei weitem gefährlicher als andere Drogenabhängigkeiten. Von einer normalen Droge kann man wenigstens wegkommen, wenn man sich nach dem mehr oder weniger schweren Entzug einfach sagt: "So, jetzt ist aber Schluss!" Das funktioniert bei Alkohol aber nicht, da der Alkohol ja ein Stoff ist, der auch in normalen Lebensmitteln vorkommt oder der sogar vom Körper im Gärprozess selbst gebildet werden kann. Man hat dann nachher also ernsthaft ein Problem. Es ist ja auch kein Wunder, dass ehemalige Alkoholiker noch jahrelang bzw. ein Leben lang seelische Unterstützung brauchen (z.B. Anonyme Alkoholiker).

Und so ist das tägliche Glas nicht einfach so harmlos, wie hier manche den Anschein erwecken möchten. Zum einen bleibt es selten bei dem einen Glas, wenn man daheim schon mal die Weinflasche geöffnet hat oder mit angeblichen Freunden gemütlich in der Kneipe sitzt. Zum anderen sucht man sich auch immer gezielter Möglichkeiten, wo man denn zu dem einen Glas kommt, ohne dass man eigenen Prinzipien untreu wird. Bei mir war es beispielsweise so, dass ich mir verboten habe, alleine zu trinken. Und wusch, auf einmal habe ich gemerkt, wie es mich ärgerte, als meine Beiz am Montag plötzlich geschlossen hatte. Seitdem ich beispielsweise bewusst nur noch 1 bis maximal 2 mal in der Woche sehr wenig trinke, ist mir auch bewusst geworden, mit was für Pfeifen ich mich früher zum Teil abgegeben und geredet habe, nur um den Alkohol nicht alleine trinken zu müssen. Das ist dann echt zum Teil beängstigend, wenn man das im nüchternen Zustand sieht. Wenn man beduselt ist, findet man ja alles irgendwie lustig und erbauend.

Herzliche Grüsse und bleibt immer wachsam

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Difi ist offline
Beiträge: 4.051
Seit: 28.04.09
Verstehe den Gedankengang...aber nicht alle Menschen werden Alkoholkrank weil sie ein edles Tröpfchen schlabbern oder abends ein Bier trinken oder auch zwei.

Da gibt es andere Komponente. Alkohol ist nicht vom Teufel erfunden worden. Die einen können ihn genießen, die anderen gehen daran zu Grunde.

Hier fängt es an interessant zu werden. Warum läuft es bei dem einen schief und warum kann der andere damit leben.

Nur zum Nachdenken... Sehr viele Menschen trinken Alkohol...aber nicht alle sind Alkoholiker. Warum?

Kenne eine Frau die kann Männer unter dem Tisch saufen und ist nicht besoffen. Ein seltener Fall aber persönlich erlebt.

Was hat sie an Genen oder sonst was, das sie voll ihren Beruf ausüben kann, keinen Kater oder auch nur Kopfschmerzen hat?

Zarandra...das ist das Thema..wann gilt man als krank?

LG, Difi
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