Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)

25.04.10 17:57 #1
Neues Thema erstellen
Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)

Federico ist offline
Beiträge: 21
Seit: 19.06.10
Habe leider sehr viele Abhängige erlebt, die nicht "therapiefähig" (widerliches Wort) waren. Sie sind einfach nicht in der Lage, sich einem Therapeuten gegenüber zu öffnen.
Das „Öffnen“ gegenüber einem Therapeuten wird wirksam verhindert durch Craving, unter dem alle Betroffenen leiden. Ist ein Betroffener erstmal cravingfrei, also frei von Suchtdruck, sind 80% der Abhängigen tatsächlich „therapiefähig“. Der Schweregrad des Cravings, vorangegangene erfolglose Therapien, abstinenter Abstand, spielen natürlich innerhalb des süchtigen Systems eine zusätzliche Rolle. Besonders gute Therapieerfolge mit Baclofen werden erzielt wenn die „tiefliegende Ursache“ eine nicht diagnostizierte Angsterkrankung ist.

LG Federico
__________________
es ist leichter ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil (Albert Einstein)

Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)

Antonio Branca ist offline
Beiträge: 46
Seit: 24.11.08
Verstehe was du meinst, aber das ist mir leider etwas zu einfach gedacht. Zwar kann ich nicht sagen, ob die mir bekannten "Therapieunwilligen" craving-frei sind oder nicht, aber ich sehe da ganz andere Gründe, ganz abgesehen von der Suchterkrankung ...

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
mehr
Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)

Federico ist offline
Beiträge: 21
Seit: 19.06.10
Zu einfach gedacht? Als relativ Unbedarfter und möglicherweise auch Unbetroffener wertest Du sehr abwertend und vorschnell wie ich finde. Therapeut scheinst Du auch nicht zu sein, denn dann würdest Du wissen, wie erfolglos Verhaltenstherapie im Suchtbereich ist. Was bei mir ankommt, ist Dein absolutes Unverständnis gegenüber suchtkranken Menschen. Es wird den therapieunwilligen Menschen die Du kennst, nicht viel helfen, wenn Du ganz andere Ursachen siehst. Hier einige Facts: in Deutschland sterben jährlich 50.000 Menschen an der Alkoholkrankheit. Es gibt in Deutschland 20.000 Therapeuten wobei sich nur ca. 10% mit Alkoholikern befassen. Alles klar?
__________________
es ist leichter ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil (Albert Einstein)

Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)

Antonio Branca ist offline
Beiträge: 46
Seit: 24.11.08
Nein, als Unbedarfter habe ich den Vorteil, die Sache relativ distanziert und objektiv zu sehen. Ansonsten bin ich selbst trockener Alkoholiker mit langer Suchtgeschichte und fast ebenso langer Therapieerfahrung.

Außerdem weiß ich zu genüge, dass "Guerilla-Marketing" gerade seitens der "Pillendreher" allzu gerne genutzt wird, um in Foren Meinungen zu machen. Kenne das aus den einschlägigen ADS-Foren, wo sicherlich ein Viertel der User in Wirklichkeit Fake-Accounts sind, die zu irgendeiner Marketingabteilung gehören. "Ooooh, Ritalin hat bei mir ja sooooo gut geholfen!"

Mal im Ernst: Was sollte denn jemanden ernsthaft dazu bewegen, ausgerechnet in diesem Forum hier derart Stimmung für Baclofen zu machen? Der Wunsch Gutes zu tun? Man sieht ja anhand deiner detaillierten Fachkenntnis bzgl. der angeblichen Erfolge, dass du kein Ottonormalverbraucher bist.

Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)

Federico ist offline
Beiträge: 21
Seit: 19.06.10
anscheinend ist Dir entgangen dass es sich bei Baclofen um ein Generikum handelt. Der Patentschutz ist seit 20 Jahren abgelaufen. Im übrigen nennt man die von Dir unterstellte Methode Foren-Marketing. Guerilla-Marketing solltest Du mal googeln.
__________________
es ist leichter ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil (Albert Einstein)

Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)

Heiler1 ist offline
Beiträge: 356
Seit: 27.10.09
Hallo.ich habe die Meinungen zu diesem Thema gelesen,jedoch ist es vielleicht nicht so das die komplett verkehrten Ansätze verfolgt werden?
Therapie fähig gibt es nicht!Vollkommener falscher Ansatzpunkt.
Sollte man nicht schauen was sich hinter dem jetzt versteckt.Ich denke dann kommt man viel weiter.
Gruß Heiler1
__________________
Wer an sich selbst glaubt,dem ist schon geholfen.

Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)
kopf
ich habe auch sehr viel getrunken und drogen genommen.
das ist jetzt wohl ca 4jahre her.
übliche therapie lehnte ich immer ab , sprich therapien für "suchtleute".
andere dagegen mochte ich gern , ich war interessiert und hab versucht mich kennenzulernen.
auch dort wollte man mich zwingen in suchtkliniken zu gehen ,einmal war ich 14 tage dort.
ich sollte dort ein suchtdrucktagebuch führen ,ich weigerte mich und es gab riesenprobleme.

mein argument war "ich lasse mir von ihnen keinen suchtdruck einreden"
dann sollte ich benzodiazipine nehmen , nicht mit mir -sie wirkten paradox(weil ich es wollte ?)
übrigens habe ich dort die drogen kennen gelernt. bis dato war ich davon verschont geblieben.
zu den AA musste ich auch ,mit bestätigungsbuch.
ich wollte dort nicht hin,musste aber ,sonst wäre meine therapie beendet worden.
irgendwie war ich nur 3mal dort.ich habs wohl geschafft meinen psychologen zu überzeugen ,dass das nichts für mich ist.
ich sagte immer :"ich will nicht dort hin , ich will davon weg" (alkohol).
letztendlich hatte ich nach fast täglichen 2-2,5 flaschen schnaps ,eine komische erscheinung in einem dunklen raum der plötzlich extrem hell war.
mein verstand war messerscharf ,obwohl ich sturzbetrunken hätte sein müssen.
dort wurde die frage nach leben oder tot gestellt .ich entschied zu leben.
besorgte noch 4 flaschen zum entgiften und das wars .
ich muss noch schreiben,das ich auch manchmal wochenlange alkoholfreie phasen hatte ,aber immer wieder besäuffnise bis zum schluß,bis nix mehr geht.dann entgiftung ,zwei wochen ruhe und dann wieder.
drogen haben ich gefressen canabis.oft hab ich mir 10teile gedreht ,sie hintereiander weggeraucht und dazu noch schnaps.
mit allem habe ich aufgehört ,weil ich durch psychotherapie soweit gebracht wurde .ich habe immer gedacht "ein einigermassen korrektes " ich " tut so etwas nicht.
ich mag keine puren verhaltensänderungen , ich will tiefe änderung ,ich will begreifen.
man hat mich auch mit skills bombardiert ,ich sollte meine gefühle wegskillen.
NEIN !
das kann nicht funktionieren.
ich war in der ganzen zeit ziemlich forsch in meinen meinungen gegenüber der psychatrie ,psychologen,suchtberatungsstellen .
irgendwann musste ich den beweis bringen ,dass ich recht hab.
ich für mich habe ihn erbracht ,darauf bin ich stolz !

was baclofen und andere sachen angeht , ich stehe ihnen skeptisch gegenüber.für mehr erfolg könnten auch andere dinge sorgen.
eine therapie mit einem 50minütigen psychologengespräch pro woche, welche in der urlaubszeit noch ersatzlos ausfallen ,stundenlanges auf sich alleingestell sein ,scheinen mir eher der grund für wenig erfolg zu sein.LG

Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)

Heiler1 ist offline
Beiträge: 356
Seit: 27.10.09
Stimmt ,nur wie wollen mich retten?
__________________
Wer an sich selbst glaubt,dem ist schon geholfen.

Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)

Federico ist offline
Beiträge: 21
Seit: 19.06.10
Klingt irgendwie ziemlich krank. kann man euch helfen?

LGF
__________________
es ist leichter ein Atom zu zertrümmern als ein Vorurteil (Albert Einstein)

Prof. Ameisen: "Das Ende meiner Sucht" (Baclofen)
kopf
vielleicht wär das ändern von deinem :

"Wer Dank erwartet, wird Enttäuschung bekommen."

in ein etwas positiveres weltbild ein anfang !

LG


Optionen Suchen


Themenübersicht