Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?

03.05.09 12:39 #1
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Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?
Männlich Bodo
Ein Alkoholiker bleibt ein solcher. Auch dann, wenn er seit Jahren keinen Alkohol
mehr zuführt. Die Unterscheidung ist: Nass (trinkend) - Trocken (abstinent).







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Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?

Hexe316 ist offline
Beiträge: 63
Seit: 06.06.09
Hallo Tine
Ja dieses verarscht vorkommen ist echt hart.
Mein Mann hat seit 3 Tagen keinen Tropfen getrunken aber ich gehe trotzdem zum Gruppengespräch heute den die kleinste veränderung bei ihm dann fließt wieder Bier. Ich merke aber das er immer unruhiger wird und gereitzter das tut genau so weh. ICh kann dir gut nachvollziehen wie es dir geht und ich freue mich einerseits das wir hier zusammen eine innere stärke entwickeln können wenigstens tuen wir was für uns, nur leiden und schweigen bringt uns nur schneller 1,80 tief. Wir sind auch Menschen mit Gefühlen.
ICh drücke dir feste die Daumen das ihr das paar gespräch findet und es euch ein stückvoran bringt.
Seit ich mit meckern aufgehört habe und ihm nur noch eines sage das ich ihm nicht mehr helfen kann den weg zur einsicht muss er selber gehen aber das ich immer für ihn da sein werde ihn immer auffangen werde wenn er fällt und ihn nicht nur versuche vorwärts zu schieben geht es ganz gut. Ich weine auch nicht mehr viel meine tränen sind mir zu kostbar um ihm meine verletztheit zu zeigen ich schaue ihn immer nur eisern an und sage ich bin da aber laufen musst du alleine.
Wenn du wankst und hilfe brauchst nehm meine Hand wenn DU sie brauchst den ich werde nicht hinteher laufen und dich stützen.
Mal sehen wie lange!!!
Ganz liebe grüße SANDY
Viel Kraft und Mut wünsche ich Dir. Heut ist meine erste Stunde werde berrichten.

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Hexe316 ist offline
Beiträge: 63
Seit: 06.06.09
So am Mittwoch war ich bei der Gruppe, ich hatte so einen bamel davor. War nass geschwitzt bis auf die Unterwäsche. Wie wenn ich ne Prüfung hätte oder so.
Es war echt toll dort die erste halbe stunde hab ich nur zugehört und dann habe ich etwas von mir erzählt. Es war wie wenn ich einen Spiegel vor mir hätte. Es ist eine gemischte gruppe von Trockenen Alkoholikern und Angehörigen. Es tat gut darüber zu reden, von 19.30 bis 21 Uhr die Zeit war zu schnell vorbei.
Aber ich werde nächste Woche gleich wieder gehen. Mein Mann ist aber noch sehr weit weg davon selbst zu handeln. Aber ich habe in erfahren das ich ihn sogar vorladen kann zum Gespräch und da muss er dann hin. Gut zu wissen.
Freue mich schon auf Mittwoch. Nur als ich raus bin und auf em Weg zum Auto packten mich erste selbstzweifel.
War es richtig??? Vieleicht übertreibe ich und er is gar kein Alki? 1000 Fragen rasten durch meinen Kopf. Auf der Heimfahrt war ich hin und her gerissen ein unbeschreibliches Gefühl von Angst und Hoffnung Panik und Freude. Als ich daheim war viel ich wieder ins kalte Wasser mein Mann saß im Büro (Meine Rumpelkammer, Wäsche alles mögliche) und war gut angetrunken, aber er interessierte sich wirklich ganze 3 minuten für mich.
Habe ihn eingeladen mal mit zugehen aber noch net so bald erst brauche ich Boden unter den Füßen bis ich so weit bin.
Es war ein gefühl wie wenn er Todesangst hat als ich heim kam.
Ich glaube ihm das er mich liebt und unsere Ehe retten will, nur der Alk ist stärker noch als er.
Warten und schlucken, stützen und halten.
Ich schafe es ich liebe ihn so sehr ich schafe es für uns.
Bis bald Sandy
Ich bin voll Hoffnung auch wenn ich seit 3 Tagen harte rückschläge einstecke den ich nerve ihn jeden Erbärmlichen versoffenen Tag sobald er wieder klar ist.

Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?

irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
Hallo Hexe,

Ich glaube ihm das er mich liebt und unsere Ehe retten will, nur der Alk ist stärker noch als er.
Nur. Ein kleines Wort mit großen Folgen.

Dass er Dich liebt, macht das Problem nicht kleiner.

Eher macht es Deine Abhängigkeit größer, weil Du deswegen immer wieder hoffst.

Warten und schlucken, stützen und halten.
Das ist der falsche Weg, schätze ich.

Ich war noch nie mit einem Alkoholiker liiert, aber mit einem befreundet. Wir lernten uns übers Internet kennen und telefonierten viel. Damals habe ich nicht sofort mitbekommen, dass er zuviel trinkt, das merkt man ja am Telefon nicht unbedingt, dass jemand der es gewöhnt ist ein paar Bier getrunken hat. Als wir uns dann persönlich kennen lernten, wusste ich es erst seit kurzem und musste das erst verdauen.

Um es abzukürzen: Sein Alkoholkonsum wurde mehr, und irgendwann wurden mir seine destruktive Einstellung und sein Selbstmitleid zuviel. Ich brach den Kontakt ab (beantwortete Mail nicht mehr etc.), als ich gerade eine interessante Bekanntschaft gemacht hatte. Das kam wohl genau richtig.

Ein paar Monate später ging er in eine Klinik und seitdem ist er trocken. Der Anlass war, dass es ihm körperlich nicht gut ging, er hatte Panikattacken. Aber dass ich nicht mehr für ihn da war hat seinen Ausweg möglicherweise auch unterstützt.

Ich schafe es ich liebe ihn so sehr ich schafe es für uns.
Was willst Du schaffen? Weiter mit einem Alkoholiker zu leben? Ihn zur Abstinenz zu bewegen? Ihn zu therapieren? Er muss schon selbst aufhören wollen.

Wahrscheinlich trinkt Dein Mann schon zu lange und zu viel, um es ohne professionelle Hilfe zu schaffen. Also Klinik mit Entzug und im Anschluss eine Therapie oder Selbsthilfegruppe.

Viele Grüße
Irene

Geändert von irnee (05.07.09 um 11:57 Uhr)

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irnee ist offline
Beiträge: 484
Seit: 20.06.07
Noch was Wichtiges:

Je nachdem wie viel man regelmäßig trinkt, kann es lebensgefährlich sein schlagartig mit Alkohol aufzuhören. Deshalb gibt es in Suchtkliniken begleitend Medikamente. In dieser Hinsicht ist Alkohol gefährlicher als Heroin.

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Schwarz Christi ist offline
Beiträge: 26
Seit: 28.05.09
Hi Sandy, Bei mir ist immer noch ein auf und ab. Er sagt zwar er liebt mich und das glaube ich auch aber ich komm einfach nicht an ihn ran. Er macht so wenig im Haushalt und hat so mit sich selbst zu kämpfen . Kann Nachts so schlecht schlafen und mich macht das ärgerlich. Hab so wenig Zeit für mich weil mich mein kleiner so stresst. Geh richtig gerne in meine Arbeit da hab ich wenigsten Anerkennung. Er geht zwar zur Suchtberatung aber mir bringt das gar nichts. Soll ich mal ehrlich zu dir sein ich hab ihn zwar lieb aber ich merke dass meine Kraft langsam aber sicher nach lässt. Ich glaube ich ignoriere seine Anwesenheit und nütz das nur noch aus das er auf den keinen aufpasst die anderen brauchen ihn nicht mehr so sehr. Wenn mein kleiner mal in den Kindergarten geht und ich wieder mehr Zeit für mich habe werd ich mich von ihn trennen. Jetzt nütz ich ihn einfach noch aus und sollte er sich nicht ändern mit seinen Launen und so weiter werf ich ihn zum letzten Mal raus. Bitte bericht mir was auf den Gesprächsabenden so alles passiert und gesprochen wird. Wir können uns ja auch mal tel. besprechen. wenn du meinen Handynummer willst gib mir bescheid viel Kraft und viele Bussis Bussis TineTine

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Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Hallo Tine.
Wenn ich mich richtig erinnere, solltest du zu weiteren Einzelgesprächen gehen und ein Paargespräch steht auch noch an.
Oder was war genau geplant?
Hilf mir bitte auf die Sprünge.
Liebe Grüsse, Sine

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Hexe316 ist offline
Beiträge: 63
Seit: 06.06.09
Hallo Tine !!!
Oh ja auf und ab, ich habe ne absulute Horror Woche hintermir. Seit Montag is er eigentlich betrunken und wir haben schon wieder Montag. Ich gehe gerade an die öffentlichkeit mit meinem unmut über ihn, ich habe ihn machen lassen die Woche ohne groß was zu sagen. Die Feuerwehr hatte dieses WE Brückenfest und da er Abt. Leiter is war er jeden Tag nach der arbeit kurz essen und dann bis immer um Mitternacht draußen "Aufbauen". Aber gestern abend Nacht um ca. 1 Uhr ist mir mal wieder der Kragen geplatz ich hab ihn vor seinen Kammerraden heim zitiert und ihn von der Bierbank hochgezogen. Im Auto hat er rumgestresst dann hab ich ihn wieder raus geschmissen aus em Auto, vertändlicherweiße war er sauer auf mich aber er hat auch gemerkt das er dieses mal keinen rückhalt bekommt von seinen Kammerraden die mich sonst immer zutexten ach lass ihn doch is nur ein mal im Jahr den mittlerweile weiß fast das ganze Ort das ich zur Beratung gehe auser meine Schwiegerleut davor hab ich angst noch.
Ich helfe auf diesem Fest seit ich 16-17 bin schon mit und jedes Jahr das gleiche Theater. Leider ist das Suchtpotenzial sehr hoch in der Familie schon, das ich fast nicht an änderung mehr glaube.
Es ist fast unmöglich eine Alkfreie Zone zu schafen und unser Haus will ich eigentlich auch nicht verkaufen.
Ich versuche jetzt auch gerade in den Nüchternen phasen mit ihm zu reden, ich denke er weiß es das er Abhängig ist aber er weiß ein entzug heißt NIE MEHR BIER ihn abschreckt.
Ich hatte an dem Fest Bar dienst und war so sauer das ich meinen Schwiegervater total abgefühlt habe das der Nachts sogar Kübeln war. Meine Schwiegermama hat sich so darüber aufgeregt das er so viel getrunken hat ich habs gemacht wie sie und meinte nur ach lass ihn doch Brückenfest is doch nur ein mal im Jahr bei mir ist es Täglich!!! Sie hat nur gemacht wie wenn se es net verstanden hätte. Den wehe einer sagt was über ihre 3 Buben oder die Fam. da is die Hölle los, aber selber nur am lässtern über andere.
Mein Mann weiß auch das ich in die Gruppe geh und nimmt es mit Fassung. Naja richtig helfen kann man einem ja nicht aber man weiß man ist nicht alleine und die haben den weg schon hintersicht ihre Männer sind trocken. Es hilf aber sehr darüber reden zu können.

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Hexe316 ist offline
Beiträge: 63
Seit: 06.06.09
Es war echt super heute wieder, das schöne ist daran das man nicht ausgelacht wird und das wenn man so fehler wie ich am Wochenende gemacht habe einfach auch vorkommen können. Jetzt weiß ich auch das ich hätte Kontern sollen alls alle sagten das macht man nicht vor den Kindern so Streiten aber das man(n) auch nicht vor den Kindern trinken sollte hätt ich sagen sollen. Aber das hab ich nicht mit den anderen zu klären sondern mit meinem Mann.
Auf jeden fall werde ich weiter bei der Gruppe bleiben es tut so gut. Und sie sind so nett und lieb.

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Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Hallo Sandy.
Vielen Dank für diesen Beitrag!
Ich freue mich, dass dir die Treffen gut tun. Und ich bin froh, dass du davon erzählst - bestimmt ermunterst du damit einige stille Mitleser, den gleich Schritt zu tun!
Liebe Grüsse, Sine


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