Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?

03.05.09 12:39 #1
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Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?

Angela27 ist offline
Beiträge: 18
Seit: 18.10.09
LIebe Hexe,

ich könnte ein Buch schreiben über Suchtkranke, denn meine Mutter war Schweralkoholikerin, sowie mein Großvater, mein Stiefvater, aber auch mein richtiger Vater, mein Bruder und mein kleiner Bruder nimmt Drogen...
Die Liste ist ziemlich lange und ich kann dir nur sagen: "Man kann ihnen nicht helfen! Ein Satz von meiner Cousine (Phsychiologin) "Du musst sie fallen lassen, erst dann werden sie wach!"
Es klingt hart und ich habe mich jahrelang für meine Familie geopfert, bis ich selbst fast daran kaputt ging. Erst als ich sie fallen gelassen habe und zu ihnen gesagt habe "Es ist euer Leben, ihr habt euch das so ausgesucht und es ist so in Ordnung!" erst dann hat sich was geändert.
Ich bin kaum noch zu meiner Mutter gefahren, hin und wieder telefoniert!
Bei dir ist es noch schwieiriger, denn du lebst mit deinem Mann unter einem Haus. Er will dich herabsetzen (Persönlichkeitsänderung nach jahrerlanger Alkoholsucht!) um seinen Schmerz und Kummer herabzu tun.

HInzu kommt die CO Abhängigkeit. Man beschützt sie vor anderen und man redet sich oft selbst ein "es ist nicht so schlimm!"

Die Frage ist "Was willst du?" Musst du bis zur letzten Grenze kommen, um für dich dein Leben etwas zu ändern?

Ich habe vor ca. einem Jahr eine Hypnose in Anspruch genommen, die wie eine Familienaufstellung erfolgte. Dadurch hat sich sehr viel geändert.
Einige Wochen darauf telefonierte ich meiner Mutter "Sie brach zusammen und sagte nur mehr, dass sie nicht mehr kann und auf Entzug gehen will!" Nächsten TAg rief ich in einer Entziehungsklinik an und machte einen Termin für sie! Ihr hat es sehr gut getan und ist seit über einen Jahr "trocken".

Doch sie wollte und konnte nicht mehr!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hab auch im Bekanntenkreis auch schon miterlebt, dass erst wenn die Frau zum Mann gesagt hat "ICh oder der Alkohol!" und dies mit Sicherheit, erst dann ist der Mann auf Entzug und die Beziehung konnte wieder aufleben!

Denke es gibt kostenlose Rechtsberatungen bei Gerichten. Hier kannst du dir Infos holen!

Aber das Wichtigste in dem Ganzen Spiel bist DU! Was willst DU? Ist die Liebe wirklich noch da, oder ist es nur GEwohnheit?
Willst du dich weiterhin verletzten lassen?
Was bist du dir selbst WERT?

Du hast sehr vieles in deinem Leben schon geleistet (3 KInder und jetzt das Enkelkind) usw.... aber es muss eine "ICh WILL.." Haltung in dir passieren, damit dich dein Mann auch ernst nimmt!

Alles Liebe und Gute
Angie

Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?

Hexe316 ist offline
Beiträge: 63
Seit: 06.06.09
Hallo Angie
Ich bin Sandy (Hexe316) habe auch 3 Kinder aber nicht wie Hexe09 schon ein Enkelkind dazu sind meine Kinder noch zu Jung 12,5 und 3.
Ja ich weiß was ich will, meine Familie und das ohne zugrunde gehen dabei.
Auch wenn es nicht jeder verstehen kann, ich liebe meinen Mann über alles, es ist nicht nur die Gewohnheit.
Wenn ich ihn ansehe habe ich immer noch Schmeterlinge im Bauch, wenn er Duschen ist könnte ich ihm ewig nur zuschauen, ein Blick in seine Augen macht mich wahnsinig und ich will ihn Küssen, dies nene ich liebe und nicht Gewohnheit.
Ich habe mich entschieden eine neue Richtung zu gehen, eine dir mir gut tut und der Familie gut tut vorallem den Kindern und mir.
Auch wenn es nur mini schritte sind aber sie machen mir mut. Ich bin eine Kämpferin ich Kämpfe um das was mir wichtig ist, aber ich weiß auch genau wann ich verloren habe.
Für uns hat ein anderer Lebensabschnitt begonnen ganz langsam unsicher ängstlich und ungewiss, wie heißt es aber so oft wer nicht wagt der nicht gewinnt.
ICh bin mittlerweile wenigstens nicht mehr in meiner Co abhängigkeit gefangen, mit seinen Geschwistern meinen Eltern meiner Schwester und Freunden sprech ich offen darüber auch in der Angehörigengruppe. Wenn die Männer ihn in schutz nehmen und sagen "bei ner Frau wie Dir kann man(n) nur saufen" sage ich nichts mehr dazu auser gleich und gleich gesellt sich gerne. Damit lass ich sie stehen. Mitlerweile sind schon viel mehr gekommen und haben mich gefragt wie es mir geht, was so los ist ob es schlimmer geworden ist oder besser. Sein Bruder bietet ihm wenn er auf dem Bau hilft nicht mal mehr ein Bier an.
Es mag sein das man jemanden fallen lassen muss das er aufstehen kann.
Aber ich denke auch das es immer Ausnahmen gibt die die Regel bestätigen.
Jeder Alkoholicerhat sein eigenes Leid zu tragen seine Geschichte, warum, wieso, weshalb und wo es her kommt.
Man kann nicht alle gleich behandeln denke ich.
Vieleicht kommt bei mir auch dieser Tag x wo ich so handeln muss vieleicht aber auch nicht. Das weiß ich erst wenn es so weit ist.
Mein Mann weiß wie ernst es mir mit allem ist und hat Angst, ich kann diese Angst spüren. Genau diese Angst versucht er dann wieder im Alk zu ertränken. Ich hoffe das dieses Forum noch eine weile besteht um selbst nach zu lesen was sich in meinem Leben verändert hat den man sieht nicht alles jeden Tag gleich.
Ich kann nur eines tun jemanden der in der gleichen Situation ist zu Raten sich Hilfe zu suchen und anzunehmen.
Eine eigene Liste zu schreiben wie du schon sagtest was will ICH??
Was soll sich ändern???
Aber aller wichtigste ist nie mals zu denken es gibt ein Heilmittel für Alkoholicer, wie Antibiotika gegen Angina oder so.
Jede Krankheit braucht Zeit zum Heilen und Sucht ist eine Krankeit egal welche Sucht es ist.
Ganz liebe grüße an alle und viel Mut und Kraft für eueren Weg.
(Ich kann hier immer nur für mich schreiben für meine Gedanken meine wünsche meine Erfahrungen und wie wir damit umgehen)
Leider muss jeder seinen "richtigen" weg immer für sich selbst raus suchen. Wir können nur für einander da sein und uns zuhören und Mut machen, Kraft geben und aufmuntern.
in diesem Sinne
einen schönen und ruhigen abend wünsche ich euch.
Sandy

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Angela27 ist offline
Beiträge: 18
Seit: 18.10.09
Liebe Sandy,

die Hoffnung ist das Letzte was stirbt, so ein bekannter Spruch und Gott sei Dank ist es auch so!
Ja man kann nicht alle in einenTopf werfen, da hast du REcht.
Und hinter jedem Suchtkranken steht eine sehr sensibler Mensch, der mit seinem Schmerz aus der Vergangenheit nicht zu Recht kommt!

Es ist schön, wenn du ihn nicht auf gibst. Es ist schön von deiner Liebe zu hören, sowas macht anderen Mut bzw lässt sie andere erkennen, ob sie ihren Partner wirklich noch so lieben und ob es sich lohnt zu kämpfen!

Bei mir geht es um die ganze Familie, aber es war auch sehr schwer. Hab unter dem Alkoholismus meiner Mutter und REst der FAmilie sehr gelitten. Wollte immer die Starke sein, doch daran wäre ich fast zerbrochen!

Wir waren selbst noch KInder wo alles begann und zog sich über viele Jahre. Am Anfang war mein Vater und meine Mutter noch lustig, wenn sie einen Rausch hatten ( die glaubten immer, wir checken das nicht, dass die betrunken waren), doch wie es so ist, machten sie Persönlichkeitänderungen durch. Sie wurden immer aggressiver und depressiver!

Naja ist Vergangenheit, will aber nur damit sagen, dass man seine Grenzen erkennen sollte, um nicht daran zu zerbrechen!
Ich sagte meiner FAmilie dass ich sie liebe, doch nicht mehr länger bereit bin, für sie ständig da zu sein und es gibt WUNDER auf dieser WElt!!!

Und der Spruch von meiner geliebten Oma war immer: "Wenn du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgentwo ein Lichtlein her!"

In diesem Sinne, wünsche ich dir von Herzen alles Liebe dieser WElt für dich und deine Familie und dass dein Mann erkennt, was für eine tolle Frau er an seiner Seite hat!

Angie

Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?

Hexe316 ist offline
Beiträge: 63
Seit: 06.06.09
Vielen Dank Angie für deine lieben Worte.
So was tut auch sehr gut.
Danke
Sandy

Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?

Angela27 ist offline
Beiträge: 18
Seit: 18.10.09
Sehr gern geschehen!

Angie

Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?

Hexe316 ist offline
Beiträge: 63
Seit: 06.06.09
Hallo nabend!!!
Hoffe euch geht es gut.
Zur Zeit habe ich auch wieder ein auf und ab der Gefühle, er hat Urlaub und trinkt morgens um 10 schon sein erstes Bier. Morgen geht er wieder arbeiten und ich hoffe das es wieder besser wird wenn er wieder mehr mit seiner Zeit anzufangen weiß wie zu trinken. Er hat auch mit den Kindern mehr unternommen die letzt Zeit. Draußen spielen, Fahrarradfahren im Hof, spazieren, Memory war ganz toll. Ich gebe die Hoffnung nicht auf den ich galube an ihn und unsere Familie. Ich fühle mich immer noch recht gut bis auf ein paar kleine Aussetzer und die Gruppe gibt mir Halt und Kraft.
Bis bald schlaft gut Sandra.

Mein Mann ist Alkoholiker, was kann ich tun?

Viktoria Tapp ist offline
Beiträge: 42
Seit: 15.09.09
Liebe Sandra!
Sieht er es wirklich ein, daß er mit Alkohol ein gewaltiges Problem hat??? Wenn ja und du bist sicher,daß es sich nicht um Lippenbekenntnisse handelt, sehe ich eine reale Chanse für Euch/die Familie.

In der Gruppe kennt man jedoch sicher den Spruch: Es gibt niemanden, der besser lügen kann, als ein Alkoholiker. Bedenke diese Tatsache in Ruhe für dich und hole dir wann immer es dir danach ist,rechtzeitig Rat aus der Gruppen.
Herzlich
Viktoria

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Hexe316 ist offline
Beiträge: 63
Seit: 06.06.09
Hallo zusammen nun ist ein Jahr schon vergangen seit ich hier war. Ich habe die Selbsthilfegruppe noch bis 2010 besucht dann wurde es Privat immer schwieriger weg zu kommen mit gutem gefühl.
Der Konsum hat sich langsam gesteigert mal wieder, unsere große ist ist am anfang der Pupertät und verachtet nichts mehr in ihrem Leben wie ihren Vater, sie gibt ihm an allem die Schuld und das tut noch mehr weh. Die letzten mindestens 3 Monate sind die Höle für mich mir fehlt jegliche kraft ich bin am Boden und es wird noch fest auf mir rumgetrampelt.
Zwar habe ich jetzt den schritt gewagt und die komplette Familie in unser Problem eingeweiht aber gebracht hat es nichtssssssssssssssss.
Die große klaut Alk zuhause und trinkt wenn se mal keinen Hausarest hat und pralhlt sie trinkt immer wenn ihr langweilig isch. Klaut Zigaretten und so geht es weiter man kommt an sie genau so wenig ran wie an meinen Mann irgend wie mach ich alles verkehrt. Den einzigsten halt den ich habe sind meine Freunde und meine Familie. Aber das Thema zum Entzug wird immer Lauter zuhause und ich gebe die hoffnung nicht auf ich bin ein sturer Bock.
So lange ich nicht resigniere sehe ich eine chance das alles irgend wann wieder gut wird egal wie es ausgeht ich werde meinen Weg schon noch finden auch wenn er Steinig und ewig lang erscheint.
Eure Sandy

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Viktoria Tapp ist offline
Beiträge: 42
Seit: 15.09.09
Oh, mein Gott!
Deine Schilderung ist entsetzlich und du hast mein Mitgefühl. Vom eigenen Kind bestohlen zu werden, ja - dies hat dir noch gefehlt!

Was sagen die Leute aus der Selbsthilfe dazu? Sprichst du denn überhaupt über diese unglaubliche Art deiner Tochter?

Ich selbst habe einmal mit einem Mann gelebt, dessen Sohn uns stets bestohlen hat. Noch heute - 10 Jahre später - reagiere ich auf solches Verhalten sehr aggressiv!

Mir hat es immer gut getan, wenn ich mit jemanden telefoniert habe.
Hier bietet sich die Telefonseelsorge geradezu an.

0800 111 0 111
0800 111 0 222

Du solltest hier Geduld haben - aber die Warteschlange lohnt sich!

Sprich alles von der Seele und erhalte neue Ideen.
Liebe Grüße
Viktoria

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Hexe316 ist offline
Beiträge: 63
Seit: 06.06.09
Hallo Danke dir für die Nummer den immer meine Schwester anrufen oder meine Freundinen ist manchmal auch doof. Durch den dauerstress zu hause denken die ja ich bin nur am routieren naja irgendwie bin ich das ja aber muss ja net jeder immer gleich alles wissen. Ich habe meiner Tochter ihr Tagebuch gefunden und die Neugirde war zu groß net rein zu spikeln aber ich hab schnell wieder zu gemacht den ich hatte keine lust mehr zu lesen was meine Mann ihr Vater für ein "Arsch" ist und ich eine blöde dumme Kuh die nur meckert und ihr keine Luft zum atmen lässt und bla bla bla das war echt hart. Ich hab jetzt mein Tagebuch wieder angefangen für neugierige große Pupertierende Mädchen extra.
Ich muss nur immer gut überlegen was ich rein schreibe. Den lesen wird sie es bestimmt. die Durchwühlt immer alles zuhause wenn wir net da sind.
Sie hat alte Zettel und Briefe von mir gefunden den ich "depp" schreib ja immer nieder wie es mir geht des brauch ich einfach für mich dann geht es mir besser.
Ich habe diese Zetel und briefe in meinem Arbeitszimmer oder im Keller in meiner Eckbank und sie kruschtelt alles aus und liest es, viele gedanken waren auch bestimmt nicht für sie ihren kleinen Kopf geeignet und sie spinnt immer mehr. In unserem schlafzimmer hat sie auch gekrahmt und in meiner Nachtisch schublade was gefunden des Erwachsenen gehört und MEINE PRIVATSACHE ist und deswegen fand ich den blick ins Tagebuch au weniger schlimm schlimm war nur der Satz so auf die Art das es ihr Vater so wie so net bringt und Mama spielzeug braucht. Was nun ?? Soll ich mich hinsetzten zugeben im Tagebuch geblättert zu haben oder klappe halten??? Den allein benutz i des Teil eh nie. Dann kommen die gedanken wieder trinkt sie deswegen weil sie denkt ihr Vater is en versager? Den sie hat oft gnug schon gesagt sie versteht es net wie ich mit ihm zusammen bleiben kann. Ja ich habe viel geweint gehabt wegen ihm es gab und gibt öftern noch streit aber meistens dachte ich sie hat es net mitbekommen, leider hat sie wohl doch mehr mitbekommen und heimlich gelesen wie mir lieb war.
Heute ist sie wieder wie ausgewechselt hat freiwillig ohne das i was gesagt habe des Bad geputzt nach dem sie gestern einen leichten rausch hatte und ich es auch noch gesehen und mitbekommen hab sie kann mir nicht sagen warum. Des einzigste was kam " he was soll der scheiß lass mich doch 1-2 mal die Woch was saufen i bin 13 i kann allein für mich sorgen" war alles.
Heut wieder so morgen wieder alles mist des scheiß auf und ab macht einen kaputt.
Als sie mir neulich des Gesicht Blutig gekratzt habe weil ich se ausversehen angespuckt habe beim Streiten hätt ich sie am liebsten in ein heim gebracht allein schaf ich nen Alki und ne Pupertierende mega Zicke nimme. Bin so froh das ihr da seit hier und ich mir Luft machen kann.
Danke Sandra


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