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24.03.09 20:54 #1
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Männlich Bodo
Hallo Sine.

Zitat von Sine Beitrag anzeigen
Den physischen Apsekt habe ich in meinen " Modell " weggelassen.
Den physischen Aspekt der Alkoholsucht habe ich bereits hier kurz angeschnitten:


Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Für einen alkoholkranken Menschen führt jeder Schluck
Alkohol zum Rückfall. Leider mit Garantie. Es wäre schön,
wenn sich der Alkoholiker wieder an ein Level rantrinken
könnte, doch dies ist wegen der Suchtdynamik beim
Gift Alkohol und der Rezeptorenwirkung ausgeschlossen.

Bei der Alkoholabhängigkeit bilden sich vermehrt Nervenzellen
im Suchtzentrum aus, die einen beträchtlichen Anteil ausmachen.
Diese verlangen nach Alkohol und bleiben stabil, bis dieser aus bleibt.

Bekommen Diese nun keinen Nachschub, dann kommt es zu
körperlichen Entzugserscheinungen. Diese werden überwunden
durch Arzneien - oder - was natürlich fatal ist, durch Zufuhr
der Droge. Das Suchtgedächtnis eines Alkoholikers ist nun
für immer geprägt. Das bedeutet, dass jegliche Zufuhr der
ehemaligen Droge zu erneuten Staibiltätsmaßnahmen zwingt,
ergo Weitersaufen.

Faktisch ist dies ein Teufelskreis, der nur durch absolute
Abstinenz durchbrochen werden kann.

Dies kann gerne vertieft und aufgefächert werden.




LGB

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Karsten ist offline
Beiträge: 26
Seit: 20.05.08
Hallo Sine,

ich lese aus den letzten Beiträgen heraus, dass ich es wohl nicht verstanden habe, meinen Aspekt deutlich zu machen.
Ich wollte dich weder als Person noch als Mensch angreifen, sondern die Gefahr beschreiben, die ich in diesem Thread gesehen habe.
Ich bin ein Schwarzweiß Denker und lebe auch danach.
Es ist natürlich ein Unterschied, sich den Symptomen einer Krankheit zu widmen, diese Symptome zu erkennen und gegenzusteuern.
Du hattest mich in einem anderen Thema gefragt, was ich darunter verstehe, dass die Alkoholkrankheit eine psychische Erkrankung ist.
Genau darin sich den Unterschied zu anderen körperlichen Erkrankungen.
Als Beispiel möchte ich nochmal das Thema alkoholfreies Bier aufgreifen.
Selbst wenn es wirklich alkoholfrei wäre, würde die eigentliche Handlung, Bier zu trinken, das Suchtgedächtnis wieder anspringen lassen.
Denn Bier schmeckt nunmal wie Bier, es riecht auch so und wird oft in der gleichen Umgebung konsumiert, wie normales Bier.
Ich weiß nicht ob Du unsere Grundbausteine gelesen hast, die ja auch von einer physischen und psychischen Loslösung vom Alkohol sprechen.
Darin enthalten sind auch die Lebensveränderungen, die aus unserer Erfahrung für eine dauerhafte Nüchternheit notwendig sind.
sicherlich gibt es Ausnahmen, wo es jemand schafft, sich diesen Lebensveränderungen nicht hinzugeben.
Da es aber nur wirklich sehr sehr wenige Menschen schaffen, sich überhaupt aus der trinkenden Alkoholsucht zu befreien, darf aus meiner Sicht dieser Weg nicht als Alternative aufgezeigt werden.
Mehr wollte ich mit meinem Beitrag nicht bewirken.
Wenn Menschen "nur" Alkoholmissbrauch betreiben, also noch nicht süchtig sind, sieht die Sache natürlich anders aus.
Dann wird eventuell auch wieder ein " normaler" Umgang mit Alkohol möglich sein, wenn man dies erkannt hat und nach anderen Lösungswegen sucht.
Da sich Bodo aber hier als trockene Alkoholiker geoutet hat, fand und finde ich immer noch, den verharmlosenden Umgang mit alkoholfreiem Bier als gefährlich, wenn er als möglichen Weg für trockene Alkoholiker aufgezeigt wird.

Gruß Karsten

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Männlich Bodo
Zitat von Karsten Beitrag anzeigen
Wenn Menschen "nur" Alkoholmissbrauch betreiben, also noch nicht süchtig
sind, sieht die Sache natürlich anders aus. Dann wird eventuell auch wieder
ein " normaler" Umgang mit Alkohol möglich sein, wenn man dies erkannt hat
und nach anderen Lösungswegen sucht.
Das sind wichtige Sätze: Unterscheidung Alkoholmissbrauch und Alkoholsucht.
Bevor ich süchtig wurde (auch körperlich), betrieb ich Alkoholmissbrauch.
Der gravierende Unterschied zur Abhängigkeit, die irgendwann Folge eines
chronischen Missbrauches ist, kannte ich nicht und war mir nicht bewusst.

So geht es Vielen: Es besteht eine Unkenntnis über das Krankheitsbild
Alkoholismus. So war mir bei bereits bestehender körperlicher Abhängigkeit -
leichtem, morgendlichen Tremor, Unruhe - nicht klar, dass ich entzügig war.





HGB

Geändert von Bodo (05.04.09 um 16:44 Uhr)

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pita ist offline
Beiträge: 3.142
Seit: 08.04.07
Hallo Karsten

Bezieht sich dein Schwarz-Weiss-Denken nur auf das Thema Alkohol? Als Strategie, um trocken leben zu können?

Leider hast du auf meine vorherigen Fragen nicht geantwortet. Hast du sie überlesen, oder möchtest du sie nicht beantworten?

Liebe Grüsse
pita

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Karsten ist offline
Beiträge: 26
Seit: 20.05.08
Hallo Pita,

da ich hier mit meiner Meinung beziehungsweise Lebenseinstellung nicht auf fruchtbaren Boden stoße, werde ich mich an der Diskussion nicht weiter beteiligen.
Ich habe mein zufriedenes nüchternes Leben.

Gruß
Karsten

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pita ist offline
Beiträge: 3.142
Seit: 08.04.07
Hallo Karsten

Das finde ich sehr schade - ich hätte gerne viel mehr von deinen Erfahrungen gelesen.

Mich hätten deine Antworten wirklich interessiert und auch im letzten Thread hatte ich Fragen gestellt, wo ich gehofft hatte, dass du deine Erfahrungen und dein Wissen mit uns teilst.

Ganz abgesehen davon, dass ich noch mehr Fragen an einen seit 10 Jahren erfolgreich trockenen Alkoholiker hätte... .

Bestimmt hast du mit dem eigenen Forum genug zu tun und hast dort mehr Möglichkeit, es zu gestalten. Ich würde mich aber trotzdem sehr freuen, wenn du dich entschliessen könntest, hier mit zu diskutieren, weil ich absolut nicht finde, dass deine Einstellung hier nicht auf fruchtbaren Boden fällt - sie ist eine Facette und zwar eine ganz wichtige, weil sie auf eigenem Erleben gründet.

Liebe Grüsse
pita

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Anne B.
Hallo Karsten,

ich würde mich auch freuen, wenn du Zeit und noch Lust hättest,
dich weiter einzubringen.

Im Rahmen der Diskussion bin ich auf folgende interessante Seite über das kontrollierte Trinken gestoßen:

Kontrolliertes Trinken - Alkohol (Selbst) Bestimmt | Hintergünde | Freier Wille?

Sicher hast du auch Erfahrungswerte mit dieser Methode...und mich würde interessieren, ob sie wirklich bei schwerer körprlicher Abhängigkeit erfolgreich ist - oder ob diese Methode nicht doch nur ein Experimentierfeld ist.

Liebe Grüße, Anne

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Männlich Bodo
Ich bitte die Moderation darum, mit Annes Posting einen neuen Thread
zu öffnen, dieser könnte "kontrolliertes Trinken" heißen. Dort werde ich
zu dem Thema Stellung beziehen. Nur kurz hier: Ich halte das, was der
Herr Körkel dort propagiert, für grob gefährdend und unverantwortlich.
Beim ersten Überfliegen steht für mich fest: Ein Spiel mit dem Feuer,
denkbar ungeeignet als "Experimentierfeld".

Hier wird zynisch und raffiniert der Fakt Alkoholkrankheit
pseudowissenschaftlich ad absurdum geführt und per kruder
Logik wenn nicht geleugnet, dann doch insgesamt angezweifelt.

Der Sinn dieser Maßnahme eines "kontrollierten Trinkens" bleibt
verborgen, ein Ausschnitt auf der Seite "über uns" teilt dann mit:

Bei diesem Ansatz geht es nicht darum, einen Gegenentwurf zur Abstinenz
zu schaffen. Es geht darum, Menschen dort abzuholen, wo sie stehen und
sie auf ihrem Weg der Veränderung zu begleiten.

Link
Was soll dieses gefährliche Treiben sein, außer einem Gegenentwurf
zur Abstinenz? Wer Menschen, die alkoholkrank sind, dort abholen
will wo sie stehen und auf ihrem Weg der Veränderung (Ziel: Trockenheit)
"begleiten" will, der darf diese nicht perverser Weise zum kontrollierten
Saufen animieren wollen.

Das Impressum ist ebenfalls interessant:

GK Quest Akademie GmbH
Maaßstr. 28
69123 Heidelberg

Es ist eine Akademie, die auch sonst recht umtriebig ist.
Fachleute in Bezug auf Alkoholismus scheinen dort nicht
zu sitzen.



HGB

Geändert von Bodo (05.04.09 um 21:50 Uhr)

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Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Wer zum Thema " kontrolliertes Trinken " gesondert diskutieren möchte, kann dies hier tun:
http://www.symptome.ch/vbboard/alkoh...tml#post278478
Liebe Grüsse, Sine


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