Symptome bei fortgeschrittenem Alkoholmissbrauch

04.01.06 21:57 #1
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Gemäss Dr. Erich Mayer-Fally aus http://www.netdoktor.at/thema/alkoho...s_folgen.shtml
  • Akute Alkohol-Intoxikation (Rausch):
    Die Verträglichkeit von Alkohol und seine Auswirkungen haben je nach Toleranzlage ein sehr breites individuelles Spektrum. Bei einer Blutalkohol-Konzentration von etwa 3 Promillen zeigen die meisten Menschen das Bild einer schweren Alkoholvergiftung (nach verhaltensdeutlichen Koordinations- und Artikulationsstörungen kommt es zur Beeinträchtigung der Bewusstseinslage, und zwar von ausgeprägter Schläfrigkeit bis hin zum Koma). Ab 5 Promille ist in der Regel mit einem tödlichen Ausgang zu rechnen.

  • Entzugserscheinungen treten auf, wenn der Alkoholiker die Alkoholzufuhr unterbricht oder stark reduziert.
Folgende Symptome sind möglich:
  1. Magen-Darm-Störungen (Brechreiz, Durchfälle etc.)
  2. Kreislaufstörungen (Kollapsneigung, "Herzrasen" etc.)
  3. Schlafstörungen
  4. Starkes Schwitzen
  5. Neurologische Störungen (Zittern, Sprachstörungen, starke Nervosität oder epileptische Anfälle)
  6. Psychische Störungen (Unruhe, depressive Verstimmung, Halluzinationen oder Angstzustände)
  • Alkoholdelir (Delirium tremens):
    Dies ist die schwerste Form des Alkoholentzug-Syndroms. Es stellt eine lebensgefährdende Erkrankung dar (bis zu 20 % Todesfälle) und bedarf einer sofortigen stationären Behandlung. Die Anzeichen sind Bewusstseinsstörungen, ausgeprägte Angstzustände, starke Unruhe, Desorientiertheit und Halluzinationen (die berühmten "weißen Mäuse").
  • Persönlichkeits- und Hirnleistungsstörungen (organisches Psychosyndrom): Durch den Abbau von Gehirnsubstanz kommt es zu Störungen der Gedächtnisleistung, der Feinmotorik, der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. In weiterer Folge können sich auch Depressionen, Phobien (Angstzustände) und paranoide Störungen mit hoher Selbstmordgefährdung entwickeln.
  • Schädigungen der Nervenbahnen (Polyneuropathien):
    Bei etwa 20 Prozent der Alkoholiker treten Taubheitsgefühle, Empfindungen wie "Ameisenkribbeln" (Parästhesien), Muskelschwäche oder -krämpfe und Nervenschmerzen auf. Auch der bei Alkoholikern oft zu beobachtende tapsige, unsichere Gang ist auf die Schädigung der Nervenbahnen zurückzuführen.
  • Erkrankungen des oberen Verdauungstraktes:
    1.
    Gastritis
    2. Entzündungen der Speiseröhre (Ösophagitis)
    3. Mallory-Weiß-Syndrom (Schleimhaut-Einrisse im Übergang von der Speiseröhre zum Magen, die durch Erbrechen entstehen können und sehr leicht zu Blutungen führen)
    4.
    Speiseröhren- und Magenkrebs

  • Resorptionsstörungen, die einen Mangel an Vitaminen (v.a. Vitamin B) und anderen wichtigen Substanzen (z. B. Folsäure) verursachen.

  • Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (chronische und akute Pankreatitis)

  • Störungen der Leber:
    Toxische Alkoholgrenzen für die Leber sind individuell verschieden, bewegen sich aber bei Männern im Bereich von etwa 60 g reinem Alkohol (entspricht 1,5 l Bier oder 0,75 l Wein) und bei Frauen im Bereich von ca. 40 g (1,0 l Bier oder 0,5 l Wein). Bei fortlaufendem Überschreiten dieser Grenzwerte entwickelt sich eine Fettleber. Diese ruft zunächst keine Beschwerden hervor, es zeichnet sich aber oft schon eine deutliche Lebervergrößerung ab.

    In weiterer Folge kann der Alkoholkonsum zur Fettleber-Hepatitis führen. Auch diese bleibt anfangs meist symptomlos, nach einiger Zeit treten jedoch Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichtsverlust, Schmerzen im rechten Oberbauch, erhöhte Temperatur und eine Gelbfärbung der Skleren (Lederhaut des Auges) sowie der Haut auf.

    Die
    Leberzirrhose wird durch den Untergang von Leberzellen und deren Ersatz durch einfaches Gewebe charakterisiert. Anfänglich müssen auch hier keine Symptome auftreten, in weiterer Folge zieht die Zirrhose aber die soeben beschriebenen Beschwerden nach sich. Oftmals entwickeln sich darüber hinaus ein Aszites (Wasseransammlung in der Bauchhöhle), Hautveränderungen, Gynäkomastie (Brustwachstum des Mannes) und Potenzstörungen. Die mittlere Überlebenszeit von Patienten mit Zirrhose beträgt in etwa zwölf Jahre, die Todesursache ist häufig Koma durch Leberversagen.

  • Alkoholtoxische Kardiomyopathie:
    Pathologische Vergrößerung des Herzens, die zu einer verminderten Leistungsfähigkeit führt (
    Herzinsuffizienz).

  • Hypoglykämie (Unterzucker)

  • Alkoholtoxische Embryopathie: Der erhöhte Alkoholkonsum in der Schwangerschaft verursacht eine Schädigung des Embryos.

Gruss, Marcel

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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