Rotwein doch nicht gesund?

02.12.05 12:43 #1
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Rotwein doch nicht gesund?

Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
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Rotwein doch nicht gesund?

andreasj ist offline
Beiträge: 2
Seit: 13.07.06
Auf die Gefahr hin, dass dies jetzt kontraproduktiv ist: Ich trinke seit Jahren meine Flasche Rotwein am Abend, also dreimal mehr Alkohol, als von der WHO empfohlen.
Ist mir aber egal. Das persönliche gesundheitliche Risikoprofil wird ja bekanntlich von vielen Faktoren bestimmt. Ich kenne auch Leute die fast gar nichts trinken, dafür aber z.B. Übergewicht haben, einen hohen Fleischkonsum, Bewegsungsmangel, Raucher sind etc. Bei mir gibts z.B. täglich frisch verarbeitetes Gemüse, ich bin aus der Stadt gezogen, um mehr Ruhe und saubere Luft zu haben, bzw. täglich radfahren zu können. Sollte ich wegen meines Rotweinkonsums irgendwann gesundheitliche Probleme bekommen, so nehme ich das billigend in Kauf. Ein Kreuzbandriss beim Skifahren oder einer Risikosportart kostet die Kassen bestimmt mehr, als z.B. ggf. die Untersuchung meiner Leber.
Es gibt ja auch noch ein Argument, was man als die V2 aller Sünder bezeichnen kann: Was nützt mir die ganze lebensverlängernde Askese, wenn ich morgen vom Auto überfahren werde?

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.734
Seit: 10.01.04
Na dann: Prost .
Laß es Dir schmecken und genieße Deine Flasche Rotwein am Abend.
Möchtest Du jetzt Zustimmung hier ernten? Nun denn: vielleicht kommt ja eine.
Gruss,
Uta
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Harry Biber ist offline
Beiträge: 240
Seit: 12.09.04
Zitat von andreasj
... sollte ich wegen meines Rotweinkonsums irgendwann gesundheitliche Probleme bekommen, so nehme ich das billigend in Kauf ...

Was nützt mir die ganze lebensverlängernde Askese, wenn ich morgen vom Auto überfahren werde?
typische Rechtfertigungen / Argumente von Suchtkranken. Ist ne nutzlose Diskussion

Gruß,
Harry
(...der auch mal irgendwie süchtig war)

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andreasj ist offline
Beiträge: 2
Seit: 13.07.06
Zitat von Harry Biber
typische Rechtfertigungen / Argumente von Suchtkranken. Ist ne nutzlose Diskussion

Gruß,
Harry
(...der auch mal irgendwie süchtig war)
...und weiterhin noch irgendwie krank ist. Ich kann deinen Neid gegenüber Leuten, die mit Alkohol umgehen können ja verstehen. Nur, weil du mal ein Problem mit Alkohol oder was weiß ich hattest, musst du aber nicht alle verteufeln, die mehr trinken, als du, bzw. überhaupt Alkohol trinken. Auch, wenn dir diese schwarz-weiß Malerei bei der Bewältigung deiner eigenen vergangenen Suchtprobleme hilft.
Hier noch eine wissenschaftliche Einordnung meines Rotweinkonsums für dich:

"Die Angaben für unbedenklich am Tage konsumierbare und optimale Weinmengen sind weltweit unterschiedlich. In Deutschland werden 30g Alkohol täglich für den Mann (ca. eine halbe Flasche Wein) und 0,2 l Wein für die Frau als optimal, 60g Alkohol beim Mann mit gesunder Leber als unbedenklich angesehen, die französische medizinische Akademie hat die Unbedenklichkeitsgrenze für die Aufnahme von Alkohol auf ein Gramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich festgelegt. Das entspricht bei einem 70 kg-Mann etwa einer Flasche Wein täglich ."

Eine Antwort hierauf kannst du dir getrost sparen. Ich werde dieses Forum nicht mehr betreten.

Gruß, Andreas (mit garantiert besseren Leberwerten, als Harry Biber)

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.734
Seit: 10.01.04
Wunderbar, Andreas . Wenn Du noch ein bißchen weiter suchst, wirst Du auf neuere Studien stoßen, in denen diese Mengen reduziert wurden, weil sie für normale Lebern wohl doch zu viel waren...

Prost!
Uta
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Harry Biber ist offline
Beiträge: 240
Seit: 12.09.04
Hallo Andreas,

generell meine Meinung zu wissentschaftlichen Studien / Veröffentlichungen:
Wieviele "Theorien", Studien und "Lehrmeinungen" gerade im Bezug auf Ernährung und Krankheiten wurden die letzten Jahre schon revidiert !?
"Was die Erkenntnis von heute, ist der Irrtum von morgen !!"

und - wer eine Studie in Auftrag gibt, erhält in der Regel das Ergebnis das er sich davon erhofft, falls nicht, wird sie nicht veröffentlicht, zurückgehalten oder verfälscht wiedergegeben (s. Rauchererhebungen, die von Zigarettenkonzernen gesponsort wurden), - nach dem Motto: "wer zahlt, schafft an!" (es gibt auch eine Weinlobby)

zum Alkoholabusus:
ich muß dich enttäuschen, ich hatte nie eine Alkoholsucht im klassischen Sinne. Ich war nur ein sog. Gesellschafts- oder Gelegenheitstrinker, durchschnittlich ein-dreimal Alkohol pro Woche in Form Weizenbier (2-3 Gläser am Abend), oder in geselliger Runde auch mal ein Glas Rotwein und zu gesellschaftlichen Anlässen auch hin und wieder ein paar Gläschen Prosecco. Allerdings bemerkte ich irgendwann mal als ich mir zu einem Jahreswechsel den Vorsatz genommen hatte, nur vier Wochen lang keinen Alkhol zu trinken, dass ich mich nach kurzer Zeit irgendwie unwohl zu fühlen begann und meine Gedanken ständig daran kreisten, wann endlich die verdammten vier Wochen verstrichen wären. Ähnliches erlebte ich auch mit mir selbst auferlegten Abstinenzen bei Kaffee und Süssigkeiten. Beim Kaffee kamen damals zudem handfeste Entzugserscheinungen zum Vorschein.

Die Abhängigkeit vom Kaffee (Coffein) und Süssigkeiten war bei mir extrem ausgeprägt. So war ich war früher auch ein Meister im Verdrängen bzgl. der Schädlichkeit und evtl. negativen Auswirkungen; man nimmt es in Kauf, daß einem z.B. die Zähne beginnen wegfaulen (Karies) und findet immer garantiert irgendwelche Studien, die eine evtl. Schädlichkeit verharmlosen oder gar positive Seiten aufzeigen (z.B. irgendwelche B-Vtiamine in der Schokolade oder das gar so hohe Ca2+Gehalt in der vollentrahmten Milch und die gesunden Haselnüsse, die die dann die Nutella sooo wertvoll machen etc.). Kurzum: man findet genug Rechtfertigungen

Auch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die ich früher "wohlwissend und billigend in Kauf nahm" (z.B kaputte bzw tote oder fehlende Zähne sowie Bandscheibenproblematik wegen Süssigkeitenkonsum) bereiten einem 20 Jahre später nicht unbedingt die große Freude.

Noch ein Bsp.: Meine beiden Schwestern - beide Kettenraucherinnen seit über 25 Jahren - nahmen evtl. Schäden durch Nikotin in Kauf (wir müssen ja alle mal sterben oder so ähnlich). Dass dann die Tochter meiner einen Schwester viel zu klein und unterentwickelt und mit nicht unerheblichen Beeinträchtigungen zur Welt kam da die Plazenta zu einem hohen Prozentsatz abgestorben war wegen Durchblutungstörungen hatte ihrer Meinung nach überhaupt nichts mit dem Kettenrauchen während der Schwangerschaft zu tun.

Gruß
Harry

PS:
ich hatte noch nie schlechte Leberwerte in meinem Leben.
Meine Blutwerte generell sowie meine allgemeine Fitness sind seit ca. 2 Jahren exzellent, weswegen ich bei Deiner Behauptung ("... sind garantiert ...") nur gelassen lächeln kann

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Oregano ist offline
Themenstarter Beiträge: 63.734
Seit: 10.01.04
US-amerikanische Forscher: Alkohol steigert Darmkrebsrisiko
Schon lange wusste man, dass Alkohol Darmkrebs hervorrufen kann. Einzelheiten waren dennoch nicht bekannt.
Nun haben jedoch US-amerikanische Forscher herausgefunden, dass der Stoff Acetaldehyt, der ein Abbauprodukt von Alkohol ist, zusammen mit körpereigenen Stoffen reagiert.
Durch diese Reaktion ist es Acetaldehyt möglich, sich in den krebshervorrufenden Stoff Crotonaldehyd umzuwandeln. Schon wenig Acetaldehyt löst eine Erhöhung des Darmkrebsrisikos aus.
Quelle: www.gmx.net
http://shortnews.stern.de/shownews.c...42&u_id=210880
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MakeMyDay ist offline
Beiträge: 22
Seit: 26.11.05
Ich möchte auch dringend darauf hinweisen, dass der Artikel miserabel ist. Ich möchte explizit hören, dass durch eine Studie herausgefunden wurde, dass 1 Glas Rotwein (z.B. Bordeaux) am Tag mit vielen Polyphenolen sich für die Gesundheit negativer auswirkt als gar kein Rotwein.
Wenn einmal von Spirituosen und einmal von Rotwein gesprochen wird, dann ist das alles andere als seriös! Wer Rotwein mit Alkohol gleichsetzt, hat nichts von der Materie verstanden.
Ich empfehle nur kurz das Buch "Täglich Wein" von Nicolai Worm.

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Bakunin ist offline
Beiträge: 28
Seit: 19.10.06
Zitat von phil Beitrag anzeigen
Ich vermute, die Unterschiede zwischen den beiden Ländern liegen wohl eher darin, dass das Bier den besseren Spülfaktor darstellt als der Wein. Mir jedenfalls ist bisher nicht aufgefallen, dass Weintrinker eben so oft das stille Örtchen aufsuchen wie Biertrinker.
Das ist die Wirkung des Hopfens im Bier.


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