Ein Gläschen Bier

25.10.05 22:55 #1
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Ein Gläschen Bier

Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Rudi live!
Ich habe laut gelacht, als ich deinen ersten Beitrag von heute Morgen las!
Der Anlass ist ernst genug, aber deine Taktik ist schlau und so ein Einsatz ist für Bodo bestimmt ein grosser Ansporn.
Ich drück euch beiden die Daumen!
Sine

Ein Gläschen Bier
Männlich Bodo
Ich habe nicht laut gelacht, sondern etwas geschmunzelt.

Natürlich verstehe ich Rudis Absicht, diese Wetten gehe ich aber ansonsten aus
Prinzip nicht ein, weil dadurch teilweise die Verantwortung wieder an Andere
abgegeben wird.

Ich bleibe lieber autonom.

Rudi hat sich da jetzt eingeklinkt, meine Verantwortung liegt woanders, nämlich
bei mir ganz alleine. Wenn er meint, mir dadurch helfen zu können, ist das eine
Sache. Aber ich glaube ehr, dass er meine Abstinenz mit einer von ihm in die
Welt gesetzten Wette verbindet, um von seiner Sucht loszukommen.


Bodo

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Ein Gläschen Bier

Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Das nennt man dann eine typische win -win- Situation

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RRichter ist offline
Beiträge: 1.312
Seit: 18.12.06
Hallo Bodo!

nana nix da! aus der nummer kummst jetzt nimmer raus.


mit "das datum ist notiert......usw." hast du quasi per handschlag angenommen.

jetzt bin ich nur mehr passagier und du der käpt´n!
und ich bin mir sicher ich hätte keinen besseren auswählen können.



grüße vom zukünftigen Ex-Raucher
richter

Ein Gläschen Bier
Männlich Bodo
Zitat von RRichter Beitrag anzeigen
jetzt bin ich nur mehr passagier und du der käpt´n!
und ich bin mir sicher ich hätte keinen besseren auswählen können.
grüße vom zukünftigen Ex-Raucher
Das hast Du clever eingefädelt. Aber ich will kein Spielverderber sein. Komm an
meine Seite, Bruder - das war zwar nicht geplant, aber es stört mich nicht.
Wenn Du Deinen Wunsch vom Qualmen wegzukommen an meine Abstinenz
knüpfst, soll es so sein.

Aber nimm lange Unterhosen mit und ein Survivalpaket. Das wird ein harter Einsatz.
Also nix für Warmduscher, Fußföhner und Milchtrinker. Dein Countdown läuft . . .

LG, Bodo

Ein Gläschen Bier

kaba ist offline
Beiträge: 234
Seit: 16.08.06
Hallo Bodo

Nein, so ganz stimmt das nicht, mit dem "keinen Tropfen" - aber mit dem "keinem Glas, das stimmt.
Ich hatte mal aus Versehen bei einer Vernissage ein Glas Sekt-Orange in der Hand u. da ich ziemlich durstig war, habe ich einen großen Schluck genommen, habe es aber gemerkt, bevor ich geschluckt hatte. So blöd, da stand ich nun, den Mund voll. Dann habe ich mir überlegt, ob ich schlucke oder nicht. Das war ganz schön brisant. Dann bin ich aber in die Küche und habe es ausgespuckt. Danach war mir richtig wohl u. erleichtert, dass ich nicht auf mich reingefallen war.
Wegen dem Tropfen... also inzwischen koche ich auch schon mal mit Wein - so alle Schaltjahr mal. Und ich esse das Sösschen dann auch. Der Alkohol verkocht ja. Ich möchte gar nicht wissen, in wievielen Lebensmitteln Alkohol drin ist. So mancher Kuchen...
Worauf ich leider immer noch verzichte, sind die MonCheries - und die hatte ich sehr geliebt. Ich habe neulich ein Tiramisu gegessen. War echt eklig. Und auf Malaga Eis verzichte ich auch.... das liebte ich auch sehr. Oder Eisbecher mit Likör. Eben solche Sachen, wo ich mir sicher bin, dass ich den Alkohol spüren würde, lasse ich weg. Ich will mich nicht verführen.
Am Anfang war ich viel vorsichtiger. Da habe ich sogar im Laden die Alk-Regale gemieden.
Inzwischen kaufe ich ganz locker für andere Leute Saufen ein, sogar mal für meine Jungs. Das macht mir gar nichts, ich habe Null Verlangen. Vorbei ist vorbei. Ich brauche es nicht mehr.
Da ich eher eine verkrampfte bin - habe ziemliche Muskelschmerzen - und entspannt zu sein, das hat schon was, da habe ich ein Manko, aber damit lässt es sich trotzdem leben, wie man sieht.
Probleme anzugehen und zu lösen habe ich erst gelernt, nachdem ich keinen Alk mehr trinke. Kann sagen, ich bin unglaublich weit gekommen. Es macht immer noch Freude. Ich sehe eine ständige Entwicklung u. hätte vorher nicht gewagt, daran zu denken, welche Potenziale in mir stecken u. geweckt werden können.
Diverse Ansammlungen von sich dummsaufenden Hohlköpfen meide ich, da bin ich schon weit von entfernt.
Inzwischen habe ich mehrmals meinen Ex-Gatten in die Psychiatrie zum Entgiften gebracht, an ihn gedacht, wenn er therapierte, erlebt, wie er rückfällig wurde... lebe mit seiner Unzuverlässigkeit. Wir halten Kontakt, der Söhne wegen. Um die tut es mir in der Seele leid. Sie interessieren sich seit langem nicht mehr wirklich für ihn. Es ist eher noch so ein rücksichtsvolles Aushalten seiner Art. Des Vaters eben. Aber verkackt hat er`s schon lange.
Jetzt sind die Jungs ja fast erwachsen...
Soll er mir leid tun? Nein, nicht mehr. Er hat mir zu lange leid zugefügt.
Und wer nicht will, der hat schon. Der kann sich dann mit den Leuten identifizieren, die Rasierwasser trinken und Spiritus - amen.
Und mit den Leuten, die wegen angesoffenem Gehirnschaden unheilbar geworden sind.
Alkohol ist vielleicht gut, um etwas zu konservieren, um etwas zu verbrennen, um etwas zu desinfizieren, aber nicht zum Verzehr.

So ist das. Durch den Alkohol geht viel kaputt. Zu viel.

Seit 1993 habe ich keinen Alkohol getrunken.

Noch mal. Bei den Mengen, die Du getrunken hast, wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als es GANZ bleiben zu lassen. Anders geht es nicht. Das weiß ich.

Kaba

Ein Gläschen Bier
Männlich Bodo
Liebe Kaba.

Interessant, nicht wahr?

Da sieht man, welche Geschichten und Verwirkungen am Thema Alkohol liegen.
Mein Verlangen nach Bier ist versiegt. Körperlich abhängig war ich noch nicht,
stand aber knapp davor.

Gut, dass Du so offen schreibst.

Einen Bogen um Alkoholika, beispielsweise im Supermarkt, muss ich nicht machen.
Lebensmittel wie die von Dir aufgezählten verzehre ich nicht. Aber auf Dein heiß
geliebtes Mon Chérie musst Du natürlich "verzichten" - da hat man ja bereits nach
3,4 Pralinen nen kleines Schnapsglas intus.

Toll, dass Du nach Deiner eigenen Trinkproblematik auf dieser Party instinktiv
das Richtige getan hast, nämlich das Zeugs der Spüle zu übergeben.
Ich denke auch, dass ich keinen Alkohol mehr konsumieren sollte. Das Gehirn
bleibt entsprechend getaktet, die Suchtregionen bleiben immer empfänglich.

Ich denke zwar, dass es mir möglich ist, irgendwann bei passender Gelegenheit
ein Glas Wein zu trinken, aber ich lege es nicht drauf an. Wer den Alkohol nicht
genießen kann, muss die Finger davon lassen. Wobei ich mich frage, wo denn
ehrlicher Weise der Genuss zu finden sein soll. Jeder Mensch, der in geselliger
Runde trinkt (Wein, Bier, Sekt, Bowle) macht dies, um etwas zu spüren. Ein
sozialer Kitt, um lockerer zu werden, ein Ritual. Da kann mir niemand etwas
anderes erzählen. Es wird ja in der Wissenschaft um Definitionen gestritten, ab
wann denn ein Suchtverhalten manifest sei. Daran will ich mich nicht beteiligen.
Mir reichen die Erfahrungen der letzten Monate, und es war eine Abhängigkeit.

LG, Bodo

Ein Gläschen Bier

mezzadiva ist offline
in memoriam
Beiträge: 955
Seit: 06.04.06
Hallo Bodo,
ich trinke Alkohol tatsächlich nur wegen dem Genuss. Und nur dann, wenn ich wirklich Lust drauf habe, ob in Gesellschaft oder allein. Es macht mir gar nichts aus, wenn die ganze Runde Bier bestellt und ich mit einer Apfelschorle dasitze, und umgekehrt genauso. Außerdem hat mein Organismus eine Art Blockade eingebaut, die verhindert, dass ich mich betrinken kann. Wenn es ihm zuviel wird mit dem Alk, schmeckt mir das Zeug auf einen Schlag überhaupt nicht mehr und ich schütte den besten Wein fort. Für diese Automatik bin ich echt dankbar. Mein Freund hat das nicht, der trinkt gern mal zuviel. Irgendwo kommt immer der Moment, wo der bewusste Genuss umschlägt in Kontrollverlust, und den verpasst man allzu leicht.
Gruß
mezzadiva

Ein Gläschen Bier
Männlich Bodo
Liebe Mezza!

Ich freue mich für Dich, dass Du wie beschrieben verfahren kannst.*

LG, Bodo

*Beim erneuten lesen dieses Satzes dachte ich:"Schrieb ich es oder Gerold?"
Ich bin wohl momentan unbewusst ein wenig durch Gerolds Art der Formulierung
(welche ich recht schön finde, bei aller "Gestelztheit") geprägt . . .

Geändert von Bodo (07.08.07 um 16:39 Uhr) Grund: Gerold :-)

Ein Gläschen Bier

mezzadiva ist offline
in memoriam
Beiträge: 955
Seit: 06.04.06
Danke Borold (oder Gedo?)


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