Alkohol und Gewalt

15.11.07 18:27 #1
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Alkohol und Gewalt

Milan2008 ist offline
Beiträge: 120
Seit: 19.05.08
Zitat von Sine Beitrag anzeigen
Hallo Milan.

Ich frage jetzt aber einfach mal ganz konkret:
Glaubst du, ein Alkoholverbot würde weniger Gewalt zur Folge haben?

Liebe Grüsse, Sine

JA, laut Statistik ja.

Ich mein, an irgendein Fakt muss man sich wenden, deshalb Statistik...

Sicher gibt es Gewalt auch ohne Alkohol, ganz klar, aber weniger...

Bei den Ländern wie israel, libanon etc ist es ja eher die Religion....

Nur uns geht es NOCH zu gut ,sodass wir uns Probleme (viele jedenfalls) selber machen, um welche zu haben, wie es aussieht *Hmm*

Alkohol und Gewalt

phil ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 25.01.05
Alkoholismus und Alkoholmissbrauch ist absolut keine Frage der sozialen Schicht.
Hallo Karsten,
ich meine damit nicht das soziale Milieu gesellschaftlicher Schichten, sondern jenes, auf dem genau das Gedeiht, was zu ihm passt, es ergänzt - im Guten wie ich Schlechten. Brennessel wie Alkoholiker brauchen den passenden Nährboden um sich zu entwickeln.

LG Phil
__________________
herzlichst aus Trollhalden!

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Alkohol und Gewalt

Sine ist offline
Beiträge: 3.371
Seit: 15.10.06
Ich hatte meinen ehemaligen Lebenspartner als äusserst friedfertigen und friedliebenden Menschen kennengelernt.
Je länger er Alkoholiker war, um so mehr häuften sich seine Gewaltausbrüche.
Das war seine Art, auf Druck zu reagieren.
In nüchternem Zustand konnte er verschiedene Herausforderungen im Leben weder verkraften noch bewältigen.
Je mehr er dem Alkohol verfiel, um so mehr zusätzlicher Druck von aussen kam auf ihn zu....

So habe ich das erlebt aber mir ist natürlich bewusst, dass es so viele verschiedene Geschichten gibt, wie es Alkoholiker gibt.
Trotzdem vermute ich, dass es ein rudimentäres Grundmuster gibt, das bei vielen gleich ist.

Ich stimme Phil insofern zu, dass es heute leider vielen Menschen nicht möglich ist, ihre besonderen Talente in unserer Geselllschaft einbringen zu können, geschweige denn, dass diese Talente wertgeschätzt werden.
Findet man keine gesellschaftlichen Nischen, wo man sich selber sein kann, sucht sich der Mensch Fluchtwege...

Ein Alkoholverbot würde ich selber auch als wenig sinnvoll ansehen.
Auch ich bin überzeugt davon, dass ein Mensch, der meint, Alkohol zu BRAUCHEN, immer einen Weg dazu finden wird.

Liebe Grüsse, Sine

Alkohol und Gewalt

Horaz ist offline
in memoriam
Beiträge: 5.730
Seit: 05.10.06
Alkohol enthemmt. Dort, wo konfliktreiche Probleme existieren, kann Alkohol die Schwelle zur Gewalt niederreißen. Was man nüchtern schon nicht schaffte, schafft man alkoholisiert zwar erst recht nicht, aber die Bereitschaft nun mit Macht den "gordischen Knoten" zu zerschlagen, nimmt im Zustand der Alkoholisierung zu. So lange bis der Alkohol irgendwann zur Lethargie oder zum erschöpften Schlaf führt. Es ist ein Zustand absoluter Tragik - die jene, die eine solche Situation ertragen und mit der Angst vor Gewalt leben müssen, ziemlich hilflos macht.

Alkohol zu verbieten hilft natürlich nicht weiter. Von der Situation der Gewalt zu Prohibitionszeiten in den USA, erzählen uns heute noch zahlreiche Filme. Wer Menschen zu solchen Tendenzen in seinem Lebensumfeld hat, sollte - solange die Kraft noch ausreicht - unmißverständliche Distanz zu diesem Verhalten klarstellen.

Viele Grüße, Horaz


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