Alkohol und seine Therapie (ähnlich Nikotin möglich)

25.09.13 07:25 #1
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usar1999
Guten Morgen,
Ich kenne einen Freund , der sehr viel trinkt, meiste Zeit Bier. Er ist auch wegen seiner psychischen Krankheit in Behandlung seit Jahren beim Psychiater. Er hat mich gefragt dass ich hier nachfragen sollte was er seiner Meinung machen soll. Er probiert schon ewig vom Bier weg zu kommen und allgemein vom Alkohol. seine Schwäche er fängt immer wieder an. Aber er ist selbst drauf gekommen , dass er Alki ist und würde hier gerne nachfragen. Was passiert wenn man es beim Psychiater erzählt , dass man sehr viel trinkt und so. Alkoholiker wäre? Gibt es dafür auch Tabletten für die Behandlung von Alkoholiker? Gibt es so eine Behandlung? Zwar Psychotherapie geht er , aber immerhin hilft es nur ein wenig. Er würde eine Unterstützung von Tabletten brauchen . Meiner Meinung nach , es gibt schließlich für den Rauch Entzug auch Tabletten gibt es für den Alkohol auch so etwas?

Alkohol und seine Therapie

Rota ist offline
Beiträge: 2.638
Seit: 22.07.08
Ich kenne einen Freund , der sehr viel trinkt, meiste Zeit Bier. Er ist auch wegen seiner psychischen Krankheit in Behandlung seit Jahren beim Psychiater.
Hallo usar

Ich lebe hier in München/Bayern und da wird Bier nicht zum Alkohol gerechnet

Aber Spaß beiseite. Es kann einem Menschen ganz schön zusetzen, daß er seit Jahren bei einem Seelenarzt ist und der nicht erkennt, daß ein Problem mit Alkohol vorliegt. Das wäre doch als erstes zu überdenken, daß der Mann/Frau nichts taugt und die Behandlung bei ihm/ihr abgebrochen werden sollte.

Dann die Frage, wie groß ist das Verlangen Deines Freundes trocken zu werden.
Warum will er trocken werden, was könnte als Ersatz dienen? Denn ohne Ersatz kein Entzug. Das ist die Lehre die ich aus vielen solcher Vorhaben bei Freunden gezogen habe.

Das Wort Sucht sagt es ja schon. Er ist auf der Suche. Wonach?
Manchmal reicht es schon, daß die ersten Schlucke soooo wohltuend sind und das Gefühl von - jetzt kommt die Wirkung - immer wieder gesucht wird. Leider hat der Alkohol einen eigenen Kopf, bzw. Willen und übertölpelt den Nutzer regelmäßig.

Oder ist Dein Freund ein Gesellschaftstrinker
oder wenn er einsam ist
oder aus Langeweile,
oder braucht er die Hormone des Hopfens.
Alles Fragen die ein Therapeut fragen könnte, wenn er einem endlich sagen würde, was mit ihm los ist.

Wie lange versucht er denn schon davon weg zu kommen?
Kauft er selber sein Bier, oder wird es geliefert?
Hat er Vorräte zu Hause?
Trinkt er auch andere Sachen?

Ach es hat keinen Zweck zu viel abzufragen, das wäre ja schon Therapie, aber es nützt nichts wenn die Ursache nicht gefunden wird
Dazu braucht er Hilfe.
Es ist schwer, einen Freund vor die Hunde gehen zu sehen, aber bevor er keine Erfahrung gemacht hat, ganz unten zu sein, besteht nicht viel Hoffnung, daß er davon weg kommt.

Vielleicht wäre eine Gruppe der AA (Anonyme Alkoholiker) hilfreich, da sind mehrere Menschen anwesend die ähnliche Probleme haben, vielleicht entsteht da ein gewisser Wettlauf, wer es als erster schafft. Und vielleicht finden sich dort ein paar Freunde, mit denen man sich austauschen kann.

Man kann auch selber eine Gruppe gründen.
Keine Angst vor den Leuten, die vielleicht auf einen herunterschauen könnten. Die Gesellschaft ist durchsetzt von Süchtigen, die es nicht zugeben, und als Schutzmechanismus die Schelte der Bekennenden pflegen.


Viel Erfolg und
schöne Grüße an Deinen Freund
Rota
__________________
Alles Gelingen hat seine Gründe, alles Mißlingen hat sein Geheimnis Joachim Kaiser, Musikkritiker

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
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Alkohol und seine Therapie
usar1999
Themenstarter
Ich will im Endeffekt nur wissen , ob es für diese Behandlung auch Psychopharmaka geben würde diese Behandlung besser zu erzielen, als ohne mit Rückfälle. Gibt es so etwas? Kann der Psychiater meinem Freund eigentlich Stationär einliefern lassen, wenn er es zu ihm sagen würde? Diese zwei Fragen sind wirklich sehr wichtig für den Freund!

Alkohol und seine Therapie

derstreeck ist offline
Beiträge: 4.165
Seit: 08.11.10
Hallo usar1999,

Hier gibt es eine Liste und ein paar Erfahrungsberichte:
Alkoholabhängigkeit - 38 Medikamente - 110 Erfahrungsberichte

Irgend einem Arzt sollte er sich anvertrauen. Wenn er vertrauen zu dem Psychiater hat, würde ich mit dem reden.

Ansonsten könnte man sich einen spezialisierten Arzt suchen. Du kannst ja mal nach Spezialisten in eurer Gegend suchen. Für Berlin sieht das z.B. so aus: www.berliner-kurier.de/archiv/top-spezialisten-fuer-alkoholsucht

Grüsse
derstreeck

Alkohol und seine Therapie
usar1999
Themenstarter
Danke für den Tip.
Ich weiß dass man auf Tabletten verzichten sollte, aber wenn ich ehrlich bin hat mein Freund großes Interesse. Das heißt er soll mit seinem Arzt darüber reden, natürlich geht es einem dann wahrscheinlich viel besser und so.


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