Trunksucht und Homöopathie

10.08.12 17:41 #1
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Trunksucht und Homöopathie

Rota ist offline
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Seit: 22.07.08
Hallo inchiostra,

Ich möchte, daß Du weißt, daß ich vier erwachsene Kinder habe und 10 Enkelkinder die ich alle sehr liebe, aber ich würde mir von keinem Einzigen so etwas gefallen lassen, was Dein Sohn mit Dir anstellt.


Heute hast Du einige bemerkenswerte Sätze geschrieben, an denen sehe ich, wie es Dir mit Deinem Sohn geht, aber auch, wie Du weitergehen könntest mit Euerem Zusammenleben.

Mein Sohn, 21 Jahre, sagte gleich ich hätte kein Selbstbewußtsein. Er erträgt es nicht wenn jemand weint.
Kann es sein, daß es Dein Sohn garnicht als notwendig anschaut, seinen Verstand zu gebrauchen? Wenn Du ihm das Leben so erleichterst, braucht er sich nur um sein Bier zu kümmern, (was auch von Dir kommt) und sonst lebt er in den Tag hinein? Läßt Dampf bei Dir ab und schlägt Dir seinen Mißmut um die Ohren. Es wäre durchaus legitim, wenn Du ihm einmal sagen würdest, daß jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht ist, und daß Du ihn so nicht mehr länger ertragen kannst, geschweige denn lieben. Muß man einen 21Jährigen für Dinge loben, die doch selbstverständlich sind? Man darf es anerkennen, aber loben? Nein.

Mir fehlt noch eine Information dazu, ob Dein Sohn irgendwann daran denkt selbständig zu werden, was ist mit einer Ausbildung? Es kann doch nicht sein, daß Dir Dein Sohn bis ans Ende aller Tage auf der Tasche liegt und Dich dazu noch quält. Dafür lohnte es sich schon für ihn, ein wenig auf Hilflos zu machen, er erreicht damit alles, was er von Dir will. Du bist für ihn eine Dienstmagd.

quote] Ihm fällt öfters etwas aus der Hand. Dann sagte er aber, ich wäre daran Schuld, weil ihm das passiert.[/quote]

Da gibt es nur die Lösung, ihm Besen und Schaufel in die Hand zu drücken und zwar schweigend.

Ich nahm die Kiste Bier weg und stellt sie in die Garage. Wo er nicht hinein geht.
Mir fällt auf, daß hier ein Machtkampf stattfindet. Ich würde ihm noch eine zweite Kiste Bier dazustellen und ihm viel Vergnügen wünschen, bis dann.

Dann soeben, wo ich dachte ich kann ja ruhig ins Bett da kam er dann. Er erpresste mich richtig.
Das geht gar nicht. Es muß Regeln geben, auch für "Kranke", wenn jemand in seinem Zimmer sein will, oder muß, bleibt der draußen, den man nicht drin haben will. basta.

Er kann höflich klopfen, aber einfach vorm Bett stehen und nicht mehr weggehen Wann hat denn das angefangen, oder habt Ihr das seit seinen Kinderschuhen gar nie abgeschafft?

Du bist doch nicht sein Eigentum, Respekt ist es, was hier fehlt. Und, daß Du dich von solchen Sätzen noch beeindrucken läßt, wie diesen hier

Würde mich fallenlassen, wenn er hier mal weg geht und einiges mehr was weh tat
Wach auf, Du bist nichts anderes als ein Fußabstreifer für ihn und das darfst Du nicht mehr zulassen.

Ich wollte/mußte stark sein, aber er war stärker.
Dann bleibe ich hier stehen. Ich kenne ihn, er bleibt da stehen.
Oder tritt die Türe ein, wenn ich mich einschliesse.
Da wäre dann die Polizei der Ansprechpartner, im Ernst, vielleicht hat er vor denen Respekt.

Fang an mit Regeln, schreibe sie groß auf Blätter, die er nicht übersehen kann und laß ihn einfach ziehen, wenn er weg will.

Soll ja jetzt jemand vom Amtsgericht kommen. Eine Art Betreuer.
Keine Ahnung wo der bleibt.
Wo soll denn betreut werden? in Deiner Wohnung? Wie stellst Du dir das vor? Wäre nicht eine Art betreutes Wohnen mit anderen Jugendlichen die bessere Lösung. Dafür mußt Du aber loslassen.

Der Zug mit Erziehung ist abgefahren, das mußt Du Dir jeden Tag wieder fest einprägen. Es kann nur noch schlimmer werden.

Ich hasse dieses Suchtverhalten und ich hasse es, das ich hier in diesem Kaff nenne ich jetzt mal so keine richtige Unterstützung bekomme.
Vielleicht sehen die Menschen in Deinem "Kaff" die Sache wie sie ist, unlösbar für Außenstehende. Dein Sohn muß unter andere Menschen, die ihm zeigen "wo der Bartl den Most holt", nicht "wo die Mutter das Bier holt."

Mein Sohn legte die Computersucht ab, die Enery Drinks, Zigaretten. Alles alleine. Das war noch schlimmer als heute.
Lobe ihn und sage wie lieb ich ihn habe. Das aber erträgt und will er nicht.
Aber ich gebe mir sehr viel Mühe und suche genau was zu ihm passt.
Dein Sohn wartet auf den Rauswurf, wie ein Kind das nach Ohrfeigen bettelt, um endlich seine Grenzen zu finden.

Soeben hat er aber noch gesagt, das er wirklich nur noch 2 Wochen Bier trinken will. Aber ich weiß, das süchtige immer wieder was versprechen aber nicht halten (können)
Diese Erkenntnis ist schon ein Anfang, aber handle endlich!!!!

Liebe Grüße
Rota
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Alles Gelingen hat seine Gründe, alles Mißlingen hat sein Geheimnis Joachim Kaiser, Musikkritiker

Geändert von Rota (13.08.12 um 08:08 Uhr)

Trunksucht und Homöopathie

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Rota Beitrag anzeigen
Hallo, nicht der Papa

Ich habe jetzt ca 1 Stunde damit zugebracht, eine Antwort auf Dein posting zu verfassen, bin aber von der Absendung wieder abgekommen, weil ich finde, daß Du in vielen Teilen sehr recht hast.

Nur, mein Anliegen ist halt, zu verhindern, daß Kinder nicht erst in die Sucht hineinschlittern, weil der Gruppendruck zu stark ist. Das Komasaufen ist heute überall ein Thema in Sozialeinrichtungen und Rettungsstationen und wenn die Kinder ausgenüchtert sind, werden sie wieder nach Hause geschickt und den Eltern , die u.U. selber mit Alkohol Probleme haben, in Obhut zurückgegeben.

Mein Gedanke, bei der Eröffnung des thread ging dahin, daß ich helfen möchte zu verhindern, daß Kinder, die nach einem Mal mit so einem Niedergang in der Gruppe so schnell nicht mehr so weit getrieben werden können, sich halbtot zu saufen.
Dein Gedanke in allen Ehren. Aber dir ist wohl klar, dass dies für dich ein verlorenes Vorhaben ist.
Zumal Du auch noch in Bayern sitzt, wo Bier quasi zu den Grundnahrungsmitteln gehört.

Jugendliche haben sich doch vor 40 Jahren genauso die Kanne gegeben. Nur da stand es in keiner Zeitung.
Zumindest ist die Abgabe von Alkohol in D mittlerweile seit Jahren nicht nur auf Erwachsene begrenzt, sondern dies wird nach diversen Kontrollen bei uns auch rigoros durchgesetzt. (Wie das in Bayern aussieht, weiß ich natürlich nicht.)
Ich habe mir viele Tage die Arbeit gemacht, Symptome herauszusuchen, die mit sensiblen Kindern und auch Erwachsenen zu tun haben, die mit ihrer Mitwelt nicht zurecht kommen und aus verschiedenen Gründen ihrer eigenen Geschichte in das Loch Alkoholismus fallen und nicht mehr herausfinden.

Die einzelnen Symptome muß man anschauen und behandeln, nicht den Alkoholismus als Resultat eines längeren Fehlverhaltens, in dem die Betroffenen noch keine Hilfe gefunden haben.
Dabei negierst Du in meinen Augen erneut, dass Alkoholismus eine Erkrankung mit substanzbezogener körperlicher Abhängigkeit ist.
Mir ist dabei nicht klar, ob Du versehentlich oder willkürlich die Begrifflichkeiten vertauscht hast, denn Alkoholabusus ist nicht gleich Alkoholismus.
Zudem unterstellst Du, dass Jugendliche mit ihrer Umwelt nicht zurecht kommen und deshalb saufen. Das ist in meinen Augen eine vollkommen falsche Betrachtungsweise. Jugendliche saufen, weil es Spaß macht und dazugehört.
Dabei fällt mir ein- In unserer katholischen Jugend stand bei den Jugendabenden immer wenigstens ein Kasten Bier. Und das ist 40 Jahre her und war nicht in Bayern.

Es gab, gibt und wird immer problematische Jugendliche und problematische Elternhäuser geben. Das ist nichts Neues.
Ein relativ neues Problem sind dabei mMn. nur die tyrannischen Kinder.


Aber abgesehen von allem anderen. Wir sind hier nicht in Indien, wo Homöopathie selbst bei der Krebsbehandlung eingesetzt wird und homöopathische Krankenhäuser ganz normal sind Gesundheitssystem Indien: Krankenhäuser nur für homöopatische Behandlungen sind in Indien normal. - SPIEGEL ONLINE sondern in D, wo der Homöopathie ein Stellenwert eingeräumt wird, der nahe 0 liegt.

Daher ist dies eine Leistung, die nicht im Leistungskatalog der KK enthalten ist.
Wie willst Du da die Menschen aus den problematischen Elternhäusern überhaupt erreichen?
Dein Anspruch zerbricht mMn. schon daran, dass er praktisch nicht umsetzbar ist.
im Kindesalter ist das aber nicht so leicht und auch Jugendliche haben ohne Hilfe keine Chance.
Alkoholkonsum bei Kindern ist ein Problem, dass schwere Folgen haben kann. Insbesondere auch dann, wenn Sie anschliessend in die Psychiatrie kommen, und die Substanz Alkohol dauerhaft gegen diverse Psychopharmaka ausgetauscht wird.
Da sollte zudem das Abgabeverbot des Gesetzgeber greifen. Denn mittlerweile kann ein Kind Alkohol nur noch über einen Erwachsenen in seiner Umgebung erhalten und nicht mehr selbst kaufen.
Allerdings hatten anzunehmenderweise in den letzten Jahrzehnten hunderttausende bis Millionen Jugendliche eine Phase mit verstärktem Alkoholkonsum, die sie alleine und ohne Hilfe wieder beendeten.


Natürlich weiß man vorher nicht, ob man abhängig wird. Bekanntes Restrisiko.
Die Chancen sind höher, wenn es bereits Alkoholiker in der Familie gibt (womit nicht alle Menschen gemeint sind, die Alkohol konsumieren).
Es gibt Fälle, da wurden die Kinder von Alkoholikern später auch dann selbst Alkoholiker, obwohl sie in einem völlig anderen Umfeld aufwuchsen.
Es gibt aber auch Kinder von Alkoholikern, die später selbst phasenweise viel Alkohol konsumiert haben, ohne abhängig zu werden oder die selbst keinen Alkohol konsumiert haben.
Mit anderen Worten gibt es keine Regel.
Und wie man weiß, kann man mit einem täglichen Glas Wein uralt werden.

Wissenschaftlich gesehen sieht es so aus:
Persönlichkeit:
Alkoholabhängigkeit ist keine Charakterfrage. Alkoholabhängige sind keine besonders
labilen, willensschwachen oder unbeherrschten Personen. Die oft zitierte
„Suchtpersönlichkeit“ lässt sich nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen.

Vererbung
Auch wenn Angehörige von Alkoholabhängigen ein erhöhtes Risiko haben, ebenfalls eine
Alkoholabhängigkeit zu entwickeln, kann man keinesfalls davon sprechen, dass die
Erkrankung selbst vererbt wird. Was anscheinend vererbt wird, sind körperliche Faktoren wie
Alkoholverträglichkeit bzw. Alkoholabbaukapazitäten. Eine erbliche Vorbelastung allein reicht
nicht aus, um eine Abhängigkeit zu entwickeln.

Schwere Kindheit / Schicksalsschläge
Nicht alle Alkoholabhängigen hatten eine schwere Kindheit oder ein besonders schweres
Leben vor Entwicklung ihrer Erkrankung. Anders herum entwickelt auch nicht jeder Mensch,
der unter schwierigen Bedingungen in der Kindheit gelitten hat bzw. harten
Schicksalsschlägen ausgesetzt war, eine Alkoholabhängigkeit. Ein Vergleich von
Lebensläufen von alkholabhängigen und nicht abhängigen Personen brachte keinerlei
Unterschiede zu Tage.

Quelle: Blaues Kreuz
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Bei Alkoholsucht kann Hypnosetherapie hilfreich sein

Wenn man wirklich aufhören möchte zu trinken, dann ist die aufdeckende Hypnosetherapie eines der effektivsten Instrumente, diesen Wunsch Realität werden zu lassen. Sie wirkt da, wo die Sucht entstanden ist, nämlich im Unterbewusstsein.

Wenn erst einmal die emotionale Ursache für das Suchtverhalten aufgefunden und neutralisiert wurde, kann der Mensch wieder suchtfrei leben. Aber wie erwähnt muss der Wunsch nach Veränderung vorhanden sein. Niemand kann mit Hypnose dazu gezwungen werden, etwas zu tun, was er selber nicht wirklich möchte.
mehr
Trunksucht und Homöopathie
kopf
hallo ,
ich wollte nur mal sagen ,dass ich F 10.2 ,also die diagnose Abhängigkeitssyndrom habe .
wohl wahr , ich habe gesoffen und wie !!

zum glück habe ich mir diesen ganzen müll nicht einreden lassen -von wegen suchtdruck und lebenslanger abstinenz .ich bin dort immer schnellstmöglichst verschwunden und suchte hilfe bei der psychotherapie .
bildung eines ICH´s war mein ziel !
heute nehme ich 3mal täglich je 15 tropfen okoubaka d3 70%alkohol ein .
wo sind die rückfälle ?
ich kann sie nicht kommen sehen und sie werden nicht kommen !
ich habe mich nähmlich weitergebildet und hab nicht tagelang mit quarzenden ,an kaffeemaschinen klebenden typen zusammengehockt ,wie man es von mir gefordert hat (diese situation fand ich bei AA vor ,nicht nur einmal)

immer gequatsche von früher ! saufgeschichten wurden erzählt ! das waren noch zeiten !!

ich kann nicht aufzählen ,wie oft ich schon leuten mit homöopathie und anthroprosophie beigestanden hab und wie erstaunt diese waren , wie gut der entzug klappte .sogar kh aufenthalte wurden unnötig .

wenn ich jemandem zu nahe getreten bin , tut mir das leid !
jeder so wie er will oder kann ! aufwachen ist aber auch nicht schlecht .
alkoholsucht ist ein Symptom und sie verschwindet , bekämpft man die ursache !!

LG

Trunksucht und Homöopathie

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von kopf Beitrag anzeigen
ich kann nicht aufzählen ,wie oft ich schon leuten mit homöopathie und anthroprosophie beigestanden hab und wie erstaunt diese waren , wie gut der entzug klappte .sogar kh aufenthalte wurden unnötig .

wenn ich jemandem zu nahe getreten bin , tut mir das leid !
jeder so wie er will oder kann ! aufwachen ist aber auch nicht schlecht .
alkoholsucht ist ein Symptom und sie verschwindet , bekämpft man die ursache !!

LG
Wieso solltest Du jemandem zu nahe treten? Ist doch Unsinn.
Also mir nicht.
Ich sehe die Dinge so, da ich mich damit früher beschäftigen musste und lange beschäftigt habe.

Dass es eine andere Seite geben kann, konnte ich mir wirklich nicht vorstellen, obwohl ich jedem Menschen mit psych. Problemen zur Homöopathie raten würde.
Doch habe ich schon oft hinter die öffentlichen Darstellungen geblickt und andere Wahrheiten gefunden. In dem Fall bisher nicht.
Doch das habe ich jetzt getan.
Da nachfolgende Studie nicht ohne Schulmedizin auskommt, geht man sogar von einer Abschwächung der überaus positiven Wirkung der homöopathischen Mittel aus:
Homöopathie bei Suchtkrankheiten
Mir reicht das als Beweis.

Mich würde nur interessieren, was Du als Ursache siehst.
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Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Trunksucht und Homöopathie

Rota ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.638
Seit: 22.07.08
Hallo, nicht der Papa

Dein Gedanke in allen Ehren. Aber dir ist wohl klar, dass dies für dich ein verlorenes Vorhaben ist.
Wenn ich alleine damit wäre, würde das vielleicht stimmen, aber so ist es nicht. Ich war durch die ganze Schulzeit unserer Kinder mit Eltern im Gespräch und habe dabei viel gelernt. Auch da gab es immer wieder welche die, wie Du hier, nicht an die Umsetzung unserer Vorhaben geglaubt haben, trotzdem gelang uns eine Menge.

Dabei negierst Du in meinen Augen erneut, dass Alkoholismus eine Erkrankung mit substanzbezogener körperlicher Abhängigkeit ist.
Mir ist dabei nicht klar, ob Du versehentlich oder willkürlich die Begrifflichkeiten vertauscht hast, denn Alkoholabusus ist nicht gleich Alkoholismus.
Da hast Du recht.

Zudem unterstellst Du, dass Jugendliche mit ihrer Umwelt nicht zurecht kommen und deshalb saufen. Das ist in meinen Augen eine vollkommen falsche Betrachtungsweise. Jugendliche saufen, weil es Spaß macht und dazugehört.
Ja, aber sowohl als auch.


]Wie willst Du da die Menschen aus den problematischen Elternhäusern überhaupt erreichen?
Wir haben hier Wartezeiten von über einem halben Jahr für Eltern die sich beraten lassen wollen, wie es mit ihren Kindern zu meistern geht. Da sind die Eltern und Großeltern aus der Pfarrei willkommen, die sich zur Verfügug stellen mit ihren Erfahrungen auf dem Gebiet. Wenn wir gute Arbeit leisten, spricht sich das herum, nicht zuletzt beim Kinderschutzbund und in den Schulen und Kindergärten im Umkreis.

Dein Anspruch zerbricht mMn. schon daran, dass er praktisch nicht umsetzbar ist.
s.O.

Alkoholkonsum bei Kindern ist ein Problem, dass schwere Folgen haben kann. Insbesondere auch dann, wenn Sie anschliessend in die Psychiatrie kommen, und die Substanz Alkohol dauerhaft gegen diverse Psychopharmaka ausgetauscht wird.
Da können auch wir nichts mehr machen, höchstens die Eltern trösten und warten, bis die Ärzte Grünlicht geben für eine weitere Beratung.


Da sollte zudem das Abgabeverbot des Gesetzgeber greifen. Denn mittlerweile kann ein Kind Alkohol nur noch über einen Erwachsenen in seiner Umgebung erhalten und nicht mehr selbst kaufen.
Manche Erwachsene sind bereits 18 und manchmal selber abhängig, und fühlen sich mächtig, wenn sie sich von so kleinen "Strolchen" umringt finden, die alle von ihm wollen, daß er die Alks aus dem Supemark für sie rausholt.
Natürlich werden sie bestraft, wenn man sie dabei erwischt.

Natürlich weiß man vorher nicht, ob man abhängig wird.

Bekanntes Restrisiko.




Die Chancen sind höher, wenn es bereits Alkoholiker in der Familie gibt (womit nicht alle Menschen gemeint sind, die Alkohol konsumieren).
Es gibt Fälle, da wurden die Kinder von Alkoholikern später auch dann selbst Alkoholiker, obwohl sie in einem völlig anderen Umfeld aufwuchsen.
Es gibt aber auch Kinder von Alkoholikern, die später selbst phasenweise viel Alkohol konsumiert haben, ohne abhängig zu werden oder die selbst keinen Alkohol konsumiert haben.
Mit anderen Worten gibt es keine Regel.
Aber Beispiele: Jack London, König Alkohol

Und wie man weiß, kann man mit einem täglichen Glas Wein uralt werden.
Mann oder Frau?

Wissenschaftlich gesehen sieht es so aus
Praktisch auch

Gruß
Rota
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Alles Gelingen hat seine Gründe, alles Mißlingen hat sein Geheimnis Joachim Kaiser, Musikkritiker

Geändert von Rota (12.08.12 um 15:40 Uhr)

Trunksucht und Homöopathie
Männlich Bodo
Hi Kopf!



Bitte bissi Obacht mit Pauschalierungen.



Zitat von kopf Beitrag anzeigen
zum glück habe ich mir diesen ganzen müll nicht einreden lassen -
von wegen suchtdruck und lebenslanger abstinenz .
Ich weiß, dass ich nie wieder kontrolliert trinken kann. Die AA habe ich übrigens nie kontaktiert.
Ich finde es auch problematisch, wenn in Schablonen gedacht wird und sich erwachsene Menschen
noch nach jahrelanger Abstinenz immer wieder nur mit diesem Thema beschäftigen müssen.

Zitat von kopf Beitrag anzeigen
alkoholsucht ist ein Symptom und sie verschwindet , bekämpft man die ursache !!
Dann gehörst Du zu den 'Glücklichen', die nicht entgiftet werden mussten, weil der Körper nach Alkohol schreit.
Junge, mir flogen in der Klinik die Knie bis an die Ohren, so sehr zitterte der ganze Körper.
Über 3 Wochen brauchte ich Distra-Neurin, sonst wäre ich hopps gegangen.
Ob eine Entgiftung notwendig ist oder eine einfache Entwöhnung reicht, ist individuell verschieden.



Wichtiges PS: Inchi, halte uns doch bitte hier im Thread oder in einem Extra-Thread
auf dem Laufenden, wie das mit Sohnemann und seinem Bier weitergeht.






Liebe
Grüße
Bodo

Geändert von Bodo (12.08.12 um 16:12 Uhr)

Trunksucht und Homöopathie

nicht der papa ist offline
Beiträge: 4.533
Seit: 18.11.09
Zitat von Bodo Beitrag anzeigen
Dann gehörst Du zu den 'Glücklichen', die nicht entgiftet werden mussten, weil der Körper nach Alkohol schreit.
Junge, mir flogen in der Klinik die Knie bis an die Ohren, so sehr zitterte der ganze Körper.
Über 3 Wochen brauchte ich Distra-Neurin, sonst wäre ich hopps gegangen.
Ob eine Entgiftung notwendig ist oder eine einfache Entwöhnung reicht, ist individuell verschieden.



Wichtiges PS: Inchi, halte uns doch bitte hier im Thread oder in einem Extra-Thread
auf dem Laufenden, wie das mit Sohnemann und seinem Bier weitergeht.






Liebe
Grüße
Bodo
Vielleicht schaust Du mal in den Link, den ich gepostet habe.
Im akuten Alkoholentzug konnte mit Hilfe von Arsenicum bzw. anderen angezeigten Arzneien (teilweise auch mit dem vorbekannten „Konstitutionsmittel“) der Entzug entweder ohne weitere zusätzliche medikamentöse Behandlung erfolgen oder die Entzugsphase bzw. die Erholungsphase deutlich verkürzt werden. Insbesondere die Verabreichung von Arsenicum, Nux vomica und Belladonna war auch in hochakuten, prädeliranten Zustandsbildern oder schweren Unruhezuständen von erstaunlicher Wirksamkeit (Tabelle 2).
Heißt, ein Alkoholentzug kann auch mit homöop. Mitteln erfolgen.
Ansonsten schliesse ich mich deiner Bitte an inchi an. Da sehe ich die Probleme auf beiden Seiten.

@Rota
Wenn Du mir hier erzählen möchtest, dass alkoholkranke Eltern (das war für mich die Basis deines Beitrags) freiwillig bei irgendeinem Verein Termine machen, damit ihren Kindern bei ihrem Alkoholproblem homöopathisch durch Eltern und Großeltern aus der Pfarrei geholfen wird, dann fühle ich mich etwas verarscht.

Aber wahrscheinlich habe ich nur nicht richtig gelesen
Mein Gedanke, bei der Eröffnung des thread ging dahin, daß ich helfen möchte zu verhindern, daß Kinder, die nach einem Mal mit so einem Niedergang in der Gruppe so schnell nicht mehr so weit getrieben werden können, sich halbtot zu saufen.
und ist es so, dass Du auf dem Land wohnst und alle Jugendlichen, die sich einmal die Kanne gegeben haben, in typisch bayrisch/katholischer Art vor eine Art göttliches Gericht aus Eltern und Grosseltern aus der Pfarrei kommen müssen.

Mit dem Eingangsgedanken, so wie ich ihn verstanden hatte, hat das für mich allerdings kaum noch was zu tun.
__________________
Jeder muß mit den Konsequenzen leben, die sich aus seinen Entscheidungen ergeben. gerold 2.1.11

Trunksucht und Homöopathie
Männlich Bodo
Hallo Mama (da 'nicht der Papa').



Zitat von nicht der papa Beitrag anzeigen
Vielleicht schaust Du mal in den Link, den ich gepostet habe.
Heißt, ein Alkoholentzug kann auch mit homöop. Mitteln erfolgen.
Habe ich. Interessant. Und widerspricht meiner geposteten Erfahrung nicht. Wichtig das Fazit Deines Links:

Zusammenfassung

Die Anwendung homöopathischer Arzneimittel im psychiatrischen Bereich
und insbesondere bei Abhängigkeitserkrankungen hat sich als Ergänzung
zur konventionellen Behandlung in der Regelversorgung bewährt.

Das kombinierte Vorgehen, d.h. der Einsatz sowohl konventioneller als auch homöopathischer
Medikamente je nach Situation ermöglichte die Behandlung schwer kranker Patienten.
Kleine Bemerkung zu 'Je nach Situation': Ich war schon ganz schön weit ins
Jenseits marschiert, da wäre wohl Homöopathie wirkungslos durchgesickert.





Mit Grüßen aus dem Sonnengarten, Bodo

Geändert von Bodo (12.08.12 um 17:01 Uhr)

Trunksucht und Homöopathie

Rota ist offline
Themenstarter Beiträge: 2.638
Seit: 22.07.08
@Rota
............ dann fühle ich mich etwas verarscht.

......
in typisch bayrisch/katholischer Art vor eine Art göttliches Gericht aus Eltern und Grosseltern aus der Pfarrei kommen müssen.


ndP, Dein Ton gefällt mir nicht

Rota
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Trunksucht und Homöopathie

Karde ist offline
Beiträge: 5.057
Seit: 23.05.12
Liebe Inchi
Wenn ich mich recht erinnere, dann lernet ich mal in meiner Ausbildung, dass vermehrter Bedarf an Bier (od.auch Schokolade) auch mit einem Lezithin Mangel zusammenhängen könnte. Habe nicht das ideale gefunden, stelle hier aber trotzdem mal 2 Links ein.

de.vitez.com/tag/leber/#
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