Hilfen bei ADHS

04.01.09 20:20 #1
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Leòn ist offline
Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo Blue68, hallo OoOmauOoO,

es gibt eine Vielzahl an Eltern, die "alternative" Wege, ohne Ritalin, Concerta, Strattera etc. gehen. Dann wiederum welche, die zeitweise eine medikamentöse Unterstützung für ihre Kinder in Anspruch nehmen. Beides ist meines Erachtens legitim.

Eine sinnvolle, den besonderen physischen und psychischen Ansprüchen von Menschen individuell entsprechende Ernährung ist, so denke ich, sicher immer sehr sinnvoll.

Bei Kindern mit ADS- und ADHS - Symptomen liegt zum Einen eine Verunsicherung (Beunruhigung) vor www.symptome.ch/vbboard/famil...te-kinder.html, zum Anderen ein erhöhter Bedarf an Aufmerksamkeit.

Hier sind dann aus meiner Sicht auch beziehungsstärkende, 'erzieherische' Maßnahmen hilfreich. Wie zum Beispiel ein klar strukturierter Tagesablauf, klare und überschaubare, auch gut erklärbare Regeln, genügend 'positive' Aufmerksamkeit; eine geeignete schulische Versorgung und Unterstützung (dafür sind in erster Linie die Schulen/ Schulämter zuständig, aber man kann gegebenenfalls mal eine Schulassistenz nach BSHG VIII - § 35a, mit dem Jugendamt besprechen) und eine geeignete, den besonderen Bedürfnissen der Kinder entgegenkommende Freizeitgestaltung.

In jedem Fall kann es gut sein, Kontakt zu einer Erziehungsberatungsstelle www.symptome.ch/vbboard/famil...gebot-bke.html aufzunehmen, die inzwischen über eine hohe Kompetenz bezüglich ADS und ADHS verfügen. Gegebenenfalls sollte man sich auch nicht scheuen, eine ambulante familiäre Hilfe (Sozialpädagogische Familienhilfe, Familienaktivierungsmanagement, Familiencoaching) in Anspruch zu nehmen.

Herzliche Grüße von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

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OoOMauOoO ist offline
Beiträge: 1.153
Seit: 02.01.09
Nabend Leon *mensch bekomme einfach denn hacken nich hin*

Das iss lüb von Dir mit dem Thema *freuuu*

Also nochmals zum jugendamt , werde ich tun ..
Wegen der begleitperson haben se mir noch gesagt ich muss ihn in eine pflegestufe einordnen lassen .. Richtig ?

LG *und schönen abend*

Hilfen bei ADHS

Leòn ist offline
Themenstarter Beiträge: 10.064
Seit: 19.03.06
Hallo OooMauooO,

lass den Haken einfach weg !

Die Begleitperson in der Schule (Schulassistenz) benötigt Dein Sohn ja nicht, um eine pflegerische Versorgung zu erhalten, sondern als Lernhilfe, so habe ich das bisher wenigstens verstanden.
Solche Schulassistenten werden auch eingesetzt, um die soziale Anpassung in der Schule und den Lernerfolg zu unterstützen. Dafür ist dann keine Pflegeeinstufung notwendig, sondern a) das Ergebnis eines Schuleignungstestes, mit der Klassifizierung als "E-Kind" und b) ein Antrag bei der zuständigen Gesundheitsbehörde - Gesundheitsamt, das sich dann gegebenenfals mit der Kostenstelle des Jugendamtes um die Finanzierung streiten kann !

Am Besten aber wird es sein, wenn Du erst mal eine familienunterstützende Hilfe beim Allgemeinen Sozialen Dienst des Jugendamtes beantragst.

Die können Dir dann bei den erzieherischen Fragen und auch bei der Antragstellung und in dem "Behördenjungle" helfen.

Herzliche Grüße von
Leòn
__________________
Wer sich auf mein Niveau begibt, kommt darin um! ;)

Geändert von Leòn (07.01.09 um 22:19 Uhr)

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Freddy ist offline
Beiträge: 1
Seit: 08.01.09
Hallo zusammen,
bin 44 und weiß seit ca. 6 Jahren von meiner ADHS-Besonderheit; die Diagnose erklärt so manches schräge Verhaltensmuster seit meiner Kindheit! An dieser Besonderheit (ich weigere mich hier von Krankheit zu sprechen!) ist sicher was dran: Ich habe mich z.B. immer gefragt was Leute an Koks finden - das war für mich die langweiligste Sache der Welt - zum Einschlafen vielleicht... will sagen, wir haben, glaube ich, schon eine etwas andere Hirnchemie. Aber dafür bin ich mit Talenten gesegnet (Empathie, Schnelligkeit, Kreativität, Intuition etc.), die diesen Mangel bei weitem wieder ausgleichen. Ich weiß - es ist bisweilen hart mit uns klarzukommen, aber - bei allem Respekt - wenn es immer nur um Anpassung gegangen wäre, säßen wir heute noch auf den Bäumen!
Ich lehne jegliche Medikamentierung ab! (Habe in 2003 Medikinet und Concerta-Erfahrungen gemacht - weiß also wovon ich rede.)
Für mich war die Diagnose an sich von entscheidender Bedeutung: Ich wähnte mich vorher von Idioten umgeben, domestizierten Primaten, dressierten Zirkuspferdchen, Pünktlichkommern etc. Die Diagnose ermöglichte mir die Revision meines Weltbildes, meines Selbstverständnisses: Nicht die anderen sind beschränkt - Ich bin anders! Wenn das erstmal klar ist, besteht die Möglichkeit sich zu verändern (also ruhig mal vor einer roten Ampel zu halten, den Anderen mal ausreden lassen oder sich bewußt an der längsten Schlange im Supermarkt anstellen und sich an dem Gefühl beim Ausatmen zu erfreuen).
Autogenes Training ist sicher gut, Meditation oder ein Geistestraining (z.B. "Ein Kurs in Wundern", Greuthoff-Verlag) können helfen. Gesunde Ernährung (weniger Junk-Food, weniger/gar kein Fleisch) oder Schüssler Salze, Kampfsport, Joggen etc. - probiert aus was funktioniert, aber bitte vergiftet Eure Kinder nicht (mal ein Wochenende ohne Ritalin, dann wisst Ihr was ADHS ist! Dieses Mistzeug verschlimmert nur die Situation).
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit
Freddy

Geändert von Freddy (09.01.09 um 21:24 Uhr)

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OoOMauOoO ist offline
Beiträge: 1.153
Seit: 02.01.09
Nabend ..

*finde deine einstellung gut*

Aber ich gehe nicht nach dem was andere denken *noch nie gemacht* bloss er muss sein Leben auch mal ohne mich Leben können *er iss 6 Jahre* und hat sich nicht so unter kontrolle wie du der schon älter iss .. Er iss durch die Medikamente fähig ein wenig sein leben zumeisstern *auch wenn MIR die medikamente nicht passen* aber er hat nicht mehr so viele verletzungen kann zusammen hängen ziehen u.s.w. Und ich halte es im Moment noch mit für das beste für Ihn wenn er mir mal was anders sagt werde ich es ändern ..

LG

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Franca ist offline
Beiträge: 577
Seit: 12.01.04
Erziehungsmaßnahmen allein nutzen gar nichts. Als Begleitung zu anderen Therapien schon. Wenn ein Kind wieder zuhört und ruhiger wird, kann man mit Grenzen setzen etc... richtig beginnen, und mit Erfolg. Auch beginnen die Kinder von sich aus, Ordnung im Chaos zu machen, ohne daß sie ständig ermähnt werden.

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OoOMauOoO ist offline
Beiträge: 1.153
Seit: 02.01.09
Leon *freu*

War heute mal wieder wege machen , habe mit AA gesprochen sie hat sich gleich eingesetzt und die behörde angerufen die zuständig iss und es sieht gut aus für *1 zu 1* freuuuuuuuuu

Danke dir die anderen sachen klappen auch noch

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AudeSapere ist offline
Beiträge: 199
Seit: 28.10.08
Zitat von Freddy Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
bin 44 und weiß seit ca. 6 Jahren von meiner ADHS-Besonderheit; die Diagnose erklärt so manches schräge Verhaltensmuster seit meiner Kindheit! An dieser Besonderheit (ich weigere mich hier von Krankheit zu sprechen!) ist sicher was dran: Ich habe mich z.B. immer gefragt was Leute an Koks finden - das war für mich die langweiligste Sache der Welt - zum Einschlafen vielleicht... will sagen, wir haben, glaube ich, schon eine etwas andere Hirnchemie. Aber dafür bin ich mit Talenten gesegnet (Empathie, Schnelligkeit, Kreativität, Intuition etc.), die diesen Mangel bei weitem wieder ausgleichen. Ich weiß - es ist bisweilen hart mit uns klarzukommen, aber - bei allem Respekt - wenn es immer nur um Anpassung gegangen wäre, säßen wir heute noch auf den Bäumen!
Ich lehne jegliche Medikamentierung ab! (Habe in 2003 Medikinet und Concerta-Erfahrungen gemacht - weiß also wovon ich rede.)
Für mich war die Diagnose an sich von entscheidender Bedeutung: Ich wähnte mich vorher von Idioten umgeben, domestizierten Primaten, dressierten Zirkuspferdchen, Pünktlichkommern etc. Die Diagnose ermöglichte mir die Revision meines Weltbildes, meines Selbstverständnisses: Nicht die anderen sind beschränkt - Ich bin anders! Wenn das erstmal klar ist, besteht die Möglichkeit sich zu verändern (also ruhig mal vor einer roten Ampel zu halten, den Anderen mal ausreden lassen oder sich bewußt an der längsten Schlange im Supermarkt anstellen und sich an dem Gefühl beim Ausatmen zu erfreuen).
Autogenes Training ist sicher gut, Meditation oder ein Geistestraining (z.B. "Ein Kurs in Wundern", Greuthoff-Verlag) können helfen. Gesunde Ernährung (weniger Junk-Food, weniger/gar kein Fleisch) oder Schüssler Salze, Kampfsport, Joggen etc. - probiert aus was funktioniert, aber bitte vergiftet Eure Kinder nicht (mal ein Wochenende ohne Ritalin, dann wisst Ihr was ADHS ist! Dieses Mistzeug verschlimmert nur die Situation).
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit
Freddy
ja, menschen die anders sind,
werden versucht in eine "gesellschaftsfähigkeit"-form gepresst!
das es nicht an ihnen, sondern an der gesellschaft liegt,
wird dabei "übersehen!

ich hatte auch ähnliche probleme!
heute bin ich immernoch nicht angepasst,
hab probleme in unserer gesellschaft, da ich ein anderes weltbild vertrete,
als die masse!!
aber heute weiß ich, dass es nicht an mir liegt bzw. lag

da gibt es ein wundervolles buch zu von erich fromm:
"die pathologie der normalität"

lg sascha

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OoOMauOoO ist offline
Beiträge: 1.153
Seit: 02.01.09
Hallo ..

Sorry sehe da noch einen unterschied drinne .. Wenn jemand sein Kind deswegen behandeln will weil die Gesellschaft ihn so haben möchte *iss es falsch* Mein grosser hat auch ADHS bekommt keine Medikamente weil ich es bei ihm nicht für richtig empfinde sein bisschen Hippelig und seine Art finde ich nicht schlimm *so iss er müssen die anderen mit klar kommen* Seine noten werden auch immer besser *hat eine Lehrerin die ihn so nimmt* und er kann endlich zeigen was in ihm steckt *wichtig für Kinder* .. Bloss mein kleiner iss was ganz anderes *sieht keine Gefahr nicht aufnahmefähig u.s.w.* er kann so viel bloss er kann es nicht zeigen weil man merkt das seine unruhe ihn ganz schön einschränkt ihn seinem denken und handeln .. Deswegen fand ich es Richtig für mich es auszuprobieren , bis jetzt ging es ganz gut er hat nicht mehr so viele unfälle und kann zeigen was er kann was in ihm steckt *er war vorher immer sauer auf sich weil er das nicht zeigen konnte was er wollte das ging soweit bis er sich biss oder schlug* und jetzt hat er ruhe dabei kann konzentrieren iss nicht so schnell wütend auf sich ..

Ich fand den weg bis jetzt ganz richtig , finde die medikamente in dem alter auch nicht gut aber es hilft ihm er iss unter ärztlicher kontrolle jedes viertel jahr Blut und was dazu gehört .. Ich denke es muss jeder für sich entscheiden was richtig und was falsch iss *und nicht weil es die gesellschaft so will* ich habe mich entschieden dafür weil es ihm moment damit besser geht suche trozdem nach anderen wegen ..

LG

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AudeSapere ist offline
Beiträge: 199
Seit: 28.10.08
darf ich fragen, ob dein sohn geimpft wurde in der vergangenheit?

wenn dein kind beschwerden hat, kannst du es mit ritalin nicht heilen!
die symptome werden unterdrückt
und kommen an anderer stelle wieder zum vorschein!
von den nebenwirkungen ganz abgesehen!

da wäre es angesagt, nen klassischen homöopathen oder andere naturheilkundler aufzusuchen!


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