Schule und ADS

10.09.07 21:14 #1
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ErikaC ist offline
Beiträge: 855
Seit: 29.05.07
Hallo,

Schule macht viele Kinder mit ADS-Symptomen krank. Auch wir haben einmal die Schule gewechselt, weil mein Sohn psychisch am Ende war und nicht mehr leben wollte. Lehrer haben selten genug Wissen, Geduld und Verständnis. Vielen Kindern wird dadurch das Leben zur Hölle gemacht. Ich kenne sehr viele sehr traurige Geschichten.

Gut finde ich, dass es einige wenige Schulen gibt, die sich speziell mit ADS und Hochbegabung auskennen. Für einige ADS-Kinder könnte ein Schulwechsel an eine derartige Schule die sinnvollste "Behandlung" sein. Gerade habe ich diese eulennest.org - Eulennest Schule gefunden. Vielleicht wohnt jemand in der Nähe und hat Interesse. Spenden werden dort auch noch gern genommen.

Viele Grüße
Erika

Schule und ADS

Rohi ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 13.03.05
Schule macht viele Kinder mit ADS-Symptomen krank.
Wie ich das verstanden habe, ist die Diagnose ADS rein allein dadurch bedingt, dass jemand in der Schule schlecht ist. Kein ADS ohne schlechte Schulzensuren.
Sozusagen eine Krankheit der Dummen. Von daher macht nicht die Schule die ADS-Kinder krank, ADS ist eine durch Schule definierte Krankheit.
ADS und Hochbegabung
Ich glaube, es gibt unter ADS'lern nicht mehr Hochbegabte als prozentual sonst. Da eine Verbindung herzustellen halte ich für falsch. Das führt nur dazu, dass die Muttis in eine Art Delirium verfallen und in ihr Kind eine Intelligenz reindeuten, die es gar nicht hat. Ist schon verständlich wegen der Verzweiflung, aber nicht gut.
Dasselbe Problem kenne ich von Asperger.

Schule und ADS

lamblie ist offline
Beiträge: 41
Seit: 05.02.06
Hallo Rohi
Leider muss ich dir da etwas anderes dazu sagen.Auch mein Sohn ist in Mathe und Sport höher intelligent wie andere Kinder hat aber Legestanie dabei.Kennst du berühmte Adsler bestimmt nur darüber redet niemand.
Gruss lamblie

Schule und ADS

Rohi ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 13.03.05
Hallo lamblie,

natürlich glaube ich Dir, dass das bei Deinem Sohn so ist.
Eigentlich finde ich, dass es überhaupt wünschenswert wäre, dass in der Schule kleinere Klassen sind und eine intensivere, individuelle Betreuung stattfindet.
Dann würden alle besser werden ("Pisa").
mein Sohn ist in Mathe und Sport höher intelligent wie andere Kinder
Ja, war ich auch, immer der Klassenbeste, ist dann in der Pubertät absolut eingebrochen. Von daher verzeihe, wenn ich oft Rumlästere, Du kannst mir ruhig vorwerfen, dass ich anderen nicht gönne, was bei mir selber nicht geklappt hat.
Meist geht es ums Geld, nach der Logik: mein Kind ist hochbegabt und muss darum speziell (sprich kostenaufwändig) gefördert werden.
Das lohnt sich allerdings für die Gesellschaft nur, wenn dann auch Erwachsene rauskommen, die überdurchschnittliche Leistungen in Kunst oder Wissenschaft oder Sport bringen, und da sehe ich nichts. Die Berühmten, die angeblich auch AD(H)S oder Asperger oder so haben/hatten, sind komischerweise alle so was geworden, ohne Spezialförderung.
Es gab schon mal ein Hochbegabtenschule, die musste aus Geldmangel wieder schließen, wo weiß ich nicht. Da habe ich auch gedacht: muss wohl schiefgegangen sein. Denn sonst hätten die Abgänger, die dank der Schule dann reich und erfolgreich geworden sind, ihre Schule doch aus Dankbarkeit unterstützt.
Weißt du, es geht mir nicht um Deinen oder einen anderen speziellen Sohn, sondern ich finde das allgemeine System mangelhaft.
An sich würde ich dieser Schule schon Erfolg wünschen, aber mehr, weil das übrige Schulsystem so schlecht ist.

Schule und ADS

ErikaC ist offline
Themenstarter Beiträge: 855
Seit: 29.05.07
Hallo Rohi und Lamblie,

Wie ich das verstanden habe, ist die Diagnose ADS rein allein dadurch bedingt, dass jemand in der Schule schlecht ist. Kein ADS ohne schlechte Schulzensuren.
Sozusagen eine Krankheit der Dummen. Von daher macht nicht die Schule die ADS-Kinder krank, ADS ist eine durch Schule definierte Krankheit.
Das verstehe ich nicht so ganz. Nicht alle ADS-Schüler sind schlechte Schüler, aber viele, da sie anders lernen. U.a. haben sie ein eigenes, meistens langsameres Arbeitstempo. Andersherum sind nicht alle intelligenten Schüler gute Schüler. Viele stürzen ab, weil niemand auf ihre Lernbesonderheiten Rücksicht nimmt und außerdem, weil ihr etwas anderes Verhalten oft als Bösartigkeit, schlechte Erziehung, unnötige Träumerei und Schlampigkeit bestraft und geahndet wird. Mal ein Vergleich: Ein Behinderter im Rollstuhl wird aufgefordert, gefälligst zu laufen wie alle anderen, weil es eben keine Extrawürste gibt. Da er es nicht kann, wird er es auch nicht tun. Dafür wird er dann bestraft und bloßgestellt. Wie wird sich der Behinderte dabei fühlen? Sicher hundsmiserabel. Zu seiner körperlichen Behinderung wird sich ganz sicher sehr schnell eine psychische Störung gesellen. ADSlern geht es teilweise ähnlich. Sie gehen förmlich vor die Hunde, weil sie nicht angenommen werden. Ich kenne viele traurige Geschichten. Deshalb finde ich es sehr gut, dass es solche Schulen inzwischen gibt.

Hier ein sehr guter Artikel von Helmut Köckenberger http://www.emgs.de/downloads/adskoeckenberger.pdf

Ich glaube, es gibt unter ADS'lern nicht mehr Hochbegabte als prozentual sonst. Da eine Verbindung herzustellen halte ich für falsch.
Ich glaube das schon nach eigenen 6-jährigen Kontakten mit vielen Betroffenen und Erforschen der Hintergründe. Statistiken gibt es sicher nicht. Meistens wird Hochbegabung ja auch gleichgesetzt mit sehr guten Zensuren, was falsch ist. Besser als "Hochbegabung" wäre auch wahrscheinlich der Begriff "Besondere Begabung auf bestimmten Gebieten." Das Gehirn hat sich anders entwickelt, die Zusammenarbeit der Hirnhälften ist anders. Unter KPU hast du wahrscheinlich auch von den besonderen Begabungen gelesen. Die werden aber teilweise in den Schulen sogar als Handycap angesehen - einiges steht eben nicht im Lehrplan.

Meist geht es ums Geld, nach der Logik: mein Kind ist hochbegabt und muss darum speziell (sprich kostenaufwändig) gefördert werden.
Das lohnt sich allerdings für die Gesellschaft nur, wenn dann auch Erwachsene rauskommen, die überdurchschnittliche Leistungen in Kunst oder Wissenschaft oder Sport bringen, und da sehe ich nichts.
Darum geht es den Eltern, die ich bisher kennengelernt habe, eher weniger. Sie möchten einfach nur Kinder, die glücklich sind und nicht an Schule zerbrechen. Und davon gibt es verdammt viele.

Viele Grüße
Erika

Schule und ADS

Elfe ist offline
Beiträge: 716
Seit: 08.10.04
von Rohi:
Denn sonst hätten die Abgänger, die dank der Schule dann reich und erfolgreich geworden sind, ihre Schule doch aus Dankbarkeit unterstützt.
Vielleicht wurden sie nicht reich, aber vielleicht trotzdem erfolgreich. Erfolgreich kann auch einfach bedeuten: glücklich, ausgefüllt, zufrieden.


von Erika:
Darum geht es den Eltern, die ich bisher kennengelernt habe, eher weniger. Sie möchten einfach nur Kinder, die glücklich sind und nicht an Schule zerbrechen. Und davon gibt es verdammt viele.
Ja genau, Erika. So kann ich das unterschreiben.
__________________
Seid lieb gegrüsst von Elfe

Schule und ADS

Claudia S. ist offline
Beiträge: 440
Seit: 18.05.07
Hallo zusammen,

@ Rohi
Wie ich das verstanden habe, ist die Diagnose ADS rein allein dadurch bedingt, dass jemand in der Schule schlecht ist. Kein ADS ohne schlechte Schulzensuren.
ADS bedeutet Aufmerksamkeitsdefizit und dieses kann sich durchaus auch erst im Erwachsenenalter einstellen, hat also nicht unbedingt etwas mit Schule zu tun.
So war es bei mir, als um die 30 vermutlich die Vergiftungen, Vitalstoffmängel durch KPU etc. irgendwann zu groß wurden.
Ich war während meiner Schulzeit stets konzentriert, bin aber genau wie Du mit der Pubertät abgefallen. Das ist häufig so bei Allergikern und KPUlern. ADS stellte sich aber erst noch viel später ein.

Ich glaube, es gibt unter ADS'lern nicht mehr Hochbegabte als prozentual sonst. Da eine Verbindung herzustellen halte ich für falsch. Das führt nur dazu, dass die Muttis in eine Art Delirium verfallen und in ihr Kind eine Intelligenz reindeuten, die es gar nicht hat. Ist schon verständlich wegen der Verzweiflung, aber nicht gut.
Das mit der Verbindung sehe ich auch so. Ich kenne einige Muttis, die ihre sozial auffälligen und schulleistungsmäßig schlechten Kinder auf der Hochbegabtenschiene sehen.
Das ist so wie bei den Ärzten: Wenn sie nichts finden, dann heißt das "vegetative Dystonie" und meint ab in die Klapse.
Die Psyche ist da das gefundene Fressen und da das ja auch stimmen kann - aber es nach meinen Erfahrungen in den meisten Fällen nicht stimmen wird - ist der ideale Sündenbock gefunden. Den Patienten nützt das wenig, im Gegenteil.

Ebenso führt das Hochbegabtendenken dazu, dass die Eltern die Ursachen der Probleme nicht wirklich hinterfragen und daher auch nicht finden können. Das ist fatal für die Kinder, die doch oft nur vergiftet sind und Vitalstoffmängel haben.

Die Berühmten, die angeblich auch AD(H)S oder Asperger oder so haben/hatten, sind komischerweise alle so was geworden, ohne Spezialförderung.
Ich halte eine teure Privatschule auch nur für wirkliche Überflieger für sinnvoll, die vor Langeweile in normalen Schulen untergehen und oft sogar schlechte Schüler werden deswegen.
Heutzutage kann man Hochbegabung testen und das sollten alle Eltern tun, die meinen, ihr schwieriger Spross sei hochbegabt. Und wenn dann der Traum einer bequemen Lösung der Probleme platzt, dann sollten sie anderweitig handeln und nach Ursachen suchen und sich vor allem auf Empfehlungen erfahrener Eltern einlassen.

Ich habe es immer wieder erlebt: "Mein Kind ist nicht allergisch oder vergiftet etc., das ist psychsisch oder vererbt, da kann man nur mit Psychotherapie oder Ritalin was machen." Ich sage jetzt nichts mehr, mache mich damit nur unbeliebt.

Selbst mein eigener Onkel ist arzthörig und meint allen Ernstes, ich wäre bestimmt schon viel weiter, wenn ich nicht die letzten 8 Jahre mit Selbstrecherchen und Herumdoktorn verschwendet hätte.
Wenn ich dann sage, dass ich 30 Jahre auf Ärzte vertraut habe, die absolut nichts erreicht haben und jetzt immerhin schon einige Fortschritte vorweisen kann, dann überhört er das einfach.
Seit meiner Kindheit hatte ich z.B. zu hohe Eisenwerte und nicht einer meiner vielen Ärzte hat das zum Anlass genommen, nachzuforschen.
Erst im Forum erfuhr ich dieses Jahr, dass es eine Eisenspeicherkrankheit gibt. Ich habe daraufhin die Blutwerte bestimmen lassen und siehe da, ich habe das, nachgewiesen mit Gentest. Wieso kam da kein Arzt drauf? Lernen die darüber nichts an der Uni?
Ich kenne bisher keinen Arzt, der Laborergebnisse nur annähernd richtig interpretieren konnte.

Im Naturarzt stand letztens, nicht die Pharmalobby sei das Problem, indem sie ihre Produkte auf den Markt drücke, sondern die meisten unkritischen Patienten, die nur dann glücklich sind, wenn der Doc ihnen irgendwelche Pillchen verschrieben hat.
Der hat das ja studiert, der kennt mich schon 30 Jahre, der muss ja am besten wissen, was mir gut tut.

So werden viele Chancen vertan. Traurig für die armen Kinder, denen man nicht helfen kann.

Spezialförderung kann aber auch bedeuten, dass sie zu Hause stattfindet. Damit meine ich jetzt nicht unbedingt Nachhilfeunterricht, sondern einfach dem Kind in der Freizeit etwas bieten, in dem es richtig aufgeht und Selbstbewusstsein erarbeiten kann, eben in seinen Begabungsgebieten.

Nicht alle ADS-Schüler sind schlechte Schüler, aber viele, da sie anders lernen. U.a. haben sie ein eigenes, meistens langsameres Arbeitstempo. Andersherum sind nicht alle intelligenten Schüler gute Schüler. Viele stürzen ab, weil niemand auf ihre Lernbesonderheiten Rücksicht nimmt und außerdem, weil ihr etwas anderes Verhalten oft als Bösartigkeit, schlechte Erziehung, unnötige Träumerei und Schlampigkeit bestraft und geahndet wird. ... Sie gehen förmlich vor die Hunde, weil sie nicht angenommen werden. Ich kenne viele traurige Geschichten. Deshalb finde ich es sehr gut, dass es solche Schulen inzwischen gibt.
Das kann ich alles bestätigen, Erika.
Um ein guter Schüler zu sein, reicht Intelligenz nicht aus. Es müssen auch andere Fähigkeiten dazukommen, Motivation, Fleiß, Konzentration Selbstorganisation, Nervenstärke bei Prüfungen etc..
All diese Dinge fallen ADSlern, die nicht (zu Hause) einfühlsam unterstützt werden, schwer. Um einem ADSler zu dem Erfolg zu verhelfen, der ihm gemäß seiner Begabung zusteht, braucht man oft eine ganze Menge Energie, und zwar der Schüler und der Betreuer. Und diese Kinder brauchen einfühlsame Lehrer.

Wir hatten überlegt, nach diesem Schuljahr die Schule zu wechseln, weil unsere Kinder im Moment täglich 2 Stunden im Bus vertrödeln, obwohl eine andere Schule nur 5 Minuten von uns entfernt wäre. Da die Klassen in der Siebten wegen der Schwerpunkte ohnehin neu zusammengewürfelt werden, hielten wir das für einen geeigneten Zeitpunkt.

Nun haben wir aber von vielen Seiten erfahren, dass auf dieser neuen Schule schlechte und "problembehaftete" Schüler gnadenlos aussortiert werden.
Für meinen Sohn mit ADS und Legasthenie kommt ein Wechsel daher momentan nicht in Frage. Er hat eine teilweise kaum lesbare Schrift und benötigt in seinen Schwachpunkten, den Sprachen, verständnisvolle Lehrer. Nur unter diesen Bedingungen kann ich seine noch gute Motivation aufrecht erhalten.
Wenn er in der KPU-Medikation voranschreitet, wird er sich irgendwann auch besser konzentrieren können. Seit er Lecithin nimmt, bemerkt er bereits Fortschritte.
Solange wird er die anstrengende Busfahrt von jeweils einer Stunde pro Tour mit 2x umsteigen bei einem 9kg schwere Ranzen weiter auf sich nehmen müssen. Da er meist erst um halb vier zum Mittag zu Hause ist und ohnehin sehr langsam arbeitet, bleibt ihm von Montag bis Donenrstag nachmittags keinerlei Freizeit mehr. Das ist zwar schlimm, aber immer noch besser, als von verständnislosen Lehrern fertig gemacht zu werden.

Darum geht es den Eltern, die ich bisher kennengelernt habe, eher weniger. Sie möchten einfach nur Kinder, die glücklich sind und nicht an Schule zerbrechen. Und davon gibt es verdammt viele.
Das sehe ich auch so. Wie Elfe schon sagte:" Er erfülltes, glückliches Leben ist der größte Erfolg, den man erzielen kann."
Das hat absolut nichts mit Intelligenz, Geld oder Gesundheit zu tun.
Meine Oma hatte nie Geld, konnte wegen nicht erkannter KPU nicht arbeiten, war geschieden und hatte viele gesundheitliche Probleme. Trotzdem wirkte sie auf mich immer einigermaßen glücklich, trotz all der Schicksalsschläge.

Sie machte aus dem, was sie noch konnte, das Beste und brauchte keine Designerklamotten etc. um glücklich zu sein. Das Unabänderliche hat sie akzeptiert, das Änderbare in Angriff genommen. Das ist Weisheit und Lebensglück für mich.

Viele liebe Grüße
Claudia

Schule und ADS

Rohi ist offline
Beiträge: 1.702
Seit: 13.03.05
Ebenso führt das Hochbegabtendenken dazu, dass die Eltern die Ursachen der Probleme nicht wirklich hinterfragen und daher auch nicht finden können. Das ist fatal für die Kinder, die doch oft nur vergiftet sind und Vitalstoffmängel haben.
Das ist eben das Schlimme. Eine angenommene Hochbegabung als Ursache der Verhaltensauffälligkeiten und sozialen Probleme blockiert die Suche nach anderen Ursachen. Das müssen nicht gleich teure Immuntests sein: ich denke, schon genaues Hinsehen und Beobachten würde in vielen Fällen einen Zusammenhang zwischen z. B. bestimmten Nahrungsmitteln und psychischen Auffälligkeiten erkennen lassen.

Schule und ADS

ErikaC ist offline
Themenstarter Beiträge: 855
Seit: 29.05.07
Hallo,

ich setze hier mal einen Beitrag hinein, den ich einmal in einem anderen Forum geschrieben habe.

vielleicht gibt es unterschiedliche Hochbegabte, die "normalen" und die mit den Sonderbegabungen auf der einen Seite und Defiziten auf der anderen Seite. Von den letzeren kenne ich mehrere, die als "Hochbegabte" getestet wurden.

Vor einem Jahr hatte ich einmal E-Mail-Kontakt mit der erfahrenen Neurobiologin Frau Prof. Dr. Dr. Teuchert-Noodt, weil ich eine Bestätigung suchte für meinen Verdacht, dass eine andersartige Benutzung des Gehirns bei von Natur aus sehr intelligenten Kindern zu Sonderbegabungen führen kann. Ich setze hier mal Auszüge aus dem Schriftwechsel `rein (Wahrscheinlich kennt Ihr den aber schon aus dem anderen Forum).

----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ChristiansenEP@aol.com [mailto:ChristiansenEP@aol.com]
Gesendet: Donnerstag, 30. Juni 2005 22:50
An: g.teuchert@uni-bielefeld.de
Betreff: Ihr Vortrag Kongress Fulda
Hallo Frau Prof. Dr. Dr. Teuchert-Noodt,
Ihr Vortrag in Fulda hat mich sehr begeistert………
….. Seine Lehrerin hat den Verdacht auf Hochbegabung. Zurzeit wird ziemlich oft von hochbegabten Kindern gesprochen, die aber andererseits Entwicklungsstörungen (u.a. durch Kiss und Co.) haben. Ich habe schon manches Mal gedacht, ob diese "Hochbegabung" - besondere Begabung auf bestimmten Gebieten wäre vielleicht eine treffendere Bezeichnung - daraus resultiert, dass das Gehirn bei Entwicklungsgestörten anders arbeitet, z.b. die andere Gehirnhälfte als üblich für gewisse Aufgaben benutzt wird. Ist an meiner Theorie etwas Wahres dran?
Thema: AW: Ihr Vortrag Kongress Fulda
Datum: 04.07.2005 12:31:15 Westeuropäische Normalzeit
Von: g.teuchert@uni-bielefeld.de

An: ChristiansenEP@aol.com

Liebe Frau Christiansen, danke sehr für Ihre Anfrage und hier eine knappe Antwort, da ich sehr zu tuen habe, was mit dem Ende des Semsters zusammenhängt und außerdem damit dass es überhaupt mein letztes Semester an der Universität ist....
…Was Hochbegabungen angeht, so kann ich mich auch nur Ihrer Meinung anschließen. Wäre hier zu fordernd, wenn ich zur Hochbegabung näheres ausführen sollte. Da muss man fast eine ganze Vorlesung zu abhalten. Eventuell werde ich dazu mit einer Kollegin aktiv werden. Eine kurze Publikation haben wir eingereicht, wird demnächst in einer Lehrerzeitschrift erscheinen, dazu müssten Sie sich auch in einem halben Jahr einmal wieder melden, dann kann ich diese Veröffentlichung Ihnen zuleiten.
Falls ich selber daran denke, sende ich sie Ihnen zu.
Das in Kürze hier, wünsche Ihnen alles Gute und ebenso den beiden Kindern und verbleibe mit herzlichen Grüßen G. Teuchert-Noodt
.
Hier Kryptopyrrol unter "Anzeichen und Symptome" wird mein Verdacht auch bestätigt.
Als ich Frau Prof. Dr. Dr. Teuchert Noodt anschrieb, wusste ich noch nichts von KPU und den weiteren Zusammenhängen zwischen Kiss/Nährstoffversorgung/KPU.

Mein Sohn wurde erst vor Kurzem getestet: Verbal-IQ 141, Sprachverständnis-IQ 139, Handlungs-IQ nur 107. Das Gehirn hat sich anders entwickelt. Ich denke, dass sich nicht mehr so viel daran ändern wird. Er findet die staatliche Schule langweilig - das ist Stress - seine Begabungen sind nicht gefragt in der Schule - eher störend - seine "Handycaps" wie nicht besonders gute ordentliche Schrift nervt die Lehrer - mit Computer schreiben ist aber zurzeit verboten - er könnte mit dieser Hilfe viel mehr zu Papier bringen, seine positiven Seiten zeigen - wird aber durch Schule verhindert. Alle müssen gleich sein - und das ist DAS Problem an den staatlichen Schulen. Viele Verhaltensprobleme zahlreicher Kinder würden nicht ausufern oder sogar entstehen, wenn Schule begreifen würde, dass die Menschen verschieden sind. Auch die beste Förderung im Elternhaus kann diese vielen Frustationen, die durch Schule entstehen nicht immer ausgleichen. Deshalb wäre es sehr notwendig, dass im Schulsystem einiges getan wird ob für Hochgebote oder für Legastheniker. Der erste und wichtigste Schritt sind Fortbildungen für Lehrer. Sie MÜSSEN einfach wissen, warum einige Kinder dies können und anderes nicht und entsprechend darauf reagieren können. Die Individualität der einzelnen Kinder muss einfach mehr akzeptiert werden. Akzeptanz und Erfolgserlebnisse befähigen Kinder zu Höchstleistungen. Viele Kinder erleben in den Schulen leider das Gegenteil.

So war es bei mir, als um die 30 vermutlich die Vergiftungen, Vitalstoffmängel durch KPU etc. irgendwann zu groß wurden.
Ich sehe zuerst die Ernährung, Kiss/HWS-Probleme als zusätzlichen Faktor, der Stoffwechselfunktionen beeinträchtigt - Vitalstoffmängel - dann erst als Folge KPU, Vergiftungen, Unverträglichkeiten, Allergien. Einiges wird auch schon vererbt.

Viele Grüße
Erika

Schule und ADS

Claudia S. ist offline
Beiträge: 440
Seit: 18.05.07
Hallo Erika,

Viele Verhaltensprobleme zahlreicher Kinder würden nicht ausufern oder sogar entstehen, wenn Schule begreifen würde, dass die Menschen verschieden sind. Auch die beste Förderung im Elternhaus kann diese vielen Frustationen, die durch Schule entstehen nicht immer ausgleichen. Deshalb wäre es sehr notwendig, dass im Schulsystem einiges getan wird ob für Hochgebote oder für Legastheniker. Der erste und wichtigste Schritt sind Fortbildungen für Lehrer. Sie MÜSSEN einfach wissen, warum einige Kinder dies können und anderes nicht und entsprechend darauf reagieren können. Die Individualität der einzelnen Kinder muss einfach mehr akzeptiert werden. Akzeptanz und Erfolgserlebnisse befähigen Kinder zu Höchstleistungen. Viele Kinder erleben in den Schulen leider das Gegenteil.
Das ist genau das, was ich auch meinte. Auf der jetzigen Schule meiner Kinder zeigen die jungen Lehrer diese Toleranz und genau deshalb wird mein Sohn nicht wechseln, solange er in irgendeiner Weise "auffällig" ist.

Es gibt Schulen, die generell toleranter eingestellt sind und welche, die es nicht sind. Das muss an der Schulleitung liegen.
Auf die Schule, die quasi vor unserer Haustür liegt, wollten wir nach Waldorf vor einem Jahr bereits wechseln.
Da bekam ich zu hören, dass sie keine Waldorfschüler wollen, das wäre ein ganz anderes Schulsystem, ich hätte mir vorher überlegen sollen, wo ich mein Kind hinstecke.
Zwar stimmt das mit dem anderen System, aber wenn die Kinder intelligent sind und die Eltern die Umstellung aktiv begleiten, dann ist ein Wechsel in die 5. Klasse zu verkraften und zu schaffen. Später geht das nicht mehr.

Also sind wir auf die weiter entfernte Schule ausgewichen und hatten im Hinterkopf, zur siebten Klasse zu wechseln, wenn die Kinder sich auf dem Gymnasium bewährt haben und den "Waldorf-Makel" los sind.

Im Nachhinein war das für meinen Sohn wohl die Rettung, dass sie uns einst angelehnt hatten, der wäre dort untergegangen und hätte sich ein weiteres Schultrauma eingefangen.
Im übrigen waren wir am Ende der ersten Klasse nach Waldorf gewechselt, weil er wegen seiner Legasthenie nicht klar kam und niedergemacht wurde. Wir sind absolut keine fanatischen Waldorftypen, aber sind dankbar, dass er dort eine Weile zur Ruhe kommen und Vertrauen fassen durfte.
Als er sich erholt hatte, wurde es ihm dort zu langweilig.

So war es bei mir, als um die 30 vermutlich die Vergiftungen, Vitalstoffmängel durch KPU etc. irgendwann zu groß wurden.

Ich sehe zuerst die Ernährung, Kiss/HWS-Probleme als zusätzlichen Faktor, der Stoffwechselfunktionen beeinträchtigt - Vitalstoffmängel - dann erst als Folge KPU, Vergiftungen, Unverträglichkeiten, Allergien. Einiges wird auch schon vererbt.
Also bei mir war offensichtlich KPU zuerst da, denn ich war schon als Baby mit der Atmung empfindlich und dem Darm. Ich bin ganz normal geboren, ohne Kaiserschnitt oder so, also kein HWS-Trauma.
Die Allergien stellte sich erst nach der Pubertät vermehrt ein, die nervlichen Probleme verstärkt mit Anfang 20 nach einem schweren Sturz vom Pferd mit HWS-Trauma (vermutlich) und der Rest nach den Schwangerschaften und der Amalgamentfernung.
Ich sehe die ererbte KPU bei mir als Hauptgrund, HWS, Amalgam etc. kam erschwerend hinzu. Das deckt sich auch mit dem was Kuklinski sagt.

Viele Grüße
Claudia


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